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Verkehrsdilettanten entscheiden in Stapelfeld über das Schicksal des Ortes !?

VerkehrsplanungStapelfeld2018

Auf dieser Übersichtskarte der beiden neuen Gewerbegebiete Victoria- und Minerva-Park (unten) sehen wir zunächst einmal die ersten Maßnahmen der neuen Straßenführungen.

Victoria-Minerva-Park-Bauplanung0917

Am oberen Rand verläuft die Alte Landstraße oder L 222. Nach rechts geht es zur Anschlußstelle Stapelfeld und der A 1.

In der Mitte geht die Stapelfelder Straße oder K 107 auf Stormarner Gebiet. Nach rechts Richtung Stapelfeld.

Ganz unten sehen wir noch den Weg Bachstücken.

Da in Stapelfeld bei den Bürgern die Angst vor dem Massenstau durch den neu hinzukommenden Verkehr umgeht, versucht man die erregten Seelen der dummen Bürger durch ein paar kosmetische Maßnahmen zu beruhigen, die aber, so wie ich das sehe, wirklungslos verpuffen oder sogar noch zur Verstärkung der Staus innerhalb des Ortes beitragen werden.

Bei der letzten Sitzung des Bauausschusses  kam dieser Gedanke sogar einem der drei dort versammelten Ausschußmitglieder, aber seine Bemerkungen dazu wurden ‚zur Kenntnis genommen‘.

Geplant ist eine neue Stichstraße, die von der Stapelfelder- zur Alten Landstraße führen soll. Sie wird direkt auf der Landesgrenze aber noch auf Hamburger Gebiet verlaufen.

Für den Anschluß dort ist auf der K 107 ein Kreisverkehr geplant.

Kreisverkehr-K107

Beim Kreisverkehr setzt man darauf, daß die Fahrer sich genau an die BESCHILDERUNG halten werden.

Nach Norden hin wird es Schilder geben, die die Autobahn A 1 anzeigen. Und dann hofft man auf das Wunder, denn die Alte Landstraße (L 222) ist heute schon notorisch verstopft, was den Verkehr durch Stapelfeld morgens und abends drastisch ansteigen läßt. Eine Sache, die jeder Fahrer heute schon an seinem Handy abfragen kann.

Sollte also die L 222 verstopft sein, wird man wohl kaum davon ausgehen können, daß die Fahrer trotzdem NICHT durch Stapelfeld fahren werden.

Man wünscht sich zwar einen vier-spurigen Ausbau der L 222, aber bisher zeigt die Landesregierung von S-H keinen Willen, diesen zu finanzieren.

Um diese oberschlauen Fahrer nun endgültig davon abzuhalten, den Weg durchs Dorf zu nehmen, hat man zur Gummilösung gegriffen: Verkehrsverlangsamung!

Man möchte absichtlich Behinderungen einbauen, die die Fahrer zwingen, zu warten oder langsamer zu fahren.

Da haben wir das Verkehrsproblem Nummer 1, welches bisher noch keines ist, aber eines werden wird, wenn die Planung umgesetzt würden:

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Die erste Bushaltestelle in Stapelfeld. Da möchte man die Haltebucht wegnehmen und die Straße ein wenig verschwenken. Der Bus soll dann in der Mitte der Straße halten, was den folgenden Verkehr zwingen soll, hinter dem Bus zu halten und zu warten.

Stapelfeld-Verkehrsproblem1

Dadurch, daß es eine Verkehrsinsel geben soll, möchte man ein Überholen des Busses verhindern.

Dieses gilt allerdings NUR für die Richtung Stapelfeld, nicht aber für die Richtung Rahlstedt!

Da soll, so wie die Planungen es vorsehen, alles beim Alten bleiben.

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Und da fällt dem unbedarften Betrachter umgehend auf, daß man offensichtlich NUR den Verkehr nach außerhalb, also Richtung Autobahn, berücksichtigt hat und berücksichtigen will.

Diese Denkweise erschließt sich Einem nur sehr bedingt, denn es gibt ja nicht nur abends einen zusätzlichen Verkehr durch Arbeitskräfte und Abtransporte, sondern natürlich auch MORGENS, wenn die Menschen zur Arbeit fahren und Waren angeliefert werden müssen!

Die angeblich so professionellen Planer von NORD-Consult scheinen nicht daran gedacht zu haben (mit Absicht?), daß nahezu das gleiche Verkehrsproblem eben nicht nur abends, sondern auch morgens auftauchen wird!

Beim Verkehrsproblem Nummer 2 sehen wir das ebenfalls, wobei es in diesem Fall noch zu erheblich größeren Problemen kommen wird, als im Fall Nummer 1.

Stapelfeld-Verkehrsproblem2

Wir befinden uns an der Einmündung der Reinbeker Straße in die Hauptstraße (K 107).

Rechts sehen wir die geplante neue Bushaltestelle, bei der der Bus ebenfalls auf der Straßenmitte stehen bleiben und eine Verkehrsinsel das Überholen verhindern soll.

Da diese Haltestelle die wichtigste in Stapelfeld ist, kann man jetzt schon voraussehen, daß es hinter den Bussen zu erheblichen Staus kommen wird, die es bisher nicht gab.

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Nach rechts geht die Reinbeker Straße ab. Die Fahrtrichtung ist zur Autobahn.

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Auch hier soll die Bushaltebucht abgeschafft werden.

Zu den Problemen von zusätzlichen Staus (wobei auch hier intelligenterweise oder gar absichtlich die Gegenrichtung nicht berücksichtigt wird!?) kommt allerdings ein gravierendes SICHERHEITSPROBLEM hinzu, denn wenn dort ein Gelenkbus hält, können Autofahrer, die aus der Reinker Straße kommend Richtung Hamburg nach links abbiegen wollen, NICHTS sehen.

Das Problem wird auf dem folgenden Foto deutlich, wenn man sich vorstellt, daß genau in Blickrichtung mitten auf der Straße ein Gelenkbus steht!

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Da der Fahrer nichts mehr sehen kann, muß auch er solange warten (hoffentlich!), bis der Bus wieder abgefahren ist, was ebenfalls zu zusätzlichen Staus führen wird, da der Verkehr auf der Reinbeker Straße schon unter Normbedingungen erheblich ist. Vor allem natürlich morgens!

Und dann haben wir da noch das Verkehrsproblem Nummer 3: Die Einmündung des Groot Redders in die K 107!

Dieses war und ist ein Unfallschwerpunkt in Stapelfeld. Zu schnell fahrende Wagen, die aus Braak kommen oder Siek, können die Kurve nicht gut übersehen.

Auch die Fahrzeuge, die von der Autobahn kommend den Groot Redder genutzt haben, können diese Kurve nur schlecht einsehen.

Deshalb kommt es immer wieder, durchaus auch mit Toten, zu schweren Unfällen.

http://www.ln-online.de/Lokales/Fotostrecken-Lokales/Fotostrecken-Stormarn/Zwei-Schwerverletzte-nach-Autounfall-bei-Stapelfeld-weitere-Bilder#p1

Da ja offenbar der Investor Jebens, der die Gewerbegebiete bauen will in trauter Zusammenarbeit mit der WAS, versprochen hat, auch hier die Umbauten zu bezahlen, genauso wie die bei Nummer 1 und 2, möchte man das Problem entschärfen. Eine Ampelanlage würde wohl zu teuer werden und vor allem nachts auch für unnötige Staus sorgen, also baut man was? EINE VERKEHRSINSEL! Wow!

Stapelfeld-Verkehrsproblem3

Man scheint inständig zu hoffen, daß die Fahrer dadurch zu einem langsamen und aufmerksamen Kutschieren veranlaßt werden. Eine Hoffnung, die schnell verschwinden wird, wenn man mich fragt.

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Und dann haben wir da noch ein Problem dieser Planungen, das zwar nicht direkt zu Stapelfeld gehört, aber zu dem Bauplan 16 und dem 30. Flächennutzungsänderungsplan. Hauptsächlich allerdings zum B-Plan Rahlstedt 131.

Das ist die Einmündung der neuen Planstraße A in die L 222 fast genau gegenüber des alten Rahlstedter Schlößchens, das heute ein kleines Hotel ist.

Außerdem gibt es da noch ein paar Privathäuser, die die gesamte Verkehrsbelastung spüren werden.

Die LÖSUNG der Planer ist eine 4 m hohe Schallschutzwand!

WOW! Da fragt man sich, ob man sich darüber Gedanken gemacht hat, wie es sich als Bewohner direkt hinter einer derartigen Wand leben läßt? Irgendwie kommt da sicherlich das Berliner-Mauer-Gefühl auf!

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Und von rechts von Braak kommend sieht das dann so aus:

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Genau an dieser Stelle wird die Planstraße A, wie sie in den Plänen genannt wird und auf der Karte ganz oben zu sehen ist, auf die Alte Landtraße treffen, genau gegenüber einiger Privathäuser und etwa 50 m vom Schlößchen entfernt.

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Rechts beginnen die Häuser. Man stelle sich mal da eine 4 m hohe Wand vor! Herrlich!

Die Bewohner hatten zwar schon auf der ÖPD 2016 eine Verlegung der Planstraße gefordert, aber dieses wurde nicht berücksichtig, da man diesen Pfad unbedingt noch auf Hamburger Gebiet haben will!

Aus dem Protokoll dieser Veranstaltung:

Ein Vertreter der nördlichen Anlieger an der Alten Landstraße (L222) hebt die Qualität des bestehenden Merkur Parks hervor. Er sei nicht grundsätzlich gegen die gewerbliche Entwicklung gäbe jedoch zu bedenken, dass die Anbindung des neuen Gewerbegebietes genau gegenüber der Grundstückszufahrten der Wohngebäude an der L 222 liegen würde und hier, gerade bei einem mehrstreifigen Ausbau des Knotens, eine verträgliche Lösung für die Licht- und Lärmimmissionen gefunden werden müsse. Zudem weist er darauf hin, dass die 16. BImSchV für die Immissionen des Verkehrs sowie die TA-Lärm für den Gewerbelärm zu beachten seien. Durch die Lage der Erschließung und die damit verbundene Lücke in der geplanten Gewerbebebauung gegenüber der Wohnnutzungen an der L 222 werde sich die Lärmsituation für die bestehenden Wohngebäude verschlechtern. Er regt an, die Erschließung ca. 150 m weiter östlich im Bereich der Gemeinde Stapelfeld zu realisieren.

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Herr Schwormstede teilt mit, dass die Anregungen für das weitere Verfahren und bei der Detaillierung der Planung des Knotenpunkts an der L 222 geprüft würden. Er bestätigt zudem, dass im Rahmen der Konkretisierung der Erschließungsplanung die Erschließung der gegenüberliegenden Wohngebäude gesichert werden müsse. Die 16. BimschV und die TA-Lärm seien bekannt und würden beachtet.

Tja, was soll man dazu noch feststellen?

Die Sorgen der Bürger oder gar eine wirkliche Beteiligung eben dieser ist weiter entfernt als der Mond! Das wird nur als Feigenblatt verwendet, genau wie die geforderten Stellungnahmen der Naturschutzverbände: Man möchte das aber berücksichtigt NICHTS!

Eines allerdings steht für mich fest: Wenn es um Planungen und sogenannte Gutachten geht, haben wir es weitgehendst mit Gefälligkeitsgutachten zu tun, die von DILETTANTEN erstellt werden, die immer das Ergebnis bringen, das vom Investor gefordert und gewünscht ist!

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Rahlstedt droht der Verkehrsinfarkt !

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Dank einer Kleinen Anfrage des CDU-Abgeordneten Karl-Heinz Warnholz wissen wir jetzt, daß es dem Senat (noch unter Olaf Scholz) schnurzegal ist, ob wir, die Bürger von Rahlstedt, in einem Verkehrskollaps ersticken!

Und das Alles mit kräftiger Unterstützung der Hamburger und schleswig-holsteiner GRÜNEN!

https://kleineanfragen.de/hamburg/21/12235-bebauungsplaene-in-rahlstedt-grosslohe-mit-festgelegten-ausgleichsmassnahmen-durch-entsprechende-gutachten-und

Ein Artikel im Hamburger Abendblatt faßt das ordentlich zusammen:

Hamburg

Droht Rahlstedt durch Gewerbegebiet Verkehrsinfarkt?

Prognose: Projekt mit Schleswig-Holstein führt zu fast 5000 zusätzlichen Fahrten pro Tag im Osten des Stadtteils.

Hamburg. In Rahlstedt, Hamburgs bevölkerungsreichstem Stadtteil, droht bald eine dramatisch hohe Verkehrsbelastung. Im Osten des Stadtteils mit seinen rund 90.000 Einwohnern plant die Stadt gemeinsam mit Schleswig-Holstein ein Gewerbegebiet auf einer bislang überwiegend landwirtschaftlich genutzten Fläche.

Wenn die Pläne realisiert werden, wächst in dieser Region das tägliche Verkehrsaufkommen erheblich. Wie es in einer Antwort des Senats auf eine Schriftliche Kleine Anfrage des Rahlstedter CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Karl-Heinz Warnholz heißt, werden für die Stapelfelder Straße täglich zusätzliche 2500 Fahrten von der Landesgrenze bis zur Einmündung Großlohering und 2250 zusätzliche Fahrten von der Einmündung Großlohering bis zur Rahlstedter Straße angenommen.

Kein weiteres Verkehrsgutachten

Der Senat hält ein weiteres Verkehrsgutachten für die weiterführenden Straßen (u.a. Meiendorfer Straße, Alter Zollweg, Rahlstedter Bahnhofstraße, Scharbeutzer Straße) für nicht notwendig. Die Bereiche seien „nicht oder nur unwesentlich betroffen“.

Bürgerschaftsabgeordneter Karl-Heinz Warnholz kritisiert: „Die zusätzlichen verkehrlichen Belastungen der Gewerbegebiete durch Rahlstedt werden vom Senat nicht richtig eingeschätzt und bedürfen weiterer Untersuchungen.“ Das gemeinsam mit den Bürgern entwickelte Leitbild „Große Heide“ spiele für das Bebauungsplanvorhaben Rahlstedt 131 keine Rolle mehr. Hier hätten der Senat und das Bezirksamt Wandsbek verschiedene Ansichten, die geklärt werden müssten, so Warnholz.

Durch den Bebauungsplan mit der Bezeichnung Rahlstedt 131 sollen auf bislang überwiegend landwirtschaftlich genutzten Flächen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für neue Gewerbeflächen südlich und nordöstlich der Stapelfelder Straße geschaffen werden. Das Plangebiet ist Teil einer interkommunalen Gewerbegebietsentwicklung von Hamburg-Wandsbek und der Gemeinde Stapelfeld. Nach Senatsangaben soll durch das Projekt im „Grenzbereich“ zwischen dem Bezirk Wandsbek und der Gemeinde Stapelfeld im Kreis Stormarn eine gewerbliche Entwicklung ermöglicht werden.

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Richtig nett werden die LÜGEN, wenn in den Antworten des Senates behauptet wird, es gäbe keine Haselmäuse in dem Planungsgebiet:

Erfassung der Haselmaus (kein aktuelles Vorkommen ermittelt)

Dabei werden eben diese kleinen Tiere als dort lebend ausgerechnet in den vom Planungsbegünstigten Jebens finanzierten ‚Gutachten‘ ausdrücklich erwähnt.

Und Frau Jacob, die Planerin der ‚Großen Heide‘ hat sich sogar in Großlohe öffentlich beschwert, daß dort UNPROFESSIONELLE Menschen das Leben der dortigen Haselmäuse stören würden!

Wieviel müssen eigentlich unsere Senatoren und Scholz noch LÜGEN, um das von ihnen gewünschte Gewerbegebiet endlich durchdrücken zu können?

Und auch in Sachen Verkehr haben die uns bisher derart gnadenlos belogen, daß die berüchtigten Balken sich bogen.

Daß hier in der Kleinen Anfrage nun plötzlich die Zahlen der tatsächlichen Steigerung des Verkehrsaufkommens drastisch erhöht werden, zeigt den Umfang der LÜGEN, die man uns und den Stapelfeldern bisher aufgetischt hat!

7. Welche Grundlagen haben zur Einschätzung der zusätzlichen Fahrzeuge
in der Wohnstraße Wiesenredder (250) und der Hauptstraße Stapelfelder
Straße (180) geführt?
Die Angaben erfolgten auf der Grundlage einer Verkehrszählung und gutachterlichen Prognose. Für die Stapelfelder Straße werden gutachterlich nicht 180, sondern zusätzliche 2.500 Fahrten täglich von der Landesgrenze bis zur Einmündung Großlohering und 2.250 zusätzliche Fahrten von der Einmündung Großlohering bis zur Rahlstedter Straße angenommen.

Dazu kommen dann noch etwa 4 mal soviele LKWs für die neue Klärschlammverbrennungsanlage!

Wer, bitte, soll eigentlich all diesen professionellen Lügnern noch Glauben?

 

 

 

Das Gefälligkeits-Verkehrsgutachten unterschlägt die Lärmbelastung!

Screenshot (1751)

Auf dieser Karte, die leider nur den Hamburger Teil abbildet, sehen wir den Lärmpegel, wie er 2012 gemessen wurde.

Oben am Ring 3 und dem Nordrand des Merkurparks hatten wir schon DAMALS unerträgliche Lärmbelastungen! Die haben wir natürlich heute immer noch, oder gar schlimmer!

Und auch südlich des Merkurparks sieht es keineswegs viel besser aus.

Screenshot (1752)

Dieses ist größtenteils dem Ladeverkehr des Merkurparks zuzuschreiben! Immerhin haben wir mindestens 3 GROSSE Transportunternehmen (Logistik darf man solche wohl nicht nennen), wie zum Beispiel MEYLE oder DHL!

Und JEDES GEWERBE, also auch die neuen Betriebe im Victoria- und Minerva-Park MÜSSEN ja irgendwie beliefert und die Produkte abgefahren werden!

Für Schleswig-Holstein gibt es leider auch nur Zahlen von 2012, aber das dürfte in den darauf folgenden Jahren wohl kaum besser geworden sein. Und die Stapelfelder klagen ja schon seit vielen Jahren wegen des Lärms durch die Autobahn, den man durchaus auch noch bei mir im Bachstückenring in Großlohe hören kann!

Auf der SH-Seite zur Lärmbelästigung gibt es keine Meßwerte für die Stapelfelder Straße, aber der Lärm wird kaum an der Hamburger Grenze schlagartig gegen Null gehen.

Aber die Lärmbelästigung auf der Alten Landstraße (L 222) erreicht über 24 Stunden locker die absolute Schmerzgrenze!

Screenshot (1753)

Screenshot (1754)

Wir sehen, daß das Niveau durchaus neben der Straße selber über 80 DB liegt!

Hier ein eigenes Foto, das uns die Situation stadtauswärts gegen 18.00 Uhr dort zeigt!

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Diese Zahlen zeigen den Querschnitt über 24 Stunden, was bedeutet, daß zu Zeiten des Hauptverkehrs der Pegel noch erheblich höher liegen wird!

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Auf der Karte des Hamburg-Bereichs sehen wir zum Beispiel, daß die relativ neuen Reihenhäuser an der Stapelfelder Straße auf der Höhe Großlohering-Busstation jetzt schon einem großen Lärmpegel ausgesetzt sind!

Wenn da noch ein erheblicher LKW-Verkehr hinzukommt, der eigentlich heute schon vorhanden ist, dann dürfte ein Wohnen in den Häusern an der Straßenseite unerträglich werden. Von gemütlich auf der Terrasse sitzen könnte kaum noch die Rede sein. Ist heute schon schwierig!

Tut sich die Frage auf: WARUM wurden bei diesem sogenannten Gutachten KEINE LÄRMMESSUNGEN bzw. PROGNOSEN erstellt?

Zweifelhaftes (Verkehrs)Gutachten, Gefälligkeitsgaben und Korruption!

DUNKLE WOLKEN ÜBER STAPELFELD!

Wenn dieses ’neue‘ Verkehrsgutachten durchkommt, dann können sich die Stapelfelder schon gratulieren, denn die werden selbstverständlich massenweise zusätzlichen Verkehr bekommen, darunter durchaus auch Schwerlastverkehr!

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Hier die beiden Gewerbegebiete, die uns innerhalb der nächsten Jahre beglücken sollen, wenn es nach dem Investor Jebens und dessen Kumpels vom Hamburger Senat, allen voran King Olaf, geht!

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Nun ist es da, das ’neue‘ alte Verkehrsgutachten, das schon auf den Schwesterseiten für Kommentare gesorgt hat.

Da es sich bei diesem ‚Gutachten‘ um den typischen Fall eines GEFÄLLIGKEITSGUTACHTENs handelt, das auch noch von unserem Bezirksamt genutzt wird, obwohl es durch den Vorteilsnehmer der Planungen finanziert wurde, ist es schon EIN SKANDAL AN SICH!

Vom ‚Inhalt‘ ganz zu schweigen, der zwar angeblich von einem professionellen Ingenieurbüro erstellt wurde, aber einen geradezu umwerfend laienhaften Gesamteindruck bietet! Nicht nur, daß Herr Wolfgang Bielke vom Ingenieurbüro BKP, die mit der WFW Nord Consult zusammenarbeitet und, wie es den Anschein hat, ebenfalls mit der Firma ARGUS Hamburg, von der wohl viele der Zahlen übernommen wurden, zusammengearbeitet hat. ARGUS wurde in unseren Kreisen dadurch berüchtigt, daß sie die Zahlen und ‚Lösungsvorschläge‘ für das Kapitel ‚Verkehr‘ im sogenannten Gutachten vom Dezember 2015 lieferte, das bis heute vom Bezirksamt Wandsbek als Grundlage für die B-Pläne Rahlstedt 131 / Stapelfeld 16 genutzt wird.

Diese Firmen haben in einer auszugsweisen Vorstellung dieses Gutachtens in Stapelfeld im Januar 2017 die neuen Gewerbeflächen als ‚göttlich‘ vorgestellt, was deren Neutralität ad absurdum führt!

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Da wir ja bestätigt bekommen haben, daß sich das Bezirksamt Wandsbek das ’neue‘ jetzt vorliegende Gutachten vom Nutznießer der Planungen Jebens hat bezahlen lassen, um ‚Steuergelder zu sparen‘, tut sich die Frage auf, ob auch das alte ‚Gutachten‘ schon von ihm bezahlt wurde!

Frage: Was hat eigentlich so ein Verkehrsgutachten gekostet? Das dürfte schon ein ordentlicher Batzen von einigen zehntausend Euro sein, wenn nicht gar noch mehr.

Einiges spricht für eine ‚gemeinsam finanzierte‘ Zusammenarbeit. Das ergab schon die Tatsache, daß das Bezirksamt in Sachen ‚Große Heide‘ mit dem Landschaftsplanungsbüro Jacob und deren Wurmfortsatz TOLLERORT eng zusammenarbeitet, die ja auch gleichzeitig (oder NUR?) auf der Gehaltsliste Jebens steht! Möchte man hier auch Steuergelder sparen?

Herr Klein vom Bezirksamt damals auf meine Frage hin war der Überzeugung, daß Frau Jacob 100%ig vertrauenswürdig sei und man gerne mit ihr zusammenarbeiten würde! Versteht sich!

Zunächst einmal die Links, worunter ich mich schon mit Korruption im Amt oder den seltsamen Kooperationen des Amtes mit Firmen von Jebens beschäftigt habe. Da ist interessant, daß Korruption in Ämtern besonders stark ist, wenn es sich um BAUPLANUNGEN handelt!

KORRUPTIONSARTIKEL im BLOG:

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/04/19/eklatante-luege-des-bezirksamtes-wandsbek/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/04/19/das-bezirksamt-wandsbek-gibt-korruption-zu/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2016/12/17/korruption-im-oeffentlichen-dienst/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2016/12/14/unlautere-interessensverquickungen-oder-doch-schon-korruption/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/04/12/die-luegen-der-politiker-ueber-unabhaengige-verkehrsgutachten/

Nun aber zurück zum sogenannten ‚Gutachten‘.

Falls Jemand Interesse hat, so habe ich eine komplette TONAUFZEICHNUNG (kein Bild) der Vorstellung des Gutachtens. Dazu auch die Fragen und Antworten der anwesenden Politiker und des Gutachters selber. Vor allem gegen Ende wird es wirklich peinlich.

Diese Aufzeichnung gebe ich aber nur an wirklich Interessierte ab, zumal die Datei ziemlich groß ist. Aber wir sind dadurch in der glücklichen Lage, WÖRTLICH zitieren zu können, sollte dieses notwendig sein! Die Dauer der Aufzeichnung beträgt etwa 1h 20 m!

Besonders aufschlußreich ist DAS, was man NICHT hört, nämlich Protestrufe zum Beispiel der GRÜNEN in Person des guten Herrn Schweim, denn hier ging es einige Male auch gegen die Lieblinge der GRÜNEN, die Radfahrer oder Fußgänger! Auch und vor allem bei dem Thema SUPERKREISEL vor der Auffahrt zur BAB A 1, wo gerade diese beiden Arten der Verkehrsteilnehmer der STÖRFAKTOR sind! Aber dazu komme ich noch später.

Zu den Firmen, die hier mal wieder arbeiten durften, brauche ich nichts mehr zu schreiben, da ich das schon im Beitrag über ’neutrale Verkehrsgutachten‘ getan haben. Der Link steht oben in der Liste.

Wir dürfen aber feststellen, daß der Ersteller Herr Bielke keinen guten Tag bei der Vorstellung seiner ‚Arbeit‘ hatte. Rethorisch schlecht (viele Ähhhs!) und stotternd, wenn man ihm Ungenauigkeiten oder gar fehlende Daten vorwarf. Immerhin mußte der Versammlungsleiter Rieken (SPD) ihn mehrfach fragen, ob er JETZT in der Lage sei, zu antworten? Meist war er das nicht, und wenn er etwas sagte, stotterte er.

Das gesamte ‚Gutachten‘ kann sich jeder Interessierte hier runterladen!

https://sitzungsdienst-wandsbek.hamburg.de/bi/___tmp/tmp/45081036189123059/189123059/01207384/84-Anlagen/01/VTU_Bericht_170314.pdf

Und die Anlagen dazu.

https://sitzungsdienst-wandsbek.hamburg.de/bi/___tmp/tmp/45081036189123059/189123059/01207384/84-Anlagen/02/VTU_Bericht-170314-Anlagen.pdf

Zunächst noch einmal der OFFIZIELLE TEXT (Drucksache 20-4219) zur Sitzung:

Screenshot (1456)

Wir werfen einen kurzen Blick auf die Straßenzüge, die grundsätzlich den zu erwartenden steigenden Verkehr aufnehmen müssen:

Karte-Verkehrssituation

Für den Hauptverkehr werden die Straßen ‚Stapelfelder Straße‘, ‚Alte Landstraße‘ und Höltigbaum (Ring 3) die Hauptlast tragen müssen. Dazu die geplante Stichstraße, die von der Stapelfelder Straße zur L 222 gebaut werden soll.

Geworben wird vom Investor in trauter Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Wandsbek (eigentlich dem Senat) zwar vor allem mit dem nahen AUTOBAHNANSCHLUSS zur A 1, aber es ist unbestritten, daß sich das Gros des Verkehrs von und in Richtung das Zentrums Rahlstedt und von und nach Sasel / Berne bewegen wird. Die Schätzungen gehen bis zu 70% und mehr, da wohl die meisten der Arbeitnehmer in den neuen Gewerbegebieten in Hamburg selber wohnen werden, was sie ja eigentlich auch sollen, denn man plädiert doch dauernd für ORTSNAHE ARBEITSPLÄTZE (schon im B-Plan Rahlstedt 105 für den Merkurpark wurde dieses explizit erwähnt. Siehe dazu hier den Artikel über die Lüge der Arbeitsplätze). Das heißt, daß die Kreuzung Rahlstedter Straße, Sieker Landstraße und Stapelfelder Straße dürfte eine der hauptbelasteten werden. Dazu dann der Teil, der von dort in Richtung Rahlstedt führt, der nur zwei-spurig ist und heute schon selbst zu normalen Verkehrszeiten erheblich belastet ist.

Weiterhin wären es die Kreuzung Sieker Landstraße / Höltigbaum und die Belastungen der Straßen Alte Landstraße und die Durchfahrt durch Stapelfeld von und in Richtung Autobahn.

Auf dieser Karte sehen wir die Plätze, an denen der Gutachter gezählt haben will:

Screenshot (1465)

Dabei wurden zwei Orte (wissentlich?) VERGESSEN:

Die Kreuzung Bargteheider Straße / Meiendorfer Straße und dem Höltigbaum (Ring 3) und die derzeit sehr viel genutzten Schleichwege vor allem durch den kleinen Wiesenredder! Beides wichtige Punkte, was selbst bei SPD und GRÜNEN zu Kritik führte. Traute Buck hatte da mit ihrer Wortmeldung zum Problem Wiesenredder einen neuralgischen Punkt angesprochen und AUFGEDECKT, denn dieses Manko war ganz offensichtlich auch den schlauen Mitgliedern des Ausschusses nicht aufgefallen. Schleichwege sind zwar bei nahezu allen Autofahrern populär, gehören aber offensichtlich nicht in das Repertoire eines ‚professionellen‘ Verkehrsgutachters!

Die Abgeordneten waren viel zu glücklich über die Zahlen, die andeuteten, es gäbe gar keine nennenswerte Steigerung des Verkehrs durch die beiden neuen Gewerbegebiete, und das bißchen könne man leicht mit Ampelschaltungen oder ein paar baulichen Maßnahmen in den Griff bekommen.

Nett ist, daß man offenbar gar nicht erst intensiv neu gezählt hat, sondern schlicht und billig die Zahlen der Firma ARGUS übernommen hat, die diese in dem Gutachten vom Dezember 2015 veröffentlicht hat! Allerdings sollte das Niemanden überraschen, denn so bekommt man zwar ein ’neues‘ Gutachten, das aber NUR das bestätigt, was schon vorher feststand! Auf welchen Zahlen ARGUS basiert, blieb ein Geheimnis.

Der Bericht ist aus verkehrsplanerischer und verkehrstechnischer Sicht fortzuschreiben.
Die aktuellen Flächengrößen der geplanten Gewerbeflächen sowie weitere gewonnene Zähldaten auf dem Gebiet der Gemeinde Stapelfeld sind als Berechnungsgrundlage zu berücksichtigen. Die Ansätze der Aufteilung der Verkehrsströme aus den geplanten Gewerbegebieten gemäß dem gutachterlichen Bericht (Stand Dezember 2015) wurden seitens der Planungsbeteiligten bestätigt und werden für die weiteren Betrachtungen beibehalten.

Offensichtlich hat Herr Bielke kaum oder gar keine eigenen Zählungen durchgeführt, sondern nur Zahlen genutzt, die schon vor 2015 (für das damalige Gutachten) erstellt wurden. Screenshot (1467)

Screenshot (1466)

Diese Bilder stammen aus dem ‚Gutachten‘ von 2015, erstellt von ARGUS Hamburg, deren Quellen auch nicht wirklich gut nachvollziehbar sind, wie ich das sehe.

Man erzählte uns, man habe die Zahlen in der Regel geschätzt nach dem Bosserhoff-Verfahren, das uns Allen natürlich völlig unbekannt ist, wohl auch den anwesenden Politikern und Beamten, wenn man mich fragt. Was wissen DIE eigentlich überhaupt?

Zwecks Weiterbildung hier Links zu den Seiten des guten Herrn Bosserhoff:

http://www.dietmar-bosserhoff.de/Verkehrserzeugung.html

http://www.dietmar-bosserhoff.de/download/Tagung_Niederlande_Bosserhoff.pdf

So kommt man dann (Kapitel 2.3.2) zu der Erkenntnis, daß der Verkehr sich wohl maximal um etwa 10% erhöhen wird, und das immerhin bis in die Jahre 2025 / 2030. Dabei wurde allerdings die mittelfristige Wirtschaftsplanung bis 2030 für die Metropolregion Hamburg und der Entwicklung entlang der A 1 bis Fehmarn nicht berücksichtigt!

Nett sind die charkterisierten Verkehrsqualitäten bestimmter Kreuzungen, zum Beispiel der vom Höltigbaum (Ring 3) und der Sieker Landstraße (L 222) im Kapitel 2.3.5.1.

Wir gehen die vorgestellten Knotenpunkte durch:

Zuerst die Kreuzung Rahlstedter Straße / Stapelfelder Straße und Sieker Landstraße.

Diese kommt durchweg nahezu hervorragend bei weg. Nichts, was die derzeitig vorhandene Ampelanlage nicht bewältigen könnte, zumal diese ja mit einer ausreichenden Marge versehen wäre. Hier wäre eine bauliche Änderung kaum vonnöten. Da kann Alles so bleiben, wie es ist.

Das soll man bloß nicht denen erzählen, die da manchmal von Edeka bis über diese Kreuzung lockere 10 Minuten und mehr stehen. Und danach folgt sowieso der Horror pur, und das oft zu eigentlich normalen Tageszeiten. Vor allem, wenn dann noch vor dem Fahrradladen ein LKW zum Entladen steht, was nicht selten vorkommt!

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Hier jetzt Fotos der besagten Kreuzung des Ring 3 (geradeaus würde die alte geplante Trasse weiterlaufen) auf die Sieker Landstraße nach rechts in Richtung Rahlstedt und nach links in Richtung Autobahn und Merkurpark.

Das rechte Foto ist aus Richtung Rahlstedt.

Zum Zeitpunkt dieser Fotos war es relativ ruhig, aber in Spitzenzeiten benötigt man schon reichlich Zeit, um über diese Einmündung zu kommen. Auch sind bauliche Veränderungen nicht nötig.

Leider habe ich im Moment kein Foto der Kreuzung Meiendorfer Straße / Höltigbaum, denn da herrscht heute schon ein gigantisches Verkehrsproblem mit oft sehr langen Wartezeiten! Erst recht in Richtung Berne / Sasel, denn in die Richtung läßt sich die Straße keinesfalls erweitern.

Etwas schlechter kommt dann ein paar hundert Meter weiter die Einfahrt zum Merkurpark weg. Wobei man ja auch noch die zum Gewerbegebiet Neuer Höltigbaum überqueren muß. Auf dem Bild fahren wir in Richtung Rahlstedt, wobei dann der MP natürlich links liegt.

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Kurz danach in Richtung Autobahn würde dann die neue Einmündung der Planstraße A auf die L 222 kommen, die mit dem gleichen Standard erstellt wurde, wie die hier am Merkurpark, also offenbar mit keinen wirklich guten Ergebnissen.

Screenshot (1421)

Hier sehen wir genau diesen Bereich im derzeitigen Zustand, unmittelbar vor dem Grundstück des Gutshauses (heute Hotel): Etwa 50 m in die Blickrichtung würde eine Ampelanlage kommen, die den Verkehr von den Gewerbegebieten regeln soll!

Das untere Bild zeigt die Straße unmittelbar vor dem Gutshof, dessen Einfahrt bei der Mauer links wäre. Die neue Einmündung wäre dort, wo das letzte Fahrzeug zu sehen ist.

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Natürlich muß die Einfahrt selber neu gebaut werden, aber es genügen nach der Lichtanlage etwa 70 m vierspurige Straße zum Einfädeln, um das Stauproblem zu beseitigen! DANACH kann die Alte Landstraße (L 222) weiterhin zwei-spurig bleiben, bis hin zur Autobahn!

Hier ein kleiner Blick auf diesen Teil zu einer ganz normalen Tageszeit (früher Nachmittag zum Zeitpunkt der Aufnahmen). Der Blick geht in Richtung Rahlstedt. Der Verkehr in Richtung BAB.

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Richtig niedlich wird es jetzt, wenn wir uns die Kreuzung L 222 / Groot Redder (Abzweigung Richtung Stapelfeld) betrachten. Auf dem Bild, kommend von der Autobahn, nach links abbiegend. Nach rechts geht es zur berüchtigten MVA Stapelfeld.

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Hier kann man in der Realtität schon mal aus Richtung Rahlstedt kommend (Blickrichtung geradeaus) eine Weile stehen, bevor man über die Kreuzung gekommen ist.

Einer der entscheidenden Punkte des Gutachtens ist dann der Punkt Auffahrt zur BAB!

Links vom Groot Redder kommend, recht von Siek.

Hier attestiert man immerhin genau das, was die WAS schon seit Langem beklagt: Die Auslastung ist GRENZWERTIG! WOW!

Und JETZT kommt der HÖHEPUNKT des ‚Gutachtens‘: ZWEI SUPERKREISEL!

Im Gegensatz zum WAS, der immer wieder, wenn auch unerhörtdurch KIEL, den vier-spurigen Ausbau der L 222 fordert, behauptet unser Gutachter, daß es dieses gar nicht bedarf. Ebenso keines flächenfressenden Kleeblattes für die BAB-Auffahrt. Zwei SUPERKREISEL genügen. OHNE Lichtanlage! Und das erzählt uns einer, der nach eigenen Angaben früher in Lichtzeichenanlagen gearbeitet hat!

Der erste dieser Turbo-Kreisverkehrsplätze soll am Groot Redder gebaut werden, der zweite dann an der Autobahn selber. Das EINZIG störende daran sei, daß man ja für die wenigen Radfahrer und Fußgänger eine Lichtzeichenanlage würde bauen müssen (warum leitet man die denn nicht durch einen Tunnel?). Man stelle sich mal das Chaos vor, wenn Omchen mit Gehwagen zur Hauptverkehrszeit die Ampel anwerfen würde!?

Was mich persönlich auch immer etwas erstaunt ist die Tatsache, daß es mal Zeiten gab, wo Kreisverkehre verteufelt und umgehend  abgebaut wurden. Stattdessen profitierten Männer wie Bielke von diesem Trend. Jetzt, wo die out sind und Kreisverkehre wieder in, hat er offensichtlich schnell die Seite gewechselt!?

Zu diesen Superkreiseln kann man hier weiterlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Magic_Roundabout_(Swindon)

http://www.abendblatt.de/region/norderstedt/article121419966/Der-neue-Superkreisel-hat-einen-Durchmesser-von-45-Metern.html

Tja, Freunde! DA staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich!

Und dann kommen wir noch kurz zum Problem STAPELFELD DORF!

Das Eingangsfoto soll den Einwohnern dort symbolisch zeigen, was ihnen blüht, denn wer glaubt, es würden sich die Autofahrer davon abhalten lassen, ihr Dorf zu durchqueren, wenn der Superstau auf der Alten Landstraße herrscht, dürfte sich eines Besseren belehren lassen müssen!

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Für die besorgten Bürger dort baut man einfach einen (kleinen) Kreisel und beschildert das Ganze in Richtung L 222. Dann gibt es noch eine kleine Straßenverschwenkung hier und eine Bushaltestelle in der Mitte der Straße, und FLUGS (It’s Magic!) ist dieses Problem gelöst!

WER, bitte, sollte dann schon noch versuchen, durch das Dorf zu fahren? Natürlich KEINER. Jedenfalls kein Profi, wie es Herr Bielke ist!

Screenshot (1373)

Und eben dieser Bielke ist nun auch der, der sich ÜBERHAUPT NICHT vorstellen kann, daß viele Autofahrer, zum Beispiel wenn die Rahlstedter Straße in Richtung Dorf verstopft ist, sich SCHLEICHWEGE suchen! Ne, gibt es ja gar nicht! SOOO doof können Autofahrer gar nicht sein!

Daß das heute schon ein großes Problem ist, hat Traute Buck bewegend dargestellt, was sogar die Herzen der SPD-Knaben da bewegt hat.

NEIN, Bielke konnte sich das gar nicht vorstellen, weshalb er diese Möglichkeiten in seinem ‚Gutachten‘ komplett vergessen hat! Auf diesen Fotos war gerade kein wirklicher Verkehr auf dem Wiesenredder, aber immerhin hat die Hamburger Polizei vor Kurzem eine eigene Verkehrszählung dort durchgeführt, weil ein wirklicher Bedarf dafür gegeben war! Leider liegen mir die Zahlen dieser Zählung derzeit noch nicht vor, aber die Anwohner können ganze Opernzyklen von ihren Lärmproblemen davon jodeln!

Apropos Verkehrslärm!

Diese Problem wurde in dem ‚Gutachten‘ NIRGENDS erwähnt, aber dazu hilft ein Blick in die offiziellen Kartenwerke unserer Stadt:

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Tja, da dürften sogar eine Steigerung von ’nur‘ 10% den Ausschlag geben, um unerträglich zu werden!

Aber auch DAFÜR hatte Herr Bielke eine probate Lösung: WEGZIEHEN oder den Lärm in Kauf nehmen!

ER wohne schließlich am Winterhuder Weg mit 60.000 Autos pro Tag und wohne da gerne. Und er sei da hingezogen, obwohl er wußte, auf was er sich da einließ!

DANKE, Herr Bielke für diesen tollen informativen Vortrag. Danke für die Arbeit, die Sie sich gemacht haben, um diesem B-Plan auf die schwachen Füßchen zu helfen!

Mein Dank geht auch an Herr Jebens, der diesen Mist finanziert hat, natürlich nicht ohne Hintergedanken, versteht sich!

Und DANKE an das Bezirksamt Wandsbek, die damit so prima Steuergelder gespart haben und uns dieses ‚Gutachten‘ als NEUTRAL und ERNSTZUNEHMEND verkaufen wollen!

WIR ALLE dürfen erkennen, daß wir uns in wirklich guten Händen befinden!

Die LÜGE von der LÖSUNG der VERKEHRSPROBLEME !

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Selbst die kühnsten Verfechter der neuen Gewerbeparks geben zu,  daß so ein Projekt, wenn es denn zu seiner Umsetzung kommt, ein höheres Verkehrsaufkommen nach sich ziehen wird. Klar.

Wir betrachten uns dazu kurz das sogenannte ‚Gutachten‘ vom Dezember 2015, in dem ja dieses Problem durchaus schon angesprochen wird.

http://geoportal-hamburg.de/beteiligung_grosseheide/sites/default/files/public/downloads/Gutachterlicher_Bericht_Gewerbeflaechenentwicklung_HH-Wandsbek_-_Kreis_Stormarn.pdf

Wir wollen uns NUR den Teil ansehen, der sich mit dem Verkehr beschäftigt. Dieser Teil wurde von der Hamburger Firma ARGUS erstellt.

Screenshot (1369)

Hier wird besonders naiv die Leistungsfähigkeit der Sieker Landstraße / Alte Landstraße / L 222 beurteilt. Denn im derzeitigen Zustand mit nur 2 Fahrspuren ist diese Straße heute schon zu mittleren Verkehrszeiten komplett überlastet.

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Auf diesem Foto sehen wir die Alte Landstraße gegen 18.00 Uhr abends in Höhe des Ring 3 und des Merkurparks. Von einer wie auch immer gearteten ‚Leistungsfähigkeit‘ kann wohl kaum jemand mit gutem Gewissen reden.

Dieses Gutachten (durchaus auch bei den anderen Themen) wurde als GEFÄLLIGKEITSGUTACHTEN im Auftrag der Stadt durchgeführt, das zur BERUHIGUNG der betroffenen Bevölkerung erstellt wurde und als Grundlage für den B-Plan ‚Rahlstedt 131‘ dient. Es wurde auf der ÖPD in Großlohe den staunenden Anwohnern vorgeführt.

Erst auf Grund der Bedenken der Bevölkerung hier in Großlohe ergriff die lokale CDU die Chance und forderte ein weiteres Gutachten, das derzeit auch erstellt wird.

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CDU-AntragVerkehrsgutachten2

Zwischendurch hatte wohl eine im Auftrag Herrn Jebens (Merkurpark / Victoria-Park) arbeitende Firma (NORD Consult) den Stapelfeldern die ‚göttlichen‘ Aussichten und die einfach Lösungen des Verkehrsproblems zu verklickern.

einfachgoettlichhttps://www.dropbox.com/s/wmg7zjn3l07gi9b/Stapelfeld230516PraesentationBA-Verkehr.pdf?dl=0

Diese kommen weitgehendst zu den gleichen verharmlosenden Ergebnissen, wie es die Firma ARGUS im Hamburger / Stormarner Gutachten tut, wenn auch hier hauptsächlich mit hübschen Bildchen.

Noch mal aus dem ‚Gutachten‘ vom Dezember 2015:

Screenshot (1366)

Aber inzwischen scheint auch den Stapelfelder Bürgern aufgegangen zu sein, daß sie da als Tanzbär herumgeführt werden und klar betrogen werden sollen! Ihr Problem ist da nicht das neue Gewerbegebiet, sondern das dadurch entstehende zusätzliche Verkehrsaufkommen, denn kaum jemand glaubt ernsthaft, daß Firmen keinerlei Verkehrsaufkommen produzieren werden, denn auch kleine High-Tech-Firmen und andere Edelproduzenten brauchen Anlieferung und Abtransport der Waren und die Arbeitnehmer nutzen auch in der Regel ihr eigenes Auto (Pendlerproblem).

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Und da die L 222 zu bestimmten Zeiten jetzt schon hoffnungslos überlastet ist, würde sich natürlich ein Großteil der Pendler und des LKW-Verkehrs durch das Dorf quetschen. Und deshalb fordert man zusätzlichen Straßenausbau.

Da der Ring 3 derzeit nicht gerne angesprochen wird, fordert man den 4-spurigen Ausbau der L 222, der aber offenbar in Kiel keine Freunde findet, die dafür Geld geben möchten.

Deshalb hatten sich die Stapelfelder kurzzeitig aus dem Beratungsteam zurückgezogen. Inzwischen sind sie aber wieder dabei, allerdings scheint die Finanzierung eines Straßenausbaus immer noch nicht gewährleistet zu sein, wie Zeitungsberichte und Beschwerden der WAS zeigen.

Stapelfeld230117SitzungVerkehrsbelastung

Auch der Ausbau der Auffahrt in Stapelfeld ist keinesfalls in trockenen Tüchern.

Ein Großteil des Verkehrs würde aber auch in Richtung Stadt laufen, da sicherlich viele der Arbeitnehmer schon in Hamburg wohnen. Dafür müßten sie durch den Ortskern Rahlstedt fahren. Auf einer Straße, die heute schon oft komplett überlastet ist und keinesfalls 4-spurig ausgebaut werden kann.

Spätestens ab dem Großlohering wäre der Verkehrskollaps perfekt.

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Das würde bedeuten, daß der ‚Schleichweg‘ durch den Wiesenredder, der auch jetzt schon unter großem Verkehrsdruck steht, noch höher frequentiert werden würde. Ein Zustand, der für die Anwohner heute schon untragbar ist.

Karte-Verkehrssituation

Hier ein Blick in den Wiesenredder zu einer relativ ruhigen Zeit, auf der Höhe des Schwimmbades rechts.

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Und auch die Lärmbelastung des zunehmenden Verkehrs wird in diesen Gutachten nicht berücksichtigt.

Das GEOPORTAL gibt uns eine gute Ansicht der Lärmbelastung durch Verkehr nur im Bereich Großlohe und Rahlstedt! Das würde ganz sicher nicht geringer werden, wenn die neuen Gewerbegebiete hinzukommen würden.

LaermkarteRahlstedt-Grosslohe191216

Derzeit gibt es eben ein neues Verkehrsgutachten, das genau wie das erste Gutachten für Stapelfeld auch von der Firma ‚Nord Consult‘ durchgeführt wird. Dieses ‚Gutachten‘ ist noch nicht fertig, aber schon im Januar 2017 wurde den Stapelfeldern eine Art ‚Vorwort‘ präsentiert, wahrscheinlich, um die Bürger dort zu beruhigen und ihnen zu zeigen, daß man etwas tun würde!

Bisher konnte ich leider nicht feststellen, ob diese Firma im Auftrag Jebens, der Stadt Hamburg und dem Bezirk Stormarn, oder allen zusammen arbeitet. Es dürfte wahrscheinlich sein, daß sie mal wieder für alle Beteiligten gleichzeitig arbeitet, wie wir das ja schon von dem Landschaftsplanungsbüro Jacob kennen, das ja auch bemerkenswerterweise für den Immobilienhändler Jebens, gleichzeitig aber auch für das Bezirksamt Wandsbek tätig ist.

Eines aber können wir, wie ich das sehe, heute schon feststellen: NEUTRAL und UNABHÄNGIG dürfte so ein Gutachten keinesfalls sein, sondern auch dieses wird wieder zu genau den Ergebnissen kommen, die durch Jebens, Hamburg und Stormarn vorgegeben wurden. Das schafft natürlich großes Vertrauen bei den betroffenen Bürgern in Großlohe!

Hier die Präsentation vom 10. Januar 2017 in Stapelfeld.

https://www.amtsiek.de/allris/___tmp/tmp/45081036623091333/623091333/00088210/10-Anlagen/01/6-VO241AnlageVerkehrsgutachten-Arbeitsstand.pdf

Es ist schon erstaunlich, daß man wohl (ich habe den Vortrag leider nich hören können, aber die Bildchen lassen diesen Schluß zu) tatsächlich zu dem Ergebnis gelangt, daß beide neuen Gewerbegebiete zu KEINERLEI ERHÖHUNG des Verkehrsaufkommens beitragen werden, oder daß diese leicht und mit wenig Aufwand lösbar sein werden. Eine kleine Verschwenkung hier, eine Bushaltestelle mitten auf der Straße da, sollen die Gummilösung des drohenden Problems bringen!

Screenshot (1373)

Es soll sich ja um PROFIS bei dieser Firma handeln, aber solche Vorstellungen und ‚Lösungen‘ sind ungefähr genauso dämlich, wie die Tatsache, daß uns der Architekt Herrn Jebens erzählte, daß der Victoria-Park ein WUNDERLAND werden würde (Originalausspruch dieses Mannes in Gegenwart Herrn Jebens)!

Die Naivität einer angeblich professionell arbeitenden Firma oder der Auftraggeber ist schon erstaunlich. Aber für GELD tut man eben Alles. Ich selber kann mir nicht vorstellen, daß diese ‚Fachleute‘ ihre Ergebnisse tatsächlich selber glauben!

Irgendwie scheint man in Politik und Verwaltung die Bürger für absolut dämlich zu halten! Danke! Aber Fehlschlüsse können tödlich sein!

Fazit:

Auf herkömmliche Weise wird es keine sinnvolle Lösung für den zu erwartenden Mehrverkehr zwischen den neuen Gewerbeparks, der Autobahn A 1 und Rahlstedt geben! Es gäbe eigentlich nur eine einzige Lösung, die aber bis heute heftig bestritten wird: DIE RÜCKKEHR DES RING 3!

Diese wird energisch von den Investoren, vor allem Krieger von Möbel Höffner, den Handelskammern und den Wirtschaftsföderungsgesellschaften gefordert, denn es gibt keine wirkliche Alternative.

Diese dürfte auch die wahrscheinliche Lösung sein, wenn auch auf einer etwas veränderten Trasse und unter einer anderen Bezeichnung!

Wenn man denn  dieses ‚Leuchtturmprojekt‘ durchsetzen möchte, wird es keine andere Lösung geben! Da können die Politiker und die Verwaltung noch so oft beteuern, daß dieses nicht geschehen würde.

Solche Versprechen haben diese schon massenweise inzwischen gebrochen! DESHALB wäre ein wie auch immer geartetes Vertrauen in die Versprechen dieser Herrschaften absolut TÖDLICH!

Dazu einmal diesen Artikel aus dem Blatt ‚Hamburger Wirtschaft‘ vom September 2008 lesen!

https://hamburger-wirtschaft.de/html/hw2008/artikel/12_infrastruktur/08_09_18_stadtverkehr.html

NACHTRAG:

Da es Hinweise gab, daß die Firma ARGUS, die ja schon das Verkehrskonzept des Gutachtens vom Dezember 2015 erstellt hatte, auch in das neue Gutachten involviert sei, habe ich dort mal nachgefragt.

Die Antwort des zuständigen Herrn wirkt nicht wirklich beruhigend, denn er bejat noch verneint meine Frage, sondern weist auf das Bezirksamt hin.

Eben diese habe ich gestern dazu befragt, konnte aber keine Antwort bekommen. Man tat so, als wisse man dieses nicht. Außerdem sei man nicht zuständig dafür in dem tagenden Gremium. Nun ja.

AW: Mögliche Beteiligung an dem neuen Verkehrsgutachten zwischen Rahlstedt und Stapelfeld
05.04.2017 um 13:14 Uhr

Von:  Markus Franke

Guten Tag Herr Napp,

leider kann ich Ihnen dazu keine Auskunft geben und empfehle Ihnen, sich mit derartigen Anfragen direkt an das Bezirksamt zu wenden oder auf der Internetseite des Bezirksamtes entsprechend zu recherchieren.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüße

i.V. Markus Franke

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ARGUS
Stadt- und Verkehrsplanung

Dipl.-Ing. Markus Franke

Fachbereichsleiter Verkehrskonzepte
 
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