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Brauchen wir eine Umweltverträglichkeitsprüfung im Fall Rahlstedt 131 ?

Screenshot (101)

In seinem Brief an mich vom 7. Mai 2018 schreibt Herr Weedermann-Korte, daß neben diversen anderen sogenannten Gutachten auch eine FFH-UVP-VORPRÜFUNG stattgefunden habe.

Nachdem mir Wolfgang den korrekten Link zum HAMBURGER UVP-Gesetz geschickt hatte, habe ich mir das mal betrachtet, und ein paar Punkte gefunden, die eigentlich meiner Meinung nach auf unser Problem zutreffen würden.

Darauf hin habe ich Herrn Weedermann-Korte, der im Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt sitzt folgende Mail geschrieben, hoffent, er wird mir möglichst bald antworten. Allerdings kam eine automatische Antwortmail zurück, daß er bis zum 20.6. nicht im Amt sei.

Nun ja. Dann wird er aber hoffentlich schreiben.

Hier erst einmal die Auszüge aus dem UVP-Gesetz:

UVP-UntersuchungspunkteRahlstedt131-1

UVP-UntersuchungspunkteRahlstedt131-2

Und nun meine Anfrage:

13.06.2018 um 14:59 Uhr
Moin, Herr Weedermann-Korte
Erst mal meinen Dank für Ihr Schreiben, was mich aber, was Sie nicht überraschen wird, nicht wirklich zufrieden stellt.
Zunächst einmal tun sich bei all den sogenannten Gutachten natürlich mindestens zwei Fragen auf:
– Wie können die Gutachter nachweisen, daß sie auch wirklich neutral sind? Es ist eine Sache der Gutachter, dieses glaubhaft nachzuweisen.
Immerhin darf man eine tatsächliche Neutralität in diesem Zusammenhang mit recht anzweifeln.
– Wer hat die wissenschaftliche Richtigkeit dieser sogenannten Gutachten überprüft? Laut Rechnungshof von 2016 gibt es in den Bezirksämtern gar nicht genug Fachleute, um so etwas tatsächlich zu überprüfen.
Und Sie alleine werden das wohl auch kaum bewerkstelligen können.
Weiterhin haben Sie geschrieben, es habe einen ‚grünordnerischen Fachbeitrag … und eine FFH-Verträglichkeitsvorprüfung‘ gegeben.
– Wer hat diese durchgeführt und wo kann ich diese einsehen? Am Besten gleich als Anlage anheften, wenn Sie mir antworten.
Sollte es tatsächlich nur eine Vor-Prüfung gegeben haben, muß die Frage gestellt werden, ob es auch noch zu einer richtigen UVP kommt. Wenn ja WANN und durch WEN würde diese erstellt werden?
Im Anhang finden Sie Gründe aus dem Hamburger Gesetz zu UVPs, die meiner Meinung nach auch auf Rahlstedt 131 zutreffen (farblich markiert).
Vor allem sind da mindestens 2 HOCHWERTIGE BIOTOPE ( 7 und 8) nördlich und südlich der Stapelfelder Straße, die zerstört würden. Eines neben dem heutigen Gartencenter und das andere genau dort, wo der Kreisel der Planstraße A hinkommen soll.
Dazu noch hunderte von Metern Knicks, die natürlich, ‚integriert‘ in den Gewerbe Park natürlich niemals ihre Funktion erfüllen können.
Und dann sind da mindestens 6000 Menschen direkt davon betroffen, wenn ihr Naherholungsgebiet vernichtet wird. Auch ein Grund für eine richtige UVP!
Und dann ist da noch das ‚Klimatologische Gutachten‘. In diesem wird eine MEHR ALS 10%ige Steigerung der Erwärmung in Nord-Großlohe angekündigt, was eine erschreckend hohe Zahl ist.
Weiterhin wird einer der HAUPTGRÜNDE für eine angeblich so ökologisch freundliche Bebauung, nämlich die Dachbegrünung, dort ad absurdum geführt.
Bei Häusern über 5 m Höhe (also ALLE geplanten Gebäude dort) nützt eine solche Dachbegrünung nicht nur nichts, sondern schadet sogar der Natur!
DAZU muß von amtlicher Seite her Stellung genommen werden, denn dieses sogenannte Gutachten wird von den Planungsausschüssen und Ihnen für die Genehmigung von Rahlstedt 131 herangezogen.
Ich würde mich freuen, von Ihnen möglichst schnell Antworten auf diese drängenden Fragen zu bekommen.
PS: Leider kann ich bis heute die Schrift nicht finden, wo die einzelnen Abteilungen und Gruppen zu diesen Planungen befragt wurden und daneben die Stellungnahmen der Planer stehen. Seien Sie bitte so freundlich, mir auch dieses Dokument zukommen zu lassen.
MfG
Jörn Napp
Bachstückenring 5
22149 Hamburg
Tel: 01755825443
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