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SED-ähnliche Propaganda-Manipulation bei der ‚Großen Heide‘!

Wochenblatt130618GrosseHeide

Es ist schon sehr frech, wenn hier immer wieder von der Politik und der Verwaltung behauptet wird, man habe ‚viele Vorschläge‘ aus der Bevölkerung bekommen, was den ‚Naherholungsraum um den geplanten Gewerbepark‘ betrifft!

Hier sieht man GENAU DAS, was ich damals im Treffpunkt Großlohe schon gesagt habe: JEDER, der an diesen dämlichen Veranstaltungen von TOLLERORT und dem Landschaftsplanungsbüro Jacob teilnimmt, wird anschließend INSTRUMENTALISIERT!

Und genau so ist es gekommen!

Wenn dann auch noch Leute kommen, die behaupteten, in unserer Widerstandsgruppe zu sein und sich dort fröhlich anbiedern, ist es kein Wunder, daß unsere Glaubwürdigkeit dahin ist. Auch das ein Problem, das ich von nahezu anfang an in unserer Gruppe angesprochen habe!

Und dann die wirklich perversen Logiken eines Oliver Schweim von den GRÜNEN in Wandsbek, man habe den ‚ökologischen Ausgleich nicht nur voll erreicht, sondern man habe sogar mehr bekommen, als gesetzlich gefordert‘, wird mir wirklich schlecht!

Herr Jebens (der Investor) hat gütigerweise 20% mehr gegeben, als er verpflichtet sei! WOW! Irre! Erst einmal macht er nahezu 30 ha Landschaftsschutzgebiet platt (und das ist nur die erste Rate), darunter zwei extrem hochwertige Biotope und viele hundert Meter Knicks, die ebenfalls und Naturschutz stehen, und dann gibt er uns einen kleinen Brosamen aus Gebieten, die er wegen darunter lagerndem Sondermüll sowieso nicht bebauen kann und wahrscheinlich nicht dürfte!

Es ist ja leider nicht das erste Mal, daß wir im Zusammenhang mit dem Victoria-Park feststellen müssen, daß es möglicherweise in der seligen DDR unter der SED-Führung mehr demokratische Rechte gab, als in dieser unserer Republik, vor allem aber in Hamburg!

Hier werden die Demokratie und die Bürgerrechte mit Kampfstiefeln in den Morast getreten, den die Bulldozer hinterlassen werden. GRÜNE Stiefel vor allem!

Dazu auch noch mal der NABU gerade vor ein paar Tagen:

NABU0618KritikAnRahlstedt131

Und dann noch die ‚intelligenten Lösungen für den Verkehr‘!

Dazu darf ich immer nur wiederholen: Und der RING 3 kommt doch!

Dazu noch themenbezogen Beiträge hier im Blog:

https://antivictoriapark.wordpress.com/2018/04/23/dient-die-grosse-heide-nur-zur-tarnung-von-altlastenflaechen/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2018/04/19/die-professionelle-luege-von-der-grossen-heide/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/07/14/die-farce-grosse-heide-der-anfang-vom-ende/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2018/04/12/der-naechste-hammer-b-plan-rahlstedt-134/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/07/06/brachiale-manipulation-der-menschen-durch-spd-und-gruene/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/06/25/kann-man-halbschwanger-sein-oder-wie-unterminiere-ich-erfolgreich-den-widerstand-der-buerger/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/05/17/die-luege-um-die-ausgleichsflaechen-vom-merkur-und-victoria-park/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/04/03/die-luege-zu-einer-buergerbeteiligung/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/01/21/bund-stormarn-nennt-das-treffen-gestern-eine-farce/

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Die Instrumentalisierung des Widerstandes!

Markt080717GrosseHeideAbschlussveranstaltungsHinweis

Ganz so, wie ich es vorausgesagt hatte, ist es gekommen:

Ein paar von Uns, wenn auch nur sehr wenige, haben leider an diesen erbärmlichen TOLLERORT-Veranstaltungen teilgenommen, genauso wie ein paar Personen unserer sogenannten Stadtteilversammlung Großlohe.

Als Begründung wurde genannt: Vielleicht kann man ja noch etwas Positives erreichen, wenn man sich da einbringt. Vor allem, wenn man das Gewerbegebiet sowieso nicht verhindern kann.

Daß sie sich damit zu genau dem gemacht haben, was die Politiker, die Verwaltung und Herr Jebens wollten, scheint Einigen immer noch nicht bewußt zu sein.

Dazu sollte man einfach mal den obigen Artikel lesen, der ja die Presseerklärung eben dieser Herrschaften ist.

….. haben sich ZAHLREICHE Bürgerinnen und Bürger in den Beteiligungsprozess eingebracht.

DAMIT wurde denen das umwerfende Argument geliefert, die Bürger hätten sich doch BETEILIGT und ihre Vorschläge vorgebracht. Prima!

Ich danke hiermit ganz offiziell all denen, die sich dort ‚eingebracht‘ haben und  sich damit aktiv gegen uns gestellt haben!

Aber ich danke auch den Umweltschutz-Verbänden, die da offensichtlich ebenfalls mitgemacht und den Landschaftszerstörern damit Rückendeckung verschafft haben!

In diesem Interview aus dem WOCHENBLATT vom 5.7.17 macht Olaf Scolz sogar stolz mit ÖJENDORF Werbung, wo sie gerade ein großes Stück des Park da platt gemacht haben!

„Hamburg wird durch dieses Wachstum SCHÖNER. Es entstehen auch Parks und Grünflächen, wo vorher lange Zeit Brachflächen waren oder ungenutzte Immobilien standen.“

Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte!

Eigentlich sollten jetzt ALLE Umweltschützer im Drudenfuß springen, denn sie sehen, gerade in Bezug auf ‚Öjendorf‘, wie sehr sie verscheißert werden! Aber umso mehr sollten und MÜSSEN sie begreifen, daß sie mit ’netten‘ Mitteln nicht weiterkommen, sondern nur der Zerstörung zuschauen können!

WOLLT IHR DAS?

Ich will ja nicht zu Gewalt aufrufen, wie gestern im Hamburger Stadtzentrum, aber es muß endlich etwas getan werden, und DAS bedeutet:

VOR GERICHT GEHEN!

Wochenblatt050717OlafScholzWohnungsbau1

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Abenteuer Wildnis zwischen Großlohe und Stapelfeld

Wie wir ja schon erfahren haben, lud unsere Behörde unter der organisation der Firma TOLLERORT zu einem Freitagsspaziergang ein, der die Teilnehmer vom Freibad Großlohe bis nach Stapelfeld führen sollte.

Leider konnte ich wegen verminderter Geländegängigkeit an diesem Abenteuer nicht teilnehmen, aber unser Kollege Wolfgang Trede tat es und brachte uns ein paar tolle Fotos mit, von denen ich hier einige wenige zeige.

Wer sich die ganze Serie ansehen möchte, geht einfach mal hierhin und bewundert sein wirklich tolles fotografisches Können.

https://www.rahlstedt131.de/videos-bilder/

Zunächst aber einmal das Intro seines Beitrages:

rScreenshot (1205).png

Tja, so wie ich das sehe, wurde klar unter Beweis gestellt, das eine AUFWERTUNG unserer Natur hier dringend notwendig ist!

Man bemerke diesen wirklich schauerlichen Zustand der Wege dort in dem Gelände, die zum Joggen nun wirklich nicht einladen. Sumpf, Modder und Unkraut, wohin das Auge des Wanderers blickt! Nene, so geht das nun wirklich nicht weiter!

Und dann dieses Flüßchen Stellau. Völlig unreguliert fließt das da durch die Gegend. Und dann noch dieses verbeulte und unnötige Schild da in der Landschaft? Blech! Klar!

Und hier ist ja nun der endgültige Beweis dafür, daß diese Gegend aufgewertet werden MUSS! Dem verfallenen Wegkreuz hat ja schon ein gütiger Spender ein neues hingehängt, aber der Platz zum Ausruhen schreit ja geradezu nach Herrn Jebens und dem TOLLENORT!

‚Bitte werte uns auf!‘

TOLLERORT – Ein Ort der Tränen!

anettequast-tollerort

Wir schauen uns mal nach und nach die BETEILIGTEN an diesem THEATER etwas näher an.

Beginnen möchte ich mit Anette Quast, die eine der Beteiligten an der Firma ‚TOLLERORT‘ ist und die uns Allen versucht zu erzählen, daß es doch mit der BÜRGERBETEILIGUNG eine ganz tolle Sache sei! In wie weit die Dame mit den beiden Hamburger SPD-Abgeordneten Jan und Anja Quast verwand ist, konnte ich bisher nicht feststellen. Sollte dieses so sein, daß es da ein verwandschaftliches Verhältnis gäbe, wäre das, meiner Meinung nach, gar kein gutes Zeichen. Aber, wie gesagt: Das muß noch geklärt werden.

Wenn man Frau Quast bei Google eingibt, kommt man auf diese Seite, auf der BÜRGERBETEILIGUNGEN überschwänglich gelobt werden! Ja, das Ganze wird sogar auf ein WOHLTÄTIGKEITSNIVEAU gehoben!

http://www.netzwerk-buergerbeteiligung.de

Bei der Veranstaltung am 20.Januar in Großlohe war von einem solchen Verhalten nicht viel zu erkennen. Das Einzige, was man feststellen mußte war, daß sich diese Firma zu einem willfährigen Werkzeug der Politik und des Großkapitals machen läßt, solange man sie bezahlt!

Natürlich muß man dem Kunden gegenüber willfährig sein, denn der gibt mir ja meine Kohle, aber es sollte eigentlich dem Organisator ein mulmiges Gefühl in der Magengegend erzeugen, wenn man sich die Zusammenhänge betrachtet! Und es kann mir keiner erzählen, daß Frau Quast und Frau Böcker (die beiden Gesellschafterinnen von TOLLERORT) sich nicht vorher kundig gemacht haben über das, was da abgeht! Zumal sie ja auch in einem mehr als nur engen Kontakt zu Frau Jacob stehen, die als ‚Umweltplanerin‘ sowohl beim Immobilienhai Jebens als auch beim Bezirksamt Wandsbek in Lohn und Brot steht! Spätestens Frau Jacob weiß, was da im Lügengespinst abgeht! Schließlich wird sie im WUNDERLAND, wie es der Architekt Jebens es nannte, ein- und ausgehen.

Die Firma TOLLERORT gibt sich ein extrem SOZIALES IMAGE! Erst recht aber dieser Seite der guten Frau Quast. Wenn man sich oberflächlich dieses durchliest, dann kommt vor lauter Staunen über all das SOZIALE ENGAGEMENT nicht mehr zum Luftholen!

Und dann kommt man zwangsläufig zu der Erkenntnis, daß man natürlich unbedingt dafür auch etwas SPENDEN möchte! Schließlich tun die offensichtlich etwas für die Bürger! DAS sollte uns schon ein paar Euronen wert sein!

buergerbeteiligungnetzwerk2

Wir Alle, die wir im Widerstand gegen die neuen Gewerbegebiete stehen, haben in den letzten Wochen bis zu Erbrechen erlebt, wie demokratische Verfahren zwar ständig im Mund geführt aber immer umgangen werden! Mit dem Evokationsrecht wurden alle ‚demokratischen‘ parlamentarischen Beschlüsse ad absurdum geführt!

Euphemismen, wie BÜRGERBETEILIGUNG oder AUFWERTUNG DER NATUR hängen uns langsam zum Halse heraus! Und Firmen wie TOLLERORT leben von eben diesen!

Das ist genau das Gleiche, wie die GEFÄLLIGKEITSGUTACHTEN, die auch von Frau Jacobs mit unterstützt werden! NIRGENDS wird wirklich kritisch gearbeitet und die Bürger werden ebenfalls NIE richtig beteiligt! Das Ganze ist NUR eine abgekartete Show, um dem uninformierten Leser von Drckwerken und anderen Dokumenten zu suggerieren, hier würde sehr offen und sozial der Willen der Bevölkerung umgesetzt.

Nichts ist von der Realität weiter entfernt, als diese verkündeten Ansprüche, für die wir dann auch noch ’spenden‘ sollen! Wie bei den Gesetzen und Vorschriften hört sich Alles so super TOLL an, daß man vor Rührung in Tränen ausbrechen könnte! Was haben wir doch für treusorgende Beamte und Politiker, die dann mit Firmen wie TOLLERORT zusammenarbeiten, da diese schon über eine sehr große Erfahrung in aktiver VOLKSVERSCHEISSERUNG verfügen.

Zitat von der Netzwerk-Seite:

„Beteiligungsorientierte Verwaltung

Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter stehen heute vor neuen Herausforderungen. Nicht nur im Zusammenhang mit der Entwicklung kommunaler Leitlinien steht die Öffnung der Verwaltung für die Beteiligung der Einwohnerschaft zur Debatte. Im Thementeam »Netzwerk kommunale Partizipationsbeauftragte« wird die strategische Weiterentwicklung von Bürgerbeteiligung in den Kommunalverwaltungen diskutiert. Auch in den Beiträgen setzen sich die Autor/innen mit der neuen Rolle der Verwaltung auseinander.“
Man könnte wirklich denke, es täte sich da tatsächlich etwas! Aber wenn man dann zum Beispiel auf die Versammlungen der Ausschüsse und der Bezirksversammlung geht, muß man feststellen, daß diese Worte alle nur ‚Doubblespeak‘ sind, wie George Orwell das so schön ausdrückte!
Noch mal von der Seite TOLLERORT:

„TOLLERORT entwickeln & beteiligen steht für lebendige und lustvolle Arbeit mit Menschen in Stadt und Land und Gespür für lokale Gemengelagen. Wir motivieren Menschen auf unterschiedlichen Handlungsebenen, Perspektiven für ihre Räume zu entwickeln. Dafür gestalten wir Prozesse gerne von Beginn an kooperativ mit unseren AuftraggeberInnen. Wir sind der Überzeugung, dass gemeinsam entwickelte Lösungen tragfähiger sind und durch die Aktivierung höhere Umsetzungschancen bieten. Dies gilt besonders in Zeiten steigenden Interesses an der Mitgestaltung der eigenen Umwelt sowie eingeschränkter kommunaler Ressourcen.“

Immerhin gibt man hier zu, mit den AUFTRAGGEBERN KOOPERATIV zusammenzuarbeiten!  Immerhin möchte man ja Geld von denen!

Nun ja, Frau Quast.

Sie haben einen guten Auftrag von der Stadt bekommen, aber GLAUBHAFT ist Ihre Arbeit keinesfalls! IM GEGENTEIL!  BÜRGERBETEILIGUNG sieht anders aus!

Mein Brief, den ich mal an Frau Jacob schrieb, gilt grundsätzlich auch für Sie und diese Firma: Man versucht, die Bevölkerung für dumm zu verkaufen! Etwas weiter unten kann man ihn hier lesen.

Eine OHRFEIGE für die Anwohner Großlohes!

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Derzeit hängen überall diese Poster, auf denen uns Allen weisgemacht werden soll, daß es bei der großflächigen Vernichtung von Landschaftsschutzgebieten um ‚Erholung und Naturschutz‘ gehe!

Wem sich dabei nicht die Fußnägel hochkräuseln, dem ist nicht mehr zu helfen!

Außerdem gaukelt das Foto den unbedarften Lesern eine riesige Fläche vor, die eben diesem tollen Vorhaben gewidmet sein würde. In Wirklichkeit aber geht es nur um einen sehr schmalen Streifen östlich und westlich des geplanten Victoria-Parks, bei dem die Bürger ‚mitbestimmen‘ dürfen, wohin und in welcher Farbe Parkbänke kommen, ob es ein kleines Feld mit Bio-Erdbeeren oder einen interkulturellen Garten geben könnte.

gewerbegebiet

Und so sieht die Gebietsgröße, über die hier gesprochen werden soll, tatsächlich aus. Und zwar NUR die gelben. Der kleine Grünstreifen links, der maximal etwa 100 m breit sein wird und rechts die kleine Fläche, die unter dem Kunstnamen ‚Große Heide‘ heftigsten Naturschutz vorgaukeln soll!

Gerade dieser interkulturelle Garten wurde vor etwa 5 Jahren abgelehnt, weil man damals einen etwa 2 m breiten Durchbruch durch einen geschützen Knick hätte machen müssen (schriftlich von Herrn Buschhüter, SPD), aber heute sollen viele hundert Meter uralter  Knicks trotz Verschärfung der Vorschriften, vernichtet oder in das Gewerbegebiet ‚integriert‘ werden! Da geht das plötzlich!?

BÜRGER! Bitte zeigt den Herrschaften, daß wir denen nicht unsere Zusammenarbeit anbieten!

UNLAUTERE INTERESSENSVERQUICKUNGEN oder doch schon KORRUPTION?

illu_korruption_398_467 Karrikatur: Autor unbekannt

Diesem Beitrag möchte ich zunächst einmal dieses Zitat voranstellen:

„Es wird Zeit, dass Politiker aufhören, Leitlinien zu befolgen, die sich Unternehmensberater ausgedacht haben. Denn das führt zu einer Stadt, auf die nur noch Besserverdienende ein Recht haben. Wir dagegen meinen: Die Stadt gehört allen. …

Die Öffentlichkeit wird enteignet, ihr Lebensraum immer kleiner, ihre Lobby sowieso, vor allem, wenn es um die Interessen der Normal-, Gering-, oder Gar-nicht-Verdiener geht.“

Aus: ‚Hamburg – Zeitschrift für die Metropole‘ Ausgabe Dezember 2009

Gestern war die Sitzung des Bauausschusses der Bezirksversammlung Wandsbek, auf der es eine Präsentation der zukünftigen Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit geben sollte.

https://sitzungsdienst-wandsbek.hamburg.de/bi/vo020.asp

Gleich zu Beginn der Sitzung gibt es ja immer eine Möglichkeit für die Zuhörer, sich zu beteiligen. Das nutzte ich selbstverständlich, um den Sitzungsteilnehmern meine Meinung kund zu tun.

Zunächst bezog ich mich anhaltlich auf das obige Zitat, denn ich hatte leider meinen Zettel vergessen. Aber viel wichtiger war mir auf die, meiner Meinung nach bemerkenswerten Interessensverquickungen zwischen der Öffentlichen Hand (hier die Bezirksversammlung Wandsbek) und privaten Interessen (hier der Investor Jebens mit seinen Gewerbegebieten) in Person von Frau Jacobs hinzuweisen, die ja auf dieser Veranstaltung sprechen würde.

Diese Dame und ihr Büro stehen sowohl auf der Gehaltsliste Herrn Jebens als auch auf der des Bezirksamtes Wandsbek, was für mich moralisch kaum möglich ist!

Danach meldete sich auch Wolfgang Trede zu Wort, der etwas zögerlich sprach. Sein Hauptgedanke war, wie denn diese Workshops zusammengesetzt würden und wer dann WEN auswählen würde als Teilnehmer? Aber dann am Ende unterstützte er noch meine Frage zum Problem Jacobs.Danke.

Unsere Feststellungen wurden zwar nicht direkt von den Versammlungsteilnehmern  beantwortet, aber kamen dann doch später noch zu Wort, wobei es bemerkenswerte Ansichten vor Allem von Seiten der Behörde gab. Dazu später.

Herr Graage von der CDU unterstützte aber meine Fragestellung in soweit, als daß er sich auch ein wenig erstaunt äußerte.

Nachdem zunächst sehr langatmig die Frage einer möglichen Verdichtung beim Wohnungsbau erörtert worden war, kam man endlich auch zum Vortrag der guten Frau Jacobs.

beteiligung-betrachtungsgebiet

Sie erklärte uns zunächst einmal, warum das zu betrachtende Stück plötzlich ‚Große Heide‘ hieße, da diese Bezeichnung vorher nirgends auftauchte. Aber man habe auf einer uralten Karte dieser Gegend eben diesen Begriff für eine Brachfläche gefunden und wohl für griffig erachtet. Hört sich ja auch irgendwie nach ‚Natur‘ an, oder? Bloß denkt man dann unwillkürlich an die Lüneburgher Heide, die ja nun wirklich groß ist, wärend dieses Stückchen hier nur eine zielich mickerige Parzelle ist, die irgendwo zwischen dem geplanten Gewerbegebiet und Stapelfeld liegt. So richtig genau ist die auch nicht einzuordnen, vor Allem aber scheinen die BESITZVERHÄLTNISSE und die Rechte der BESITZER keinesfalls geklärt zu sein.

Fakt ist jedenfalls, daß die gute Frau Jacobs im Bereich ‚Victoria- und Minerva-Park‘ für den guten Jebens als Investor arbeitet, im Bereich dieser fiktiven Natur-Aufwertung ‚Große Heide‘ aber steht sie in Lohn und Brot der ÖFFENTLICHEN HAND, sprich: dem Bezirksamt Wandsbek!

Diese Dame soll und möchte nun uns Allen, vor allem aber denen, die diesem Plan kritisch gegenüber stehen, durch diese genialen Aufwertungen die ganze Sache schmackhaft machen.

Als sie uns diesen Plan oben zeigte, brachte sie zwei seltsame Bemerkungen, die ich inhaltlich widergebe:

„Sie müssen erst einmal AUFHÖREN weiter nach Süden zu denken.“

Und: „Sie müssen weiter NACH SÜDEN denken.“

Mit der ersteren meinte sie, wenn ich sie richtig verstanden habe, unsere Sorgen über die Urständ des Ring 3. Und mit der zweiten, daß der Umweltschutz natürlich weiter ginge, als nur im Bereich dieser ominösen ‚Großen Heide‘. Schön von ihr, nur glauben mochte ich dieses nicht wirklich.

Nach diesen kurzen Einführungen überließ sie das Wort Frau Böcker, die einem, wie ich das sehe, ganz extrem obskuren Büro vorsteht, mit dem Frau Jacobs aber offensichtlich gute Beziehungen pflegt, wenn es um die ‚Beteiligung der Öffentlichkeit‘ bei Bauvorhaben geht. Ob Frau Jacobs an dieser Firma (‚Tollerort‘) beteiligt ist, konnte ich bisher nicht verifizieren, aber zumindest arbeiten sie offensichtlich ‚erfolgreich‘ zusammen.

Diese Dame stellte zunächst fest, daß sie eine langjährige Erfahrung mit Bürgerbeteiligungen habe, und daß sie selbstverständlich eine absolute fachliche NEUTRALITÄT wahren würde. Klar. Aber auch da konnte ich nur an Faust denken: „Ich hör die Worte wohl, allein mir fehlt der Glaube.“ Denn wie kann man neutral sein, wenn man von beiden Seiten bezahlt wird?

Zunächst einmal erläuterte sie uns die beiden Grafiken, von der sie völlig korrekt feststellte, daß diese etwas unübersichtlich seien.

beteiligungsprozess1

beteiligungsprozess2

Und sie startete auch gleich richtig durch, indem sie uns schon für den Januar 2017 eine erste Informationsveranstaltung avisierte. Dazu oben im Veranstaltungskalender mehr. Dadurch soll die ÖFFENTLICHE BETEILIGUNG GEFÖRDERT WERDEN! Gut so, Frau Böcker!

Dann stellte sie ihre ersten Planungsziele vor, was Alles zunächst geklärt werden müsse:

  • Was ist den Menschen dort (gemeint ist Großlohe und wohl auch Stapelfeld) wichtig?
  • Welche Gruppen gibt es vor Ort? Wer sind die und welche Interessen haben sie? Zum Beispiel Mütter mit Kindern, Reiter, Sportler oder Hundebesitzer etc.pp.
  • Wie spricht man diese Gruppen am besten an?
  • Welche Konflikte gibt es und wie kann man die lösen?

Herr Buse von der CDU spricht das ‚Problem nach Süden‘ an und ob es eine ‚Beteiligung der Bürgerinitiative Kein Rahlstedt 131‘ dabei geben würde. Das paßte zu Herrn Tredes Frage nach der Zusammensetzung, wurde allerdings nur sehr schwammig beantwortet.

Ersteres beantwortet sie damit, daß es KEINE PLANUNG des Ring 3 geben würde, sondern NUR Wander-, Rad- und Reitwegen bis nach Barsbüttel geben würde. Zur zweiten Frage weicht sie aus.

Es würde aber auf jeden Fall eine wirklich umfasende Information für die Bürger zum Beispiel im Internet geben. Dort würden die Bürger auch selber Anregungen geben können.

Herr Graage (CDU) fragte noch, in wessen Beseitz die Flächen der ‚Großen Heide‘ seien, was aber auch nicht wirklich beantwortet wurde. Große Teile davon dürften aber inzwischen im Besitz der WAS und Herrn Jebens sein!

Herr Heins (CDU) fragt, was passieren würde, wenn sich der Besitzer weigern würde, diese Forderungen auch tatsächlich umzusetzen, denn schließlich könne man ihm auf seinem Grund nicht vorschreiben, was er müsse oder auch nicht.

Herr Klein vom Bezirksamt beantwortete diese Frage nicht wirklich und stelle nur fest, daß ein Bauer dort BESTANDSSCHUTZ hätte. Meinte er Delfs?

Herr Schweim von den GRÜNEN warf ein, man wolle DAS GESPENST DES RING 3 aus dem Weg bekommen und dessen Rückkommen ERSCHWEREN! Nun ja, das kennen wir von ihm und ist nicht wirklich vertrauenerweckend.

Herr Behrens von DER LINKEN stellte hier mal wieder sein sozial-inkritisches Denken unter Beweis, indem er feststellte, daß man eine bessere Akzeptanz erreichen würde, wenn es tatsächlich EINE AUFWERTUNG geben würde, wenn das Gebiet wirklich besser als vorher würde! Allerdings fragte er, in wie weit diese Vorhaben rechtlich gesichert seien?

Außerdem übernimmt er von mir die Frage, ob die gute Frau Jacobs nicht doch vorbelastet sei, da sie für Jebens arbeiten würde.

Dazu antwortete Herr Klein, der auch erzählte, daß er DER VORSITZENDE der Planungskommission zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein zur Planung dieses Gebietes sei, Folgendes:

Er stellte fest, daß Frau Jacobs nicht vorbelastet sei, da es HIER NUR UM DIE GROSSE HEIDE und nicht um das Gewerbegebiet gehen würde! Sie hätte eine enorme Expertise in Sachen Umweltfragen und sie würde auch entsprechend kritisch alles hinterfragen. Ihre Arbeit würde vertrauensbildend wirken. DESHALB habe man ihr auch den öffentlichen Auftrag gegeben! Sie sei DIE KLAMMER zwischen den Interessen.

Ich hoffe nur, daß er das nicht selber glaubt!

Danach stellte auch Frau Jacobs noch einmal fest, daß sie NICHT BEFANGEN sei. ‚Wer die Musik bezahlt, bekomme diese auch!‘ Aber sie bekommt doch auch von Jebens Kohle!?

Sie wehre sich gegen die Unterstellungen und falschen Behauptungen zum Beispiel auch im Internet gegen sie und ihre Firma. Ihre abschließende Bewertung stünde selbstverständlich nicht fest und würde unabhängig sein. Hahaha!

Da sie mich mit dieser Bemerkung meinte (wen sonst?) warf ich kurz ein, sie habe sich aber bisher nicht dagegen gewehrt, aber darauf ging sie dann doch lieber nicht ein.

Zum Schluß stellte noch Frau Daniel von der FDP fest, daß sie dieses Projekt einfach toll fände! Aber, und das ist meine persönliche Meinung, diese Dame ist einfach zu wenig intelligent, um die Auswirkungen dieser Planungen tatsächlich zu begreifen, was ich aber leider von Herrn Behrens auch feststellen muß.

Fazit: Diese Sitzung war es wert, daß man sich hinbegeben hat, denn es gab doch so einige interessante Ausrutscher.

Man sollte sich jetzt allerdings von der zeitlichen Planung für die Bürgerbeteiligung auf den Grafiken nicht täuschen lassen:

Diesen haben NICHTS ZU TUN MIT DEN GESETZLICHEN UND RECHTLICHEN SCHRITTEN des Bezirksamtes!

Dort wird man so schnell wie irgend möglich das Ganze durchzuziehen versuchen!

DESHALB muß das Vorhaben gestoppt werden! Wie auch immer!

Hier noch ein paar Links und Zitate der beteiligten Firmen:

http://tollerort-hamburg.de/

Zitat: ‚TOLLERORT entwickeln & beteiligen steht für lebendige und lustvolle Arbeit mit Menschen in Stadt und Land und Gespür für lokale Gemengelagen. Wir motivieren Menschen auf unterschiedlichen Handlungsebenen, Perspektiven für ihre Räume zu entwickeln. Dafür gestalten wir Prozesse gerne von Beginn an kooperativ mit unseren AuftraggeberInnen. Wir sind der Überzeugung, dass gemeinsam entwickelte Lösungen tragfähiger sind und durch die Aktivierung höhere Umsetzungschancen bieten. Dies gilt besonders in Zeiten steigenden Interesses an der Mitgestaltung der eigenen Umwelt sowie eingeschränkter kommunaler Ressourcen.‘

http://www.lp-jacob.de/

Zitat: ‚Unser Leistungsspektrum ist, wie unser Know-how und unser Netzwerk an Kooperationspartnern, breit gefächert. Sowohl öffentlichen als auch privaten Auftraggebern bieten wir umfassende Lösungen in allen Bereichen und Maßstabsebenen der Landschaftsplanung: Wir erarbeiten Landschaftspläne und Grünordnungspläne, führen Umweltverträglichkeits-Untersuchungen und Umweltprüfungen durch, erstellen landschaftspflegerische Begleitpläne und fertigen Gutachten zu allen Fragestellungen im Bereich Landschaftsplanung an. Regional und überregional.‘