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Ist die STIFTUNG NATURSCHUTZ S.H. ein Fake?

Den schnuckeligen Bildchen auf ihrer Webseite zufolge und den markigen Worten darauf zufolge, sollte man glauben (und der Leser soll das ja auch tun und fleißig spenden!), daß sie kein größeres Interesse haben, als die Knicks und mit denen die kleine Haselmaus zu retten.

StiftungNaturschutz1

StiftungNaturschutz2

Schon vor vielen Monaten hatte ich, neben den anderen Naturschutzverbänden, auch diese Gruppe kontaktiert und ihnen meine Beiträge geschickt, um sie aufzufordern, sich für uns und den Schutz der Natur einzusetzen.

Auf sie gestoßen bin ich über deren wunderschön gemachten Knickschutz-Flyer.

KnickinitiativeStormarn0716Flyer

Ich dachte: Jetzt haben wir den richtigen Partner, der uns beim Schutz der Knicks und damit natürlich auch der Haselmaus hilfreich in die Seite tritt!

Leider falsch gedacht, denn schon nach wenigen meiner Informationsmails bekam ich die wenig freundliche Aufforderung, sie aus meinem Verteiler zu nehmen.

Keine Erklärungen oder so, sondern einfach nur das!

Soetwas heißt für mich, sie haben grundsätzlich kein wirkliches Interesse an der rettung der Knicks, sondern NUR möglichst viel Kohle auf ihr Konto zu scheffeln!

Da ich in letzter Zeit mehrfach Anfragen bekam, ob es sinnvoll sei, denen Geld zu spenden, um der Halsemaus auf dem Gebiet der geplanten Gewerbeparks Victoria- und Minerva-Park zu helfen, habe ich der Dame oben, Annika Zastrow, eine Mail geschrieben, um nähere Auskünfte über deren Arbeit zu bekommen.

Von: „Jörn Napp“ [mailto:joern.napp@web.de]
Gesendet: Mittwoch, 20. Dezember 2017 10:30
An: Annica Zastrow
Betreff: Spenden für die Haselmaus

Sehr geehrte Frau Zastrow.

Sie selber werden mich wahrscheinlich nicht kennen.

Ich bin einer der Vertrauenspersonen der Bewegung ‚Kein Rahlstedt 131‘.

Wir kämpfen seit über einem Jahr gegen die Pläne für ein riesiges neues interkommunales Gewerbegebiet auf Hamburger und Schleswig-Holsteinischer Seite.

Sollte dieses Gebiet je gebaut werden, werden hunderte von Metern uralter Knicks (teilweise aus dem 16. Jhd.) vernichtet oder in das Gebiet ‚integriert‘, wie das so schön genannt wird.

Die Hamburger GRÜNEN nennen das AUFWERTUNG DER NATUR (Zitat von Senator Kerstan in einem Brief an mich)!

Auf unserem Gebiet leben etliche Haselmäuse, die natürlich diese Sachen nicht überleben würden, falls wir das nicht stoppen können.

Leider ist ausgerechnet Ihre Organisation beim Kampf gegen diese Pläne sehr negativ aufgefallen.

Ich hatte von Ihnen einen tollen Flyer zum Knickschutz gefunden und Sie angeschrieben und in meine Mailing-Liste aufgenommen.

Schon nach wenigen Beiträgen (und meine Beiträge basieren IMMER auf öffentlichen Dokumenten!) verlangte man von mir unter Androhungen mit einem Anwalt, sie aus der Liste herauszunehmen.

Während sich NABU, BUND und der Botanische Verein Hamburg strikt gegen diese Pläne schriftlich mit rechtlichen Untersuchungen ausgesprochen haben, möchte Ihr Verein noch nicht einmal Informationen zu diesem Problem haben.

Es nützt ja nicht, Geld sammeln zu wollen, dann aber NICHTS zu tun!

Hier finden Sie meinen Blog, der sich mit dieser riesigen Umweltzerstörung beschäftigt!

https://antivictoriapark.wordpress.com/

Bis 2030 sollen etwa 10.000.000 qm zubetoniert werden.

Dazu noch ein paar Anhänge zu uns und einen guten Artikel der TAZ zum AUS DER HASELMAUS!

Bevor Sie also Geld sammeln, sollten Sie erst einmal nachweisen, daß Sie auch tatsächlich etwas tun.

Ich werde zu diesem Thema eine Pressererklärung machen, denn die Menschen sollten NUR DORT Geld spenden, wo auch etwas getan wird.

Es tut mir leid, Ihnen so etwas schreiben zu müssen, aber es ist leider so.

Jörn Napp

Bachstückenring 5

22149 Hamburg

Tel: 01755825443

 

Frau Zastrow antwortete folgendermaßen:

Von: Annica Zastrow

08.01.2018 um 15:47 Uhr

Sehr geehrter Herr Napp,

wie versprochen melde ich mich noch einmal bei Ihnen um Ihre Nachricht informierter zu beantworten. Ich habe bei uns im Haus nachgefragt, warum wir Sie nicht in Ihrem Projekt „Kein Rahlstedt 131“ unterstützen (können).

Es ist so, dass unsere Arbeit sich satzungsgemäß auf Schleswig-Holstein beschränkt. Zudem ist unser Stiftungszweck sehr klar definiert (Landerwerb für den Naturschutz und Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen). Wie ich Ihnen bereits in der vorangegangenen E-Mail geschrieben habe, wenden wir genau diese Satzungsbestimmung an um der Haselmaus zu helfen: wir kaufen Land, vernetzen es miteinander und optimieren es als Lebensraum für die Haselmaus.

Natürlich ist es tragisch, dass der Lebensraum der Haselmaus, wie sie es beschreiben, durch ein Gewerbegebiet anderenorts bedroht ist. Doch so sehr wir inhaltlich auch bei Ihnen sind, sind uns hier die Hände gebunden, da wir kein politischer Verein sind und uns an unsere Satzung halten müssen. Glücklicherweise konnten Sie ja mit dem NABU und dem BUND sowie dem Botanischen Verein Hamburg bereits starke Partner gewinnen.

Wir wünschen Ihnen für Ihren Einsatz viel Glück und Erfolg!

Freundliche Grüße aus Molfsee

Annica Zastrow

Abteilung Projektentwicklung

T +49 431 210 90 410

F +49 431 210 90 102

E annica.zastrow@stiftungsland.de

   www.stiftungsland.de

Nun ja, es ist zwar richtig, daß der Großteil der geplanten Gewerbegebiete auf Hamburger Gebiet liegt, aber schon ein Teil davon eben doch auch in Schleswig-Holstein, denn, wenn ich mich nicht irre, gehört Stormarn doch auch zu diesem Bundesland!? Dabei arbeiten die laut Flyer doch mit Gruppen aus Stormarn zusammen?

Außerdem liegen die weiteren Planungen für 10.000.000 qm neue Gewerbegebiete eigentlich nur noch auf S-H-Gebiet, wie wir alle ebenfalls wissen, so daß dieser Verein natürlich DOCH für unsere kleine Haselmaus zuständig wäre!

Zumal ja Naturzerstörung wohl kaum an Landesgrenzen halt macht!

Aber es ist eben doch etwas anderes, ob man sich tatsächlich ernsthaft um Naturschutz kümmert, oder eben doch lieber massenweise Geld den tierliebenden Mitbürgern aus der Tasche zieht! Und die kleine Haselmaus eignet sich wirklich fantastisch dafür. Wenn man in deren Knopfaugen kuckt, muß man einfach spenden! Horst Stern hat das mal in den früher 70ern den BAMBY EFFEKT genannt! Das Gleiche gilt auch für angebliche Kinderhilfsgruppen, die mit Bildern werben, wo kleine Kinder mit riesigen Augen in die Kamera blicken!

Jedenfalls wäre es schön, mal einen Nachweis zu erbringen, WO man denn inzwischen Knicks gekauft hat, oder andere Gebiete zum Schutz der Haselmaus!?

Ich jedenfalls kann nur ganz dringend jedem potentiellen Spender abraten, seine sauer verdienten Kröten dieser Vereinigung zu geben!

 

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Naturschutz-Gesetze gelten NUR für Otto-Normalbürger, nicht für die Regierung!

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Auf diesen Flächen sollen die Gewerbegebiete Victoria-Park und Minerva-Park gebaut werden.

Nicht nur, daß diese explizit unter LANDSCHAFTSSCHUTZ stehen, dort befinden sich auch viele hundert Meter NATURSCHUTZ-OBJEKTE, nämlich DIE KNICKS!

Landschaftsschutz kann man mit einem Federstrich behördlich mal eben anullieren, aber bei NATURSCHUTZ ist das schon schwieriger.

Das durften schon vor Jahren einmal die Organisatoren des TREFFPUNKTES GROSSLOHE erfahren, die ein kleines Brachgebiet erstanden hatten, um dort einen interkulturellen Garten zu eröffnen.

Wegen des dafür notwendigen Durchbruchs von etwa 2 Metern durch eben einen Knick, wurde das Ganze behördlich untersagt. KNICKSCHUTZ! Klar! Versteht jeder tumbe hergelaufene Bürger.

Hier das besagte Gebiet, fotografiert aus dem 8. Stock meines Wohnhauses:

Brachfeld2

Dieser Vorgang wurde mir per Mail von dem SPD-Abgeordneten Buschhüter bestätigt.

Bei dem geplanten neuen Gewerbegebiet gilt das Alles aber nicht mehr. Da werden alle Ausnahmeregelungen der Vorschriften hervorgeholt und der Naturschutz mit Kampfstiefeln in den Matsch getreten!

HUNDERTE VON METERN KNICK sollen geopfert werden!

Da beruft man sich darauf, daß man die vorhandenen Knicks, die teilweise noch aus dem 16. Jhd. stammen, wunderbar in die neuen Gewerbegebiete integrieren will, ganz nach dem Vorbild im Merkur-Park! Und man will ja auch ein paar Meter neue anpflanzen. Prima!

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Hier sehen wir das auf den Plänen für diese Parks, dabei stellen sich einem schon beim Wort PARK in einem solchen Zusammenhang die Nackenhaare senkrecht. Wir erinnern uns da ungerne an Begriffe wie ENTSORGUNGSPARK, was nichts Anderes bedeutete, wie eine ATOMMÜLLDEPONIE!

Aber auch die GRÜNEN im Hamburger Senat oder in der Umweltbehörde, nennen solche Pläne eine AUFWERTUNG DER NATUR! Das wurde wörtlich von Senator Kerstan in einem Brief an mich gesagt!

Wie schön das aussieht im Merkurpark kann sich Jeder mal bei einem persönlichen Sonntagsspaziergang betrachten.

Hier das EINZIGE noch halbwegs ordentliche Knickstück, das aber auf beiden Seiten von Parkplätzen und LKW-Rangierflächen umgeben ist. Gut für die Tieren dort, wie man sich vorstellen kann!

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Extrem naturnah und AUFGEWERTET!

Die VOLKSDORFER ZEITUNG in der Oktober-Ausgabe 2017 hat dieses Thema beim Schopf gepackt.

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Und da lernen wir, daß zum Schutz unserer NATURSCHUTZGEBIETE gerade mal 1,5 Stellen vorgesehen sind!

Allerdings fragt man sich da, wie es unter diesen Umständen zu der oben genannten Entscheidung zuungunsten des Interkulturellen Gartens kommen konnte? Wurden da die 1,5 Menschen extra auf dieses Problem hingewiesen und zur Tat aufgefordert?

Aber warum nicht im Fall des Victoria-Parks?

Ein Schelm, der sich dabei etwas Arges denkt!