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Die FARCE, die sich Rahlstedt 134 nennt !

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Tja, wenn wir diesem Plakat zur Veranstaltung glauben dürften, hätten wir Bürger nicht nur eine Chance, uns die Pläne anzuhören, sondern auch noch mitzureden und vielleicht sogar tatsächlich etwas zu bewirken!

http://www.hamburg.de/wandsbek/pressemitteilungen/11228128/2018-06-18-oeffentliche-plandiskussion-rahlstedt-134/

Leider durften wir auch bei dieser Veranstaltung mal wieder feststellen, daß das Alles leider nur Schall und Rauch ist und daß die tatsächliche Mitwirkung, genau wie im Fall von Rahlstedt 131 um den Victoria-Park, gegen Null geht. Oder besser gar nicht erst stattfindet.

Mitwirkung oder ‚Bürgerbeteiligung‘, wie es so schön im Amtsdeutsch heißt, ist NUR möglich, wenn diese Bürger das Projekt toll finden und jubeln!

Aber zurück zur Veranstaltung.

Zu allererst durften wir uns davon überzeugen, daß unsere Verwaltung in jeder Hinsicht auf dem MODERNSTEN STAND DER TECHNIK ist! Immer vorne weg und bestens ausgestattet!

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Klar, ein wenig Risiko bei Angriffen aus dem Netz muß man schon in Kauf nehmen, denn auch bei unserer Behörde gilt natürlich: ‚Wer das Risiko nicht liebt, liebt nicht das Leben!‘

Aber dieses Problem verdeutlicht uns doch nur, daß unsere Politik, und das betrifft leider ALLE PARTEIEN, immer noch und offensichtlich auch BEVORZUGT zu den ewig Gestrigen gehört.

Die Peinlichkeit der Veranstaltung ließ sich wirklich kaum noch überbieten.

Das begann damit, daß man wohl nicht geahnt (oder vielleicht auch durchaus erhofft) hatte, daß derart viele Anwohner und Betroffene kommen würden.

Während der Saal in der Schule Platz für etwa 120 Menschen bot, dürften es nahezu doppelt soviele geworden sein. Diese mußten dann natürlich stehen oder versuchen, vom Vorraum aus etwas mitzubekommen.

Vor Beginn versuchte ein Behördenmensch noch hoffnungsfroh, den Anwesenden die Planungen an Hand einiger Schautafeln zu erklären.

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Anwesend waren neben den Herrschaften vom Bezirksamt (auf dem Bild rechts) auch je ein Vertreter oder Vertreterin der im Bezirksparlament vetretenen Parteien, die allerdings nur eine zuhörende Rolle spielten (im Bild links zu sehen). Allen voran unser Lieblings-‚Umweltschützer‘ Oliver Schweim von den GRÜNEN.

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Dann eröffnete der Versammlungsleiter Dr. Gürth von der CDU-Wandsbek den Abend.

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Links neben ihm, die Herren Weedermann-Korte und Mehnke vom Bezirksamt Wandsbek, die für Stadt- und Landschaftsplanungen zuständig sind. Diese Beiden durften dann den sogenannten B-Plan Rahlstedt 134 vorstellen, nicht ohne uns Anwesenden ständig zu berichten, was für ein toller Plan das doch sei zum Erhalt unserer Feldmark!

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Hierzu möchte ich feststellen, daß ich den gesamten Abend von über 2 Stunden Dauer aufgenommen habe. Wenn Jemand ein größeres Interesse daran hat, kann er diese Aufnahme auf Wunsch bekommen. Das könnte wichtig sein, um zum Beispiel die Aussage einer Dame Julia G. aus dem Mehlandsredder zur Haselmaus nazuhören, die offenbar an der Landschaftsverbesserungsveranstaltung zur Großen Heide teilgenommen hatte, wo noch Plätze frei gewesen wären (was nur bedingt für die massenweise Teilnahme der Bürger daran spricht)!

Danach allerdings kam der zweite und sehr schwerwiegende Faux Pas (Fehler) des Abends.

Herr Gürth erklärte den erstaunten Anwesenden, daß zwar Fragen zugelassen seien, diese aber NUR GESAMMELT und dann von der Planungskommission ausgewertet würden! Es also KEINE DIREKTEN ANTWORTEN hier auf dieser Veranstaltung geben würde!

Der Proteststurm, den er daraufhin erntete, ließ Herrn Weedermann-Korte das Wort ergreifen, der natürlich sofort feststellte, daß ALLE FRAGEN umgehend beantwortet würden! Er wieß zwar Herrn Gürth nicht wörtlich zurecht, aber das Ganze war an Peinlichkeit wirklich nicht mehr zu überbieten!

Nachdem dann Herr Gürth den Saal in vier Abschnitte eingeteilt hatte, konnten dann die Fragen losgehen.

Bei denen muß festgestellt werden, daß es zwar auch ein paar wenige Prsonen gab, die gerne zum Beispiel einen Ausbau des Weges entlang der Stellau durch den Auenwald haben wollten, damit sie dort mit dem Rad fahren könnten, und auch ein paar Reiter, die bessere Reitmöglichkeiten wünschten, aber die absolut überwiegende Menge war eindeutig gegen diese Pläne. Oder besser: Sie waren vor allem GEGEN RAHLSTEDT 131 oder den Victoria-Park!

Zum besseren Verständnis zeige ich HIER den Weg entland der Stellau im Bereich des Auenwaldes. Rechts im Bild, Blickrichtung Stapelfeld.

Die Stellau ist hier noch in einem recht ’naturnahen‘ Zustand. Wir stellen uns da mal eine Art Radschnellweg neben ihr vor! Wäre doch eine echte AUFWERTUNG!

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Man sah einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem B-Plan 134 und dem 131er, was allerdings von den Herren Weedermann-Korte und Mehnke immer wieder strickt abgestritten wurde! HIER sei man ja NUR dazu da, UM NATUR ZU RETTEN, nicht zu zerstören!

Daß DIE GLEICHEN HERREN ja auch den Victoria-Park planen und DABEI massenweise Natur zerstören, wurde lieber nicht weiter erörtert! Klar.

Während im Falle 134 vor allem ‚die dortigen GESCHÜTZTEN BIOTOPE verbessert und langfristig erhalten‘ bleiben sollten, wurde dann nur von ziemlich böswilligen Zuhörern mit der Zerstörung vieler hochwertiger Biotope durch den Victoria-Park in einen Zusammenhang gebracht!

Vor allem aber wurde auch kritisiert, daß einige Flächen gar nicht erst in den 134er-Plan mit aufgenommen wurden, wie die um die Fläche 900 und die des Rahlstedter Freibades und die dortige geplante Öffnung der kanalisierten Stellau betraf!

Bei der Betrachtung des Plangebietes, so wie es uns jetzt gezeigt wurde, viel auf, daß die ‚Altlasten-Verdachtsfläche‘ (sprich Müllkippe) nicht mehr im Plan enthalten war, was ursprünglich noch war! In der letzten veröffentlichen Planung vom Mai sah das Gebiet SO aus:

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Und jetzt SO:

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Wir ersehen daraus, daß man in den letzten wenigen Wochen dieses Areal wieder aus der Planungssituation herausgenommen hat! Warum, erschließt sich mir nicht.

Das Problem der Müllkippe wurde allerdings dann noch angesprochen, wie ich später erläutern werde.

Ingesamt fragt man sich, wozu dieser B-Plan überhaupt erstellt werden mußte, denn die absolut überwiegende Meinung der Anwesenden war, daß man ALLES BEIM ALTEN belassen sollte! Aber nicht nur im Fall des Gebietes 134, sondern auch im Fall des Victoria-Parks!

Ich selber stellte fest, daß dieser Plan NUR ein uns Ungläubigen vorgeworfener Bonscher sei, um vom Victoria-Park abzulenken. Andere störten sich daran, daß es sich um einen BEBAUUNGSPLAN handeln würde, was allerdings von Herrn W-K damit erklärt wurde, daß es soche B-Pläne auch gäbe, wenn da gar nicht etwas gebaut werden sollte!

Vor allem einer der Großbauern, die im Bereich südlich der Stellau große Flächen besitzen, war der Überzeugung, es würden schon genug Menschen, Hunde und wohl auch Pferde (etwa 500 !!) durch das Gebiet laufen, was den Bemühungen der Landwirte zum Schutz der Natur extreme Probleme machen würde. Da bräuchte man keinesfalls noch mehr davon!

Herr Graefe vom Bezirksamt verteidigte noch einmal die Anstrengungen der Behörde, die Natur hier im Plangebiet aufzuwerten und zu stärken! Überhaupt lobte er ständig diese dämliche Veranstaltung zum Bereich ‚Große Heide‘, was schon ziemlich peinlich in sich war.

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(Die junge Dame rechts ist die Protokollantin, hat also mit dem Abend grundsätzlich nichts zu tun.)

Nach etwa 1 h 39 Minuten kam ich dran und fragte, welche Art von Gutachten genutzt werden sollen. Immerhin seien bisher für 131 100% der Gutachten von Jebens finanziert und die Firmen auch von ihm ausgesucht wurden. Alle kommen natürlich zu einem positiven Ergebnis für Jebens! Es sind also aus meiner Sicht ‚Gefälligkeitsgutachten‘!

Da kommen wir erst einmal überhaupt wieder zu den Gutachten, die man natürlich auch benötigen würde, um 134 abzuschließen.

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Herr Weedermann-Korte sagte, man würde auch Teile der ‚Gutachten‘ für den Plan 131 nutzen. Dazu fragte ich, ob denn in diesem Fall wieder nicht nur die GEFÄLLIGKEITSGUTACHTEN verwendet würden, sondern wie überhaupt die Firmen ausgesucht würden, die diese Gutachten erstellen würden. Ob das dann wieder die gleichen seien, wie wir sie schon sattsam aus anderen traurigen ‚Gutachten‘ her kennen. Dazu gibt es hier im Blog viele Beiträge!

Herr W-K stellte daraufhin fest, daß es sich HIER um ein rein staatliches Projekt handeln würde, was bedeutet, daß die Gutachten ausgeschrieben und dann die Besten ausgewählt würden, wobei ich dazwischen rief, man möge aber bitte NICHT das Landschaftsplanungsbüro Jacob nehmen!

Was das ‚Verkehrsgutachten‘ betrifft, so erläuterte er zu einer diesbezüglichen Frage, daß man unter ‚Verkehr‘ ja nicht nur Autos oder LKWs verstehen müsse, sondern auch FUSSGÄNGER, RADFAHRER oder REITER!

Dabei kam auch wieder der Verdacht aus dem Publikum, daß dieser B-Plan nur dazu dienen solle, letztlich die Möglichkeit für einen Ring 3 sich doch noch offenzuhalten!

Das wurde natürlich strickt abgelehnt, aber trotzdem wurde von den Zuhörern immer wieder hervorgehoben, daß es kaum noch Vertrauen in der Bevölkerung für die Versprechungen der Planer geben würde!

Der Bauer erzählte, daß es entlang der Stromtrasse eine Art Feldweg geben würde, der zu Möbel Höffner in Barsbüttel führen würde (also wohl dort, wo ursprünglich mal der Ring-3-Anschluß geplant war). DIESER würde in zunehmendem Maße von Fahrzeugen als SCHLEICHWEG genutzt!

Dazu muß ich sagen, daß dieser Pfad mir bisher noch nicht untergekommen war, was ich natürlich noch mal näher untersuchen muß!

Und jetzt kam noch ein wichtiger Punkt, nämlich unsere Mülldeponie!

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Hier wurde bisher abwiegelnd behauptet, es sei NUR Bauschutt abgelagert worden, obwohl viele Stimmen, einschließlich des Herrn Warnholz von der lokalen CDU, stantepede behaupteten, dort sei auch jede Menge verbuddelt worden, über das man lieber nicht sprechen würde, wie zum Beispiel Munitionsreste des ehemaligen Schießplatzes Höltigbaum (heute das NSG Höltigbaum).

Hierzu sei auch noch gesagt, daß ja diese Fläche eine Zeitlang zum Verkauf stand, dann aber plötzlich den Besitzer gewechselt hatte, wobei es bis heute nicht geklärt ist, WER denn das Gebiet gekauft hat!?

Allerdings lehnte man es ab, den derzeitigen Besitzer zu nennen, was mich glauben läßt, daß HERR JEBENS, der Investor vom Victoria-Park, dieses Gebiet dann doch gekauft hat! Wenn die Stadt Hamburg der neue Besitzer wäre, könnte man dieses doch gerne offen erklären, oder sollte ich da was falsch sehen?

Aber dank der neuen Pläne in diesem Gebiet, hat man in der Verwaltung offensichtlich inzwischen kalte Füße bekommen, denn bisher war amtlich festgestellt worden, daß es für diese Deponie NUR OBERFLÄCHLICHE UNTERSUCHUNGEN geben würde!

JETZT plötzlich, nachdem WIR von unserer Bürgerinitiative das Thema überhaupt erst hochgebracht haben, soll es eine intensive Untersuchung geben, was denn nun da unter der Erde liegen würde und wie groß die tatsächliche Gefahr sei für Menschen und Natur.

Grundsätzlich soll aber diese Fläche eine Art BIOTOP bleiben, wohl als praktische ‚Ausgleichsfläche‘ der nicht vorhandenen Ausgleichsflächen zum Victoria-Park.

Zum Schluß sei noch bemerkt, daß sich die Partei-Abgeordneten zwar absolut still verhielten, bis auf eine kurze Bemerkung des Herrn Schweim in Sachen der ‚Rückkehr des Ring 3s‘, aber er wurde von einer Dame nach der Veranstaltung auf seine Rolle als Biotopenkiller angesprochen, woraus er patzig antwortete: „Auf provokante Fragen antworte ich nicht!“

OK, aber gerade HerrSchweim ist eine der umstrittensten Figuren in unserer Umgebung und den Planungen um die neuen Gewerbegebiete! Auch hier in vielen Beiträgen mit den entsprechenden Dokumenten nachzulesen!

 

Dazu gerade hochaktuell im neuen WOCHENBLATT:

Wochenblatt270618LeserbriefZurGrossenHeide

Allerdings muß ich dazu feststellen, daß sich NABU und BUND, zusammen mit den anderen Gruppen, endlich zu einer KLAGE entschließen MÜSSEN! Nur protestieren hilft uns und der Natur leider nicht weiter!

 

Hier jetzt noch ein paar Beiträge zum Thema:

Zu Rahlstedt 134:

https://antivictoriapark.wordpress.com/2018/04/12/der-naechste-hammer-b-plan-rahlstedt-134/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2018/06/13/sed-aehnliche-propaganda-manipulation-bei-der-grossen-heide/

Zur Müllhalde:

https://antivictoriapark.wordpress.com/2018/04/23/dient-die-grosse-heide-nur-zur-tarnung-von-altlastenflaechen/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2018/04/22/vergiftete-bodenflaeche-auf-unserer-muellkippe-in-grosslohe/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2018/01/08/erst-sondermuellkippe-und-dann-atommuelldeponie-danke/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/06/25/ein-wunder-von-einer-muellkippe-zum-biotop-in-einem-tag/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/06/13/muellkippe-nun-doch-im-flaechennutzungsplan-enthalten/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/04/22/das-mysterium-der-muellkippe-geht-weiter/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/02/22/haftung-bei-altlastenentsorgung-durch-den-kaeufer/

Zur Fläche 900:

https://antivictoriapark.wordpress.com/2018/04/13/illegales-abholzen-auf-der-flurstueck-900/

Zu den Gutachten:

https://antivictoriapark.wordpress.com/2018/05/09/amtlich-bestaetigt-es-gibt-keine-neutralen-gutachten/

 

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