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Die professionelle Lüge von der ‚Großen Heide‘

Wochenblatt180418GrosseHeide

Ich habe mich hier ja schon des Öfteren mit dem Thema Große Heide‘ beschäftigt, aber das Ganze wächst sich langsam zu der peinlichsten Aktion innerhalb des B-Planes 131 der beiden Gewerbegebiete aus.

Die ‚Große Heide‘, die bis vor wenigen Monaten noch Niemand zwischen Großlohe und Stapelfeld kannte, selbst die täglichen Wanderer in diesem Bereich nicht, soll, wenn es nach dem Willen unseres Ortsamtes Wandsbek und der planenden Politiker im Senat geht, das Zauberwort sein, mit dem die Bevölkerung, die KEINESWEGS mit vielen Vorschlägen etc. mitgearbeitet hat, beruhigt und in ihrem Widerstand gezähmt werden soll.

Irgendwo auf einer hunderte von Jahre alten Karte hat man diesen Namen gelesen und umgehend für sich in Anspruch genommen, denn der klingt ja irgendwie nach ‚Lüneburger Heide‘ nur noch größer und viel schöner, weil sie wunderbar aufgewertet werden soll (Spruch von Senator Kerstan von den GRÜNEN)!

Genauso hat man sich das gedacht bei den Planern oder der, wie ich das sehe, Laienspieltruppe des Landschaftsplanungsbüros Jacob!

Irgendwie haben diese Herrschaften offensichtlich das Gefühl, man könne uns mit ein paar lächerlichen Bänken, ein paar Brückchen, einem angeblichen Hundespielplatz und einem rudimentären Erdbeerfeld ruhig stimmen und uns davon überzeugen, daß dieses tolle neue Gewerbegebiet doch viel besser ist, als der Mist, den wir heute haben, denn da sind die Wege oft matschig, manchmal sogar unzugänglich (ein Biotop eben), tolle Apfelbäume (wer erntet die eigentlich später), ein neues kleines Feld mit ÖKÖ-Erdbeeren (wer bewirtschaftet das eigentlich?) und so Manches mehr wird uns versprochen und Alles als ‚Aufwertung der Natur‘ deklariert!

Und diese Bezeichnung wird nicht etwa nur von SPD-Politikern im Munde geführt, sondern auch von den GRÜNEN!

Eigentlich gerade von denen, denn, wie Herr Schweim es so niedlich-sandkistennaiv auf seinem ‚Grünschnack‘ verbreitete, blutet ihm das Grüne Herz, wenn er an das Gewerbegebiet denkt. Aber hier, im Gebiet der Großen Heide darf er mal so richtig die ökologische Sau rauslassen! Hier wird NATUR PUR erstellt, wo eigentlich schon immer Natur war. Mal von dem Rohr abgesehen, durch das die Stellau unterhalb des Rahlstedter Schwimmbades fließt.

Tja, selbst unsere Müllkippe soll nun endlich mal schön gemacht werden, damit man da am Sonntag seinen Spaziergang machen kann.

Und die Ponys der Reiterhöfe dürfen dann munter auf gut gepflegten Wegen traben, rechts und links von wunderbaren Gewerbegebäuden des neuen Prämium-Gebietes umgeben.

Und Frau Jacob scheut sich nicht, uns immer wieder zu erzählen, daß hier auch neue Naturschutzflächen angepflanzt werden, Biotope, die ganz sicher ‚bis zur nächsten Eiszeit‘ sein werden.

Das vorher auf dem auch von ihr geplanten Gelände der Gewerbegebiete diverse Biotope plattgemacht werden, verschweigt sie lieber im Zusammenhang mit der ‚Großen Heide‘, denn das sind ja, wie man sich da oben ausdrückt, zwei völlig unterschiedliche Planungsgebiete.

Das Schönste aber an all diesen wunderbaren Plänen ist, daß erstens nahezu NIEMAND von der Bevölkerung da mitgearbeitet oder irgendwelche Vorschläge gemacht hat, wenn wir mal von zwei oder drei Schwachmaten absehen, sondern daß bis heute NIEMAND weiß, wer das bezahlen soll, zumal viele der Flächen weder im Besitz der Stadt Hamburg noch in dem von Jebens oder der WAS sind, sondern privaten Menschen oder Bauern gehören, die dafür ganz sicher kein Geld geben werden. Wozu auch?

Man sucht jetzt also händeringend Finanzquellen, damit wenigsten ein ganz kleines Bißchen irgendwann einmal dann auch entsteht.

Ähnlich wie bei dem B-Plan Rahlstedt 105, das dem Merkur-Park entsprach, wird es wohl so kommen, daß die Gewerbehütten längst stehen, die Umsetzung der versprochenen Ausgleichsgebiete aber nie 100%ig kommen wird.

Deswegen kann man jetzt wohl diese früheren Ausgleichsflächen einfach mit abreißen und verspricht den Bürgern neue, für die erstens keine Flächen da sind, zweitens aber auch kein Geld!

Die ‚Große Heide‘ ist die größte Lüge, die uns die Planer bisher verkaufen wollten! Aber sie wird auch zu einem Symbol der Lügen an uns allen werden.

 

Weitere Beiträge zum Thema:

https://antivictoriapark.wordpress.com/2018/04/18/vorgezogener-nachruf-auf-ein-kleines-hochwertiges-biotop/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/07/14/die-farce-grosse-heide-der-anfang-vom-ende/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2018/04/16/das-buero-jacon-beschwert-sich-bei-mir/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2018/04/12/der-naechste-hammer-b-plan-rahlstedt-134/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2018/04/06/die-grosse-luege-vom-schutz-der-biotope/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/07/06/brachiale-manipulation-der-menschen-durch-spd-und-gruene/

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https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/03/30/die-luege-ueber-die-ausgleichsflaechen/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/01/21/bund-stormarn-nennt-das-treffen-gestern-eine-farce/

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Das Landschaftsplanungsbüro Jacob beschwert sich bei mir !

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Frau Jacob ist offenbar nicht erbaut über meine Schreibe, was ich ja irgendwie verstehen kann.

Irgendwie scheinen die Gutachtenersteller-Firmen etwas sensibel zu reagieren, wenn man ihre Professionalität anzweifelt!? Unser Kollege Trede erhielt ja auch schon eine Abmahnung der unprofessionellen (meine Überzeugung) Gutachterfirma zum Verkehrsproblem!

Sie selber hat zwar nicht den Mut, persönlich zu antworten, und schickt einen ihrer Heloten vor, aber ich habe sie natürlich in meiner Antwort direkt angesprochen.

Anmerkung: Die Dame beschwert sich über mein UNFAIRES Handeln, aber sie sollte wissen, daß auf IHRER SEITE ein Heer von Anwälten stehen würde für den Notfall, dazu zwei Landesregierungen, die ebenfalls alle ihre Beziehungen einsetzen würden.

WIR hingegen haben als einzige scharfe Waffe DIE ÖFFENTLICHKEIT! Wir haben kein Geld, um gute Anwälte zu bezahlen, und das wissen die Leute auf der gegnerischen Seite!

Soweit zur FAIRNESS!

 

Hier ihre Mail von heute und dann folgt meine Antwort:

 

Herr Napp: Es reicht

16.04.2018 um 10:54

Von: André Kiesinger

Sehr geehrter Herr Napp,

nachdem Sie nun alle Mitmenschen im Verteiler seit langer Zeit mit Ihren unsäglichen Mails ungefragt versorgen, gebe ich Ihnen hiermit ein Zeichen: ES REICHT. Sie überspannen den Bogen zunehmend.

Ich kann Ihren Protest gegen die gewerblichen Planungen verstehen, er ist legitim. Auf eine unerträgliche Art und Weise diffamieren Sie jedoch die Planer, Verwaltung, Politiker und nicht zuletzt Ihre Mitmenschen in der örtlichen Bevölkerung. Sie führen „Täterlisten“. Sie verbreiten all das über das Netz.

Sie schädigen den Ruf meines Planungsbüros. Sie werfen mir wiederholt Skrupellosigkeit, Dummheit, Naivität und Lügen vor. Sie führen dafür Zusammenhänge an, die Sie selbst hergestellt oder in einen kausalen Zusammenhang gebracht haben, die aber so nicht der Wahrheit entsprechen. Diese Vorgehen Ihrerseits ist als skrupellos und verlogen einzustufen.

Ein Protest und Gegenstimmen sind in unserer Planungskultur durchaus vorgesehen. Mit sachlicher Kritik und fachlicher Auseinandersetzung ist in den gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligungsverfahren umzugehen. Es kann nicht akzeptiert werden, dass nur Sie auf allen rumtrampeln, auf alle verbal einschlagen, und wer sich gegen Ihre Mails wehrt, wird gleich von Ihnen in der nächsten Mail an den Pranger gestellt. Das ist kein fairer Umgang.

Sie zeichnen Ausschuss-Sitzungen auf, mit dem Hinweis, dass dies rechtens ist, wenn es angekündigt und erlaubt ist. Dies war in der Sitzung des Ausschusses am 26.3.2018 in Stapelfeld zur Beratung der Großen Heide nachweislich nicht der Fall. In Ihrer nachfolgenden Mail bieten Sie sinngemäß an: wer am Ausschuss nicht teilnehmen konnte, der könne die Aufzeichnungen von Ihnen bekommen. Nur in diesem einen Punkt möchte ich Sie beispielhaft auf die Rechtsfolgen Ihres Handelns hinweisen, insbesondere vor dem Hintergrund der seit Mai 2016 geltenden und ab 25. Mai 2018 in Deutschland unmittelbar geltenden EU-Datenschutz-Grundverordnung, die dann weitaus umfangreichere Abmahnungsmöglichkeiten, Bußgeldvorschriften und Regelungen zum Schadensersatz bei Verstößen vorsieht.

Ich verbitte mir weitere unsachliche Vorwürfe und rufschädigende Darstellungen in Verbindung mit der Verbreitung in Ihren Medien, meine Person, mein Büro und meine fachliche Kompetenz betreffend. Ich behalte mir weitere Schritte vor.

Auch werde ich mich auf diesem unsachlichen Niveau in keine weitere Diskussion mit Ihnen einlassen.

Angelika Jacob

LANDSCHAFTSPLANUNG JACOB 

Freie Landschaftsarchitektin bdla

Ochsenzoller Str. 142a

22848 Norderstedt

 

Antwort auf die Mail Ihres Angestellten

16.04.2018 um 13:14 Uhr
Von: Jörn Napp
An: Landschaftsplanungsbüro Jacob


Liebe Frau Jacob.
Ich adressiere diesen Brief an Sie, da Sie die von mir angesprochene Person sind.
Dieser Brief und der Ihres Büros werden natürlich bei mir veröffentlicht.
Es ist schon spannend, Ihre Auftragsmail zu lesen.
Immerhin nehmen Sie Stellung zu meinen Vorwürfen, was ich anerkenne, auch wenn Sie einen Ihrer Angestellten vorschicken, was eher peinlich ist.

Aber meine Vorwürfe basieren IMMER auf Dokumenten, wie zum Beispiel ihren Ausspruch von der ’nächsten Eiszeit‘, der historisch geworden ist und in die Geschichtsbücher eingehen wird.
Was die Aufzeichnungen von ÖFFENTLICHEN (nicht geheimen) Sitzungen angeht, so benötige ich dafür keine Genehmigungen, denn die Sprüche der dort auftretenden Personen sind ja ‚für die Öffentlichkeit‘ bestimmt.
Was den sogenannten ‚fairen Umgang‘ betrifft, so ist das eine Forderung, die ausgerechnet auf IHRER SEITE, der Seite der Machthaber und Planer, nicht berücksichtigt wird!

WIR sind durch ALLE demokratischen Möglichkeiten gegangen, um diese Planungen zu verhindern, was Ihnen bekannt sein dürfte.
Alle diese Versuche wurden mit mehr als undemokratischen Mitteln abgeblockt, wie zum Beispiel der EVOKATION durch den Senat. Hier werden mit Hilfe eines mittelalterlichen Fürstenrechts demokratische Parlamente in ihren Rechten beschnitten. Sogar bei der Bürgerschaft schreckt der Senat nicht vor solchen Handlungen zurück. Das können Sie gerne in der Zeitschrift ‚Hinz & Kunst‘ vom November 2016 nachlesen. Titelunterschrift: ‚Warum diskutieren, wenn das Ergebnis schon vorher feststeht?‘. Finden Sie so etwas demokratisch?
Sie selber wissen auch, daß die sogenannte Bürgerbeteiligung bei der ‚Großen Heide‘ geradezu lächerlich war und in keinster Weise die Bevölkerung und deren Willen repräsentierte!
Überhaupt geht die so hoch gepriesene ‚Bürgerbeteiligung‘ immer nur so weit, wie die Bürger zu den Planungen ‚Hurrah!‘ schreien!
Ansonsten werden schon von den Wirtschaftsförderungsgruppen (Wir im Norden 2/16) Forderungen laut, diese abzuschaffen oder mindestens stark zu reduzieren, da sie nur die Planungen behindern! Sehr demokratisch, wenn Sie mich fragen!

Und wir sehen gerade beim B-Plan Rahlstedt 134, daß uns hier ‚Aufwertungen‘ angepriesen wersen, die längst schon da sind, wie zum Beispiel die Hundewiese. Das ist eine seit mindestens 20 Jahren. Peinlich. Sie dienen nur, um unseren Widerstand irgendwie im Zaum zu halten und von den Realitäten abzulenken.
Was Ihre fachliche Qualifikation betrifft, so mag diese im Prinzip genügend sein, aber wie Sie diese in Dienst stellen, genügt solchen Vorgaben meiner Meinung nach keineswegs, denn Ihre sogenannten Gutachten sind in keinster Weise neutral, sondern laufen ALLE auf den Wunsch des Auftraggebers hinaus. Das widerspricht übrigens den Vorgaben eines guten und ordentlichen Gutachtens.
Im Falle des Victoria-Parks arbeiten sie gleichzeitig auch noch für das Bezirksamt Wandsbek, was den Begriff ‚Neutralität‘ endgültig as absurdum führt.
Daß es sich im Falle der von Jebens finanzierten Gutachten, wie ich das leider sehen muß, grundsätzlich auch um einen Fall von Korruption handelt, was zwar von der Staatsanwaltschaft verneint wurde, weil so etwas ja ‚gängige Praxis‘ sei, wirft auch kein gutes Licht auf die Planungen, denn die D.I.E. weist in einer Broschüre ausdrücklich darauf hin, daß keine geldwerten Leistungen eines Planungsbegünstigten angenommen werden dürfen.
Warum, versteht sich von selber und wurde in vielen Untersuchungen über ‚Korruption im öffentlichen Dienst‘ (siehe viele meiner Artikel) erklärt.
Aber alle diese Vorschriften, genauso wie die Gesetze zum Schutz der Natur etc., sind offensichtlich immer nur für uns Bürger gedacht, nicht aber für die Planer!
Ihre ach so geschützten und schützenden Biotope sind das beste Beispiel dafür. Wie wenig Ihre Sprüche wert sind, was die Dauerhaftigkeit von Biotopen betrifft, ersehen Sie an den B-Plänen Rahlstedt 5, 105, 120 und 131. Dazu die Hummelsbütteler Feldmark etc. Selbst hochwertige Biotope genießen keinerlei Schutz, auch wenn das jeweils in den Vorgängerplänen beurkundet wurde. Da wirken Sprüche, wie Ihre ‚Eiszeit‘ schon unglaublich peinlich! Professsionell sind sie jedenfalls, wie ich das sehe, keinesfalls, denn Sie kennen ja hoffentlich diese alten Dokumente!
Ein Profi sollte immer wissen, was er sagt und dann auch dazu stehen.
Vor allem aber sollte er IMMER bei der Wahrheit bleiben, die hier mit schweren Kampfstiefeln in den Dreck getreten wird. Das ist meine Meinung, aber durchaus auch vieler anderer Bürger!
Ein Profi sollte auch keine Scheu davor haben, in der Öffentlichkeit kritisiert zu werden!
Denn DAS ist sehr unprofessionell.
Man kämpft für eine Sache, weil man überzeugt davon ist, daß sie gerecht ist. Was wir machen.
Und aus meiner Sicht, stehen Sie ganz klar auf der falschen Seite des Rechtes!
Auch wenn Ihnen Richter sicherlich das Gegenteil bescheinigen werden.
Aber genau das ist es, was ja den Frust der Bürger mit dem Staat so fördert!
Wir haben nicht die Waffen, die Ihnen zur Verfügung stehen und sollen das Alles klaglos schlucken. Danke!
Hier in Großlohe sind mindestens 85% der Bürger gegen die B-Pläne, von ein paar Migranten abgesehen, die es nicht wagen, in die Öffentlichkeit zu treten.
Also unterlassen Sie bitte von jetzt an irgendwelche Redensarten vom ‚Wunsch der Bürger‘ etc. im Munde zu führen.
Das wäre nämlich klar gelogen! Egal, ob es den Victoria-Park oder die lächerliche ‚Große Heide‘ betrifft.
Wir und auch ich werden jedenfalls nicht nachlassen im Kampf gegen dieses Umweltdesaster. Und auch die geschlossene Gegnerschaft der Umweltverbände sollte Ihnen zu denken geben.
Ich hoffe sehr, daß Sie ein paar schlaflose Nächte haben werden, wenn Ihr schlechtes Gewissen Sie hoffentlich mal plagt!
Sie stehen jedenfalls bis jetzt auf der falschen Seite der Moral und damit zu recht auf der Täterliste!
Jörn Napp
Bachstückenring 5
22149 Hamburg
Tel: 01755825443

Die Stapelfelder Farce erreicht seinen Höhepunkt: „Wir denken ja immer bis zur nächsten Eiszeit.“

Stapelfeld-KratzmannscheKate-klein

Das hier ist die Kratzmannsche Kate in Stapelfeld. Diese ist das inoffizielle Rathaus dort, wo sich die verschiedenen Organe des Dorfes zu ihren Sitzungen treffen.

Modern ausgestattet mit einer erstaunlich guten Technik. Da fühlt man sich als Abgeordneter doch richtig wohl.

Stapelfeld-Verkehrsausschusssitzung260318-klein

Gestern am 26.3.2018 ab 18.15 Uhr trafen sich dort hintereinander der Verkehrsausschuß (Foto oben) des Amtes Siek und der dortige Bauausschuß (Foto unten). In beiden Gruppen wurden Themen behandelt, die unser Problem mit dem Gewerbepark beinhalteten.

Beim Verkehrsausschuß ging es um die bemerkenswerten Umbauarbeiten auf der K 107, der Hauptstraße, die durch Stapelfeld geht. Und beim Bauausschuß um den 30. Flächennutzungsänderungsplan in Sachen Minerva-Park.

Stapelfeld-Bauausschusssitzung260318-klein

Zur Dokumentation habe ich beide Sitzungen aufgenommen, was mir gestattet ist, da es sich um ÖFFENTLICHE SITZUNGEN gehandelt hat, was einem Bürger erlaubt ist nach dem Mediengesetz!

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/05/12/tonaufzeichnungen-bei-oeffentlichen-reden/

Wer diese Sitzungen verpaßt hat, kann auf Wunsch die Aufnahmen bekommen.

Hier zunächst einmal die offiziellen Mitglieder der beiden Ausschüsse, von denen es allerdings viele vorzogen, doch nicht zu erscheinen, da das Thema wohl nicht werbewirksam und interessant genug für sie war.

Stormarn-Verkehrsausschuss-Mitglieder

Richtig drastisch war das beim Bauausschuß, wo NUR 3 Mitglieder erschienen. Trotzdem erklärte der Vorsitzende diesen ‚Kreis‘ für abstimmungsberechtigt! Ist doch Demokratie pur, wenn man mich fragt.

Stormarn-Wirtschafts-Planung und Bauausschuss-Mitglieder

Da stimmten ganze drei Personen über unser Aller Schicksal ab, allerdings unter den wohlwollenden Blicken des Stapelfelder Bürgermeisters Westphal, der gestern ziemlich aufgeschwemmt und mit puterrotem Gesicht dasaß, und dem WAS-Geschäftsführer Detlev Hinselmann, der aalglatt und mit Dauerlächeln ebenfalls am Runden Tisch saß.

Er begrüßte mich und nannte seinen Namen (Machte er bei Allen). Ich sagte meinen und er wußte, wer ich war, sagte aber nur „Aha.“. Aber immerhin war ich ihm durchaus bekannt.

DetlevHinselmann-WASGeschaeftsfuehrer

Detlev Hinselmann (Das Foto stammt von der Webseite der WAS)

Für die Präsentation der Verkehrsberuhigungsprojekte in Stapelfeld war eine Dame der Nord Consult da und für die Änderung des Flächennutzungsplanes die notorische Frau Jacob, die uns Allen schon sattsam bekannt ist. Diese hatte auch einen wirklich großen Moment, woraus ich im Titel zitiere.

Zunächst werde ich noch nicht näher auf die geplanten Änderungen der Verkehrssituation im Dorf Stapelfeld eingehen. Das werde ich in einem späteren Beitrag nachholen. Aber Eines darf und MUSS ich schon mal im Vorwege erwähnen:

Der Kreis Stormarn ist überglücklich, daß die Kosten dieser Umbauten (mit Ausnahme einer zu installierenden zusätzlichen Ampel) VOM INVESTOR übernommen werden!

Wie ich ja schon in meinen Korruptionsbeiträgen schrieb, gehen in Deutschland meist keine Bargeldsummen über den Tisch, sondern man bietet den meist klammen Ortskassen geldwerte Leistungen an, um die Entscheider ruhig oder gar positiv zu stimmen. Im Kreis Stormarn wird das AUSDRÜCKLICH als äußerst positiv erwähnt, daß ihnen keinerlei Kosten entstehen würden!

Und in Stapelfeld schon mal gar nicht, da man mit dieser Maßnahme ja gleich auch noch den Unfallschwerpunkt Hauptstraße und Groot Redder baulich verändern möchte.

Die beiden Bushaltestellen, die aus einer heutigen Busbucht auf die Straße verlegt werden sollen, um den zunehmend schneller werdenden Verkehr auszubremsen, sorgten allerdings ein paar besorgte Fragen eines Stapelfelder Ausschußmitgliedes wegen der dadurch zu erwartenden Staus innerhalb des Dorfes und den möglichen Sichtbehinderungen für Fahrer, die von der Reinbeker Straße kommend in die Hauptstraße Richtung Hamburg einbiegen möchten.

Und man fand es bemerkenswert, daß diese Bushaltestellen NUR in Richtung Osten aus Hamburg raus gebaut werden sollen, nicht aber auf der Seite in Richtung Hamburg.

Das wurde damit erklärt, daß der meiste Verkehr wohl aus dem Gewerbepark raus kommen würde. Die umgekehrte Richtung, zum Beispiel morgens, wurde offensichtlich nicht in Betracht gezogen.

Ansonsten war das dann schon das Ende der Kritik. Grundsätzliche Gegnerschaft gab es keine, und im schlimmsten Fall enthielt man sich der Stimme.

Die Zeichnungen und Vorschläge der Nord Consult kann man sich hier ansehen.

https://www.dropbox.com/s/fw0tho6ds3404z7/Stapefeld-Sitzungsvorlage260318MinervaParkVerkehrsloesung.pdf?dl=0

Selbst als Unterstützer der Gewerbeparks sollte man schon die nahezu unglaubliche Naivität der Ausschußmitglieder bewundern, die oft, so hatte ich den Eindruck, gar nicht wußten, über was sie da eigentlich abzustimmen hatten! Diesen Eindruck hatte ich allerdings bei den Sitzungen des Regionalparlamentes in Wandsbek auch schon des Öfteren. Scheint also ein Normalzustand zu sein.

2. Teil des Abends:

Richtig sarkastisch wurde es, als die Sitzung des Bauausschusses begann. Da war die Naivität der – immerhin – DREI ABSTIMMUNGSFÄHIGEN TEILNEHMER nahezu unglaublich!

Wir Zuhörer konnten uns des Eindrucks nicht entziehen, daß man ABSICHTLICH nicht alle Mitglieder hinzugeordert hatte, um kein Risiko eingehen zu müssen. Man wußte von vornherein, daß von den Dreien zwei für und einer – der QUOTENDEMOKRAT – gegen die Pläne stimmen würde! Das sollte als Nachweis für demokratische Verhältnisse reichen!

Da ja ein großer Teil der durch den Minerva-Park zubetonierten Fläche ein Landschaftsschutzgebiet ist, muß eine ÄNDERUNG der Flächennutzung beantragt und durchgesetzt werden.

Hierzu hielt zunächst eine Dame von dem Landschaftsplanungsbüro Jacob eine Einführung in die gegebenen Verhältnisse, wobei sie mit einem kleinen WUNDER aufwarten konnte.

 

Während die bisher angegebenen Ausgleichsflächen für den GRÜNZUG offensichtlich für eine Änderung der Ansichten des Innenministeriums in Kiel nicht ausreichend gewesen wären, so war am 21. März urplötzlich und wunderbar noch ein Stück Fläche oben rechts hinzugekommen! Das Datum stand auf dem Lichtbild, das uns gezeigt wurde!

Einer der anwesenden Bauern, der dort wohl Land besitzt, fragte kritisch, ob der Begriff ‚Grünfläche‘ gültig sei, da man dann diese ja nicht nutzen könne. Er habe dort Flächen und fand diese Bezeichnung nicht sehr glücklich.

Frau Jacob beruhigte den Mann, indem sie bemerkte, diese Bezeichnung sei UNGLÜCKLICH gewählt. In Wirklichkeit handele es sich um einen vorgeschriebenen GRÜNZUG, der, wie in diesem Fall, landwirtschaftlich genutzt werden könne.

Da wir den in frage kommenden Bauern kennen (ich will ihn hier nicht nennen), und dieser sich bisher immer geweigert hatte, seinen Boden zu verkaufen oder zu tauschen, scheint es zu einem DEAL gekommen zu sein: Jebens kauft die Fläche und verpachtet sie an diesen Bauern zurück!

Auch hier wäre der Gruppe aus Jebens, Hinselmann und Westphal ein großer Sieg gelungen, denn bisher hatten wir immer unsere Hoffnung auf diesen letzten Aufrechten gesetzt.

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Hier sehen wir diese Fläche. Im Hintergrund den schon existierenden Merkur-Park.

Als dann noch die gute Frau Jacob, die bemerkenswerterweise für ALLE BETEILIGTEN arbeitet und vom Investor bezahlt wird, diese Pläne dadurch zu stärken versuchte, indem sie die EWIGE GÜLTIGKEIT beschwor, wurde die Sitzung endgültig zur Farce.

Hier das Originalzitat dieser Dame. Und man darf sich ziemlich erschrocken zeigen vor soviel zugegebener Naivität und Skrupellosigkeit, nochmehr aber, daß diese Äußerungen von den Anwesenden ohne Kritik hingenommen wurden.

Es zeigt das Intelligenzniveau der Entscheidungsträger dramatisch!

Diese Ausgleichsflächen werden über entsprechende Zuordnungsfestsetzungen mit den B-Plänen gekoppelt und in den nachfolgenden Verträgen mit den Investoren dann auch gesichert, so daß man aus dieser Ausgleichsverpflichtung nicht mehr raus kommt.

Ja, wir Landschaftsplaner denken da immer bis zur nächsten Eiszeit, also wirklich dauerhafte Sicherung.

Leider konnte ich ja nichts dazwischen rufen, sonst hätte ich die Dame gefragt, ob sie uns grantieren könne, daß diese Sicherung tatsächlich bis zur nächsten Eiszeit Gültigkeit haben würde?

Die Realitäten beweisen ja leider, daß solche Sicherungen von Ausgleichsflächen (ebenso von Biotopen höchster Kategorie) noch nicht einmal das Papier wert sind, auf das sie irgendwann mal gedruckt werden. Das sehen wir dramatisch an den Versprechungen bezüglich der Ausgleichsflächen am B-Plan Rahlstedt 105, der noch nicht wirklich lange her ist! Dieser versicherte uns Allen, daß die Ausgleichsflächen für den damals zu bauenden Merkur-Park DAUERHAFT GESICHERT wären!

Das weiß natürlich auch die Frau Jacob, aber offensichtlich NICHT die ziemlich tumben Ausschußmitglieder! Oder andere Alternative: Sie wollen oder DÜRFEN das nicht wissen oder glauben, wobei ich persönlich Letzteres für wahrscheinlich halte!

Hier noch mal ein paar Links zu den Ausgleichsflächen der Ausgleichsflächen. Den Lug und Betrug, dem wir im letzten Jahr ausgesetzt waren und immer noch sind. Alles basierend auf den vorliegenden DOKUMENTEN!

 

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/03/30/die-luege-ueber-die-ausgleichsflaechen/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/05/17/die-luege-um-die-ausgleichsflaechen-vom-merkur-und-victoria-park/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/05/12/der-kreuzzug-gegen-die-unglaeubigen-von-wysocki-und-jebens/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/09/25/stapelfeld-16-buergermeister-westphal-beluegt-seine-buerger/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/07/14/die-farce-grosse-heide-der-anfang-vom-ende/