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Idyllisches Stapelfeld – Zwischen Klärschlammverbrennung, Minerva-Park, Atommülldeponie und Höffner-Scheiße!

 

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Es scheint sich bisher in Stapelfeld aber auch auf den ‚Widerstandsseiten‘ noch nicht herumgesprochen zu haben, daß man ernsthaft plant, neben die derzeitige Müllverbrennungsanlage noch eine weitere zu setzen, mit der ein CHINESISCHER Investor Klärschlamm verbrennen und KOHLE machen will!

Vor einigen Tagen war ich mal vor Ort und durfte feststellen, daß das Gelände direkt neben der MVA schon bearbeitet wird, was wohl, wie ich das jetzt sehe, schon die ersten Hinweise auf diesen Bau sind! Auch hier beginnen die offensichtlich schon, bevor das Projekt in rechtlichen trockenen Tüchern ist.

Baurechtliche Vorschriften gelten ja, wie wir erleben durften, NUR für Otto-Normalbürger, nicht aber für staatlich Instanzen und deren Finanzierer!

Aber daß das Ganze natürlich selbstredend durchgeht, dafür sorgen dann schon unser kleiner Ex-Unteroffizier Westphal, seines Zeichens Bürgermeister des naturnahen Dörfchens Stapelfeld, der auf der Gehaltsliste der WAS stehende Landrat Henning Görtz und Detlev Hinselmann (Geschäftsführer der WAS), die alle natürlich NUR unser Aller Wohl im Holzauge haben.

Na ja, Westphal verspricht sich offensichtlich etwas mehr Steuergelder im Säckel, um seinen klammen Ortshaushalt zu sanieren!?

Über diese tollen Entwicklungen berichten unisono verschiedene Zeitungen, darunter das Hamburger Abendblatt in seiner Stormarn-Ausgabe schon im November letzten Jahres:

https://www.abendblatt.de/region/stormarn/article212601771/MVA-Stapelfeld-plant-Neubau-fuer-150-Millionen-Euro.html

In der Bargteheide aktuell, wo uns gleich versprochen wird, daß man ’nach vorne denken und unsere Zukunft sichern‘ will. Klar, was sonst?

https://www.bargteheideaktuell.de/aktuell/48227/nach-vorne-denken-die-zukunft-sichern/

Und auch die Lübecker Nachrichten und das Stormarner Tageblatt erzählen uns über diese tollen Pläne:

http://www.ln-online.de/Lokales/Lauenburg/Chinesen-planen-Neubau-der-MVA-Stapelfeld

https://www.shz.de/lokales/stormarner-tageblatt/wird-muellverbrennungsanlage-neu-gebaut-id18365616.html

Genau wie bei einer möglichen Atommülldeponie in Siek wird ja immer uns Allen versprochen, daß Alles nur POSITIV ausgehen kann und daß man immer unser Bestes wolle! Aber wie wir Alle wissen, sind Sprüche und Versprechungen der Politiker und Beamten wohlfeil und lassen einen eher an ein gut geöltes System aus Korruption und Vetternwirtschaft denken!

Über die Probleme mit der MVA Stapelfeld habe ich schon mehrfach geschrieben, vor allem aber auch darüber, daß hier nicht etwa wirklich nur unser lokales Müllproblem beseitigt werden soll, sondern es des lieben Geldes Willen einen riesigen Mülltourismus gibt, der sich noch erheblich steigern wird, wenn dieses Teil erst einmal in Betrieb ist.

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/03/07/was-haben-stapelfeld-und-die-italienische-camorra-gemeinsam/

Es gab und wird auch in Zukunft im Umfeld dieser Anlage niemals genug Müll zum Verbrennen gegen, auch keinen Kärschlamm in ausreichenden Mengen, um das Werk rentabel und GELDBRINGEND arbeiten zu lassen!

Und Investoren haben nur ein Ziel: GELD!

Man fragt sich, warum die EON, die sich im Falle des kleinen Blockkraftwerks neben der MVA auch noch EON Natur schimpft (hört sich natürlich besser an, klar!) ihren Anteil zunächst an eine obskure schwedische Investorengruppe EEW verkauft hat, die grundsätzlich nur ein Wurmfortsatz der EON war und ist, wie es der Name schon sagt: E (EON) E (Energy) from W (Waste). Hört sich doch gut an, oder? Da fühlt sich doch jeder kleine Naturfreund sofort am Bauch gekitzelt und geht beruhigt abends ins Bettchen.

Aber die EON hat wohl noch einen anderen Partner, an die er dann umgehend seine Anteile verscherbelt hat: die Beijing Enterprises Holdings Limited, die offiziell in Hong Kong residiert und uns aus unserer Müllmisere befreien will, wenn auch nur gegen hartes Geld! OK, erst einmal wollen die, um 70 Arbeitsplätze zu erhalten, 150 Mio. Euronen investieren, aber doch nur, um danach ein Vielfaches davon zurückzubekommen!

http://www.behl.com.hk/en/global/home.php

Auch hier alles wunderschöne farbige Bildchen. Sogar Bier stellen die her!? Ob die sich auch an das ‚Deutsche Reinheitsgebot‘ halten? Na ja, ist ja in China, da gilt das nur für das Tsingtau-Bier.

Da wir alle wissen, daß in dem angeblich kommunistischen Staat China die Mafia das Sagen hat und sich im wahren Sinne des Wortes ‚einen Dreck um die eigenen Bewohner schwert‘, werde ich die Ahnung nicht los, daß hier Geld investiert werden soll, das dann später weiter in obskure Hände läuft, an dem allerdings auch hier der Eine oder Andere profitieren wird!

Auf jeden Fall scheint es eine gute Geldanlage zu sein für Menschen, die nur Nullen hinter den Zahlen sehen wollen:

https://www.boersen-zeitung.de/index.php?l=0&li=80&isin=HK0392044647

Die gewinnbringende Zusammenarbeit zwischen EON und den Chinesen gibt es offenbar schon etwas länger.

http://global-recycling.info/archives/339

EEW is active in Germany, Luxembourg and the Netherlands. The company operates 18 Energy from Waste plants with an installed waste capacity of around 4.7 million tons, producing in total six TWh of energy. In 2014, EEW generated sales of about 539 million Euro.

Da jubeln die Herzen der Investoren!

Jetzt aber zurück zu UNSEREM Problem, denn dieses hat ja Auswirkungen nicht nur auf die dummen kleinen Stapelfelder Bürger, die sich das offensichtlich gerne gefallen lassen, sondern natürlich auch auf uns hier in Rahlstedt-Großlohe! Schließlich ist die MVA nur einen Katzensprung von uns entfernt.

Nun versprechen und nicht nur die Manager sondern durchaus auch DIE GRÜNEN oder das Bundes Umweltministerium, daß mit der Verbrennung von Klärschlamm endlich die Gummilösung für die Nutzung dieses Mülls gefunden sei! Aber sie vergessen gerne, daß zwar vielleicht die Verbrennung die bessere Methode sei, als den Schlamm auf unseren Feldern zu verteilen, was inzwischen verboten ist, aber ob da aus den Schornsteinen tatsächlich nur gesundheitsfreundliche Sachen kommen, ist bisher nur bedingt geklärt. Was aber ganz sicher NICHT umweltfreundlich ist, ist der zunehmende LKW-Verkehr, der kommen wird und MUSS, denn irgendwie muß der ganze Mist ja da hingeschüsselt werden!

Allerdings gab es 2008 in Karlsruhe ein Kleine Anfrage der GRÜNEN zum Gifteintrag durch die Klärschlammverbrennung:

http://web3.karlsruhe.de/Gemeinderat/ris/bi/vo0050.php?__kvonr=21876

Und die Statistiken sehen nicht wirklich beruhigend aus:

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Mmmmhhhh! Lecker! Vor allem bei Ostwind!

Nun ist ja bisher noch nicht einmal das Verkehrsproblem für den Victoria- und Minerva Park geklärt, da kommt schon wieder, und diesmal ein erheblich größeres auf die Stapelfelder und uns zu: Massenweise neue LKWs, die die ohnehin schon ständig verstopfte Autobahn zusätzlich belasten werden und natürlich auch große Teile der L 222 (Alte Landstraße) als Fahrbahn benötigen werden. Zumindest den Teil von den Ausfahrten Ahrensburg und Stapelfeld, die ja, wohl auch deswegen, erheblich umgebaut werden sollen! Deren Abgase machen natürlich nicht halt vor dem Örtchen Stapelfeld, was sich wohl von selber versteht!

Den Ütersener Nachrichten von 2015 dürfen wir zum Thema LKWs und Klärschlammverbrennungsanlage folgende nette Feststellung entnehmen:

https://www.shz.de/lokales/uetersener-nachrichten/arbeit-an-langfristigen-loesungen-id13467986.html

„Wenn damals ein Lkw mit Klärschlamm zur Verbrennung gefahren ist, so sind es jetzt vier“, erklärt Dr. Julia Weilbeer, Geschäftsbereichsleiterin Produktion. Denn im Klärschlamm ist jetzt deutlich mehr Wasser enthalten. Der zusätzliche Lkw-Verkehr verursacht beim azv Kosten und bei den Hetlingern Ärger über Lärm und Abgase.

Na, wenn mich das beruhigen soll?

Wenn wir uns mal so entspannt die Zahlen zur Müllverbrennung durch lesen, die wir dem Abendblatt entnehmen dürfen, dann braucht man keine großen Rechnungskünste, um feststellen zu dürfen, daß aus dem Bereich Stormarn nicht nur viel zu wenig Restmüll kommt, sondern erst recht keine ausreichenden Mengen von Klärschlamm!

Werden diese dann ebenfalls von der italienischen Mafia gekauft und durch halb Europa geschüsselt, um hier verbrannt zu werden?

Kann DAS im Sinne der GRÜNEN sein? Sicher wohl nicht!

Zu weiteren Problemen sehen wir mal kurz in das ‚Recycling Magazin‘:

https://www.recyclingmagazin.de/2017/05/17/grosser-bedarf-in-der-monoverbrennung-von-klaerschlamm/

Und auch innerhalb der thermischen Verwertung wird die AbfKlärV den Markt neu ordnen. Denn sie enthält für die Anlagen der Klasse 4b und 5 auch eine Pflicht zum Recycling des im Klärschlamm enthaltenden Phosphors. Und diese ist in Mitverbrennern wie Kohlekraftwerken, Zementwerken und Müllverbrennungsanlagen nicht wirtschaftlich, da der Anteil des Phosphors in der Asche zu gering ist. Für die Anlagen der Größenklasse 5 sollen die Vorgaben 12 Jahre nach Inkrafttreten der AbfKlärV verbindlich werden, für jene der Größenklasse 4b nach 15 Jahren.

….

Neben den regionalen Kapazitäten bietet aus Sicht von ecoprog auch die Vielzahl der derzeit geplanten Projekte ein Risiko im Markt. Bereits heute befinden sich einige Projekte in unterschiedlichen Planungsstufen. Im schlimmsten Fall würden konkurrierende Planungen dann langfristig zu regionalen Überkapazitäten führen.

So, ihr lieben Stapelfelder!

Wollt ihr weiterhin den markigen Sprüchen eures Ex-Unteroffiziers folgen, oder wollt ihr endlich eure Geschicke und die eures Dorfes SELBER in die Hände nehmen?

Noch könnt ihr euer Schicksal selber entscheiden, aber wenn die Sachen erst einmal stehen, dann hilft kein Klagen und Jammern! Und DAS ist dann eure ureigenste Schuld!

 

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Was haben Stapelfeld und die italienische Camorra gemeinsam?

NATÜRLICH NICHTS! Hoffe ich wenigstens!

„Alles, was das Leben bedroht, muss verboten sein. Jede Generation muss die Interessen der kommenden Generationen wahrnehmen.“

– Jacques Attali

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Foto: Correctiv

Trotzdem muß ich über ein paar Dinge nachdenken, die sowohl das kleine Örtchen Stapelfeld als auch die neapolitanische Camorra betreffen.

Direkt neben dem Örtchen bei Braak liegt die Müllverbrennungsanlage MVA Stapelfeld. Sie ist inzwischen eine Art Wahrzeichen des Dorfes geworden, denn ihr Schornstein ist schon von Weitem zu sehen, egal, von welcher Seite man kommt.

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Dieses Kraftwerk sorgt schon seit vielen Jahren für Strom und Fernwärme unseres Bezirkes, indem es den Abfall verbrennt, der vorzugsweise in Hamburg entstanden ist. Die Region Stormarn dürfte keinesfalls genug Müll liefern, so daß es bisher Verträge mit Hamburg zur Entsorgung des Mülls gab.

Da aber die Hamburger immer fleißiger den Müll sortieren, und ja nur Restmüll zur Verbrennung gelangen darf, ging dieser Art Anlagen langsam aber sicher der ‚Brennstoff‘ aus.

Und so kam es, daß Hamburg 2015 die erste seiner MVAs schloß!

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article142613840/Zu-wenig-Muell-Aus-fuer-Muellverbrennungsanlage.html

Unser Umweltsenator Kerstan, der ja auch in die Planungen um den Victoria-Park und die bisher unbekannt Mülldeponie in Großlohe tief verstrickt ist, hatte hier endlich mal Gelegenheit, sich als ‚Umweltheld‘ aufspielen zu können.

Aber der Artikel enthielt auch etwas, das ich bisher noch nicht wußte:

Hinweise auf einen flotten MÜLLTOURISMUS zu unseren MVAs, darunter auch die in Stapelfeld! Mangels eigenem Abfall transportierte man Müll aus Groß Britannien und ITALIEN heran! Man stelle sich mal das für die Umwelt vor, da ja gerade DIE GRÜNEN immer wieder lange sinnlose Transportwege anprangern.

Zitat: Hinzu kam, dass die Kapazitäten der vier Anlagen in den letzten Jahren selbst durch Verträge, nach denen einige hunderttausend Tonnen Müll aus den Umlandkreisen mitverbrannt wurden, nicht voll ausgeschöpft werden konnten. Immer wieder hatte die Stadtreinigung auch Müll aus anderen Ländern importiert.

Im Jahr 2014 beispielsweise wurde Abfall aus England verbrannt. Ein anderes Mal kam der Müll für Hamburgs Öfen aus Italien.

Diesen Mülltourismus prangerte ich dann auch an, zumal der durch die neuen Gewerbegebiete ja noch verstärkt würde, diese also mit Müll aus Italien beheizt und mit Strom versorgt würden!

Der SPD-Angeordnete Ole Thorben Buschhüter schrieb mir dazu:

Ich zitiere einmal aus meiner eigenen Schrift ‚Chronologie des größten geplanten Umweltverbrechens‘ vom Stand 7.3.2017:

https://www.dropbox.com/s/75zz11g5ruljsdw/Chronologie%20des%20gr%C3%B6%C3%9Ften%20geplanten%20Umweltverbrechens%20070317.docx?dl=0

„Mit der Müllverbrennungsanlage Stapelfeld hat das Ganze nur wirklich überhaupt nichts zu tun. Sie liefert auch Strom, quasi als eigenes Abfallprodukt, aber ja nicht gezielt für das Gewerbegebiet, sondern speist in das allgemeine Netz ein. Wenn es sie nicht mehr gäbe, stünde trotzdem genug Strom aus anderen und hoffentlich ökologischeren Quellen bereit. Mit der Fernwärme sieht es ähnlich aus. Das Gewerbegebiet an das von HanseWerk Natur betriebene Fernwärmeverbundnetz Hamburg-Ost anzuschließen ist nur vernünftig. Die MVA ist aber nur ein Wärmelieferant von vielen in diesem Verbundnetz. Die Wärmeversorgung kann auch mit den übrigen Erzeugungsanlagen gewährleistet werden, die MVA ist dafür nicht nötig.“

Nun ja, noch verbrennt diese aber Müll, der aus England oder Italien herangekarrt wird, denn es gibt aus Hamburg oder Schleswig-Holstein nicht mehr genug zum Verbrennen. Die EEW (EON Energy from Waste, der Betreiber der MVA) hat bisher keine Pläne, dieses Kraftwerk stillzulegen! Und, egal, ob das Ganze nun in ein zusammenhängendes Netz gespeist wird, es ist doch an der Versorgung dieser neuen Gewerbegebiete beteiligt.

Na ja, dass hört sich an, wie bei den Atomkraftwerken, die ja auch ’nur‘ ihren Strom in das Verbundnetz einspeisen, ich also folglich gar keinen Atomstrom aus meiner Stecksose beziehe!? Die Logik der Politik ist schon manches Mal wirklich bemerkenswert.

Und JETZT komme ich zu meinem eigentlichen Thema, denn es geht mir hier um DEN MÜLL AUS ITALIEN!

Schon seit vielen Jahren erschüttert ein Müllskandal nach dem anderen diese unsere Republik. Und immer wieder sind es illegal eingeführte Müllberge, mit denen skrupellose Menschen einen gigantischen Reibach machen. Und immer wieder stammen diese Abfälle aus Italien, wo nahezu die gesamte Müllabfuhr offenbar in den Händen der Camorra (Mafia) zu sein scheint. Eine Tatsache, die auch unseren Behörden bekannt sein sollte.

Schon 2010 berichtete der SPIEGL in der Nummer 9 über ‚den Unrat der Camorra‘:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69277635.html

Abfälle aus Italien beschäftigen die Justiz: Mehr als 100 000 Tonnen Müll sollen illegal nach Ostdeutschland gelangt sein – und retteten eine zu große sächsische Deponie vor der Pleite….

Aber wohl überdimensioniert. Denn die Sachsen machten nicht genügend Dreck. Müll musste her. Aber von wem? Das war das Problem von Konrad Doruch, dem Chef-Akquisiteur der Deponie.
Und so fanden Signore Miracle und Herr Doruch zusammen. Fast täglich ließen sie ab April 2007 Güterzüge mit Müll aus Neapel nach Großpösna fahren.
Es schien ein guter Deal, für beide Seiten. Doch manches spricht dafür, dass er einen entscheidenden Nachteil hatte. Er verstieß offenbar gegen eine ganze Reihe von Strafparagrafen. Vom unerlaubten Umgang mit gefährlichen Abfällen über Bestechung bis hin zur Bildung einer kriminellen Vereinigung. …
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Die italienisch-deutschen Müllschiebereien gewähren Einblick in eine Branche, die boomt. Nach Untersuchungen des Bundeskriminalamts (BKA) wurden auf deutschen Gruben und Altdeponien bereits bis zu zwei Millionen Tonnen Hausmüll illegal abgekippt. „Das Ausmaß der Abfallverschiebungen ist quantitativ und qualitiv bisher einmalig“ und werde von Behörden und der Politik vollständig unterschätzt, heißt es in einer internen Studie des BKA, das die dunklen Geschäfte mit dem Müll auf der nächsten Konferenz der Umweltminister im Juni zum Thema machen will. ….
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Nun, als Geld und Müll knapp waren, schickte die WEV Doruch wieder los nach Italien. Doch jetzt beschaffte er nicht mehr Industrieabfälle aus dem Norden, sondern Hausmüll aus dem Süden – aus Neapel und Kampanien, wo bei diesem schmutzigen Geschäft so gut wie nichts ohne die Camorra läuft.
Wenn die Vorwürfe der Ermittler zutreffen, verstießen die Methoden der WEV in diesem Moment gegen das Gesetz. Unrat aus Kampanien darf nicht einfach nach Deutschland exportiert werden so wie Olivenöl oder Wein.
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2014 schreiben die ‚Netzfrauen‘, eine sehr vertrauenswürdige Internetseite, auch schon über die deutsch-italienische Müllmafia:
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Muellmafia
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Mit illegaler Abfallentsorgung werden nicht nur in Italien Millionen ergaunert. Die Geschäfte der Müllmafia boomen wie nie zuvor. Dies ist allseits bekannt, auch die Netzfrauen berichteten bereits darüber ….
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Deutsche Firmen mischen eifrig mit im kriminellen Müllbusiness 

In Deutschland befinden sich überdimensionierte Entsorgungsanlagen, die nicht ausgelastet sind und gefüllt werden müssen. So bietet sich der importierte Müll aus Italien samt seiner Sondermüll-Entsorgungsmethoden an. In Deutschland wird dann der italienische Giftmüll vermischt, beispielsweise mit Erde oder anderen nicht gefährlichen Stoffen, und schon kann Giftmüll als harmloser, unschädlicher Müll etikettiert werden.

Mit Steuergeldern werden Deponien in Deutschland gebaut, wir zahlen Gebühren, um auch den Müll aus anderen Ländern zu „entsorgen“ und allseits ist bekannt, dass die organisierte Kriminalität dabei munter mitmischt.

Auch das ZDF berichtete 2013 in seiner Sendung ‚Frontal‘ über diese Zustände. Der Film ist leider nicht mehr online, dafür aber das Skript.

http://www.johannes-lichdi.de/fileadmin/user_upload/Skripte/ZDF_Manuskript_Schiebereien_der_Muell-Mafia.pdf

Nochmal aus dem SPIEGELARTIKEL von 2010:

Mit welcher Ware sich ihre Abfallhändler sanierten, interessierte die Verantwortlichen im Freistaat Sachsen dem Anschein nach nicht. Die Ermittler glauben belegen zu können, dass Vertriebschef Doruch den Großteil der italienischen Lieferung einfach umdeklarierte und den größten Teil des Unrats, insgesamt 107 000 Tonnen, gleich weiterschickte ins benachbarte Sachsen-Anhalt, zu den Müllbetrieben von Andreas Böhme. Der gelernte Kfz-Schlosser hatte zwar keine Genehmigung, Müll aus Italien zu entsorgen, aber einen Abfallschredder. Dort soll die Ware aus Neapel noch einmal ihre Identität gewechselt haben – zum „mineralischen Sortierrest“ und damit entsorgungsfähig.

Am ‚besten‘ ist hier, dass offensichtlich auch offizielle staatliche Stellen an diesen kriminellen Handlungen wissentlich teilnahmen. Warum sie das taten? Nun ja, man suchte händeringend eine Möglichkeit, wie man die Deponie sanieren könne. Und da drückte man wohl gerne einige Augen und Hühneraugen zu.

Schon im Juni 2008 schrieb der Stern:

http://www.stern.de/politik/ausland/muellskandal-das-schmutzige-geschaeft-der-camorra-3851038.html

Das schmutzige Geschäft der Camorra

In Neapel tobt ein erbarmungsloser Abfall-Krieg. Im Mittelpunkt: Die Camorra. Nun ist selbst Deutschland nicht mehr sicher vor dem Mafia-Clan: In Hamburg wurde radioaktiver Müll aufgespürt, der aus Italien herangekarrt wurde. Wer steckt hinter den schmutzigen Geschäften? ….

Nur langsam ergibt sich ein Bild, dass die Rolle der weit verzweigten kriminellen Organisation im ewigen Skandal der Abfälle beschreibt. An diesem Freitag wurde bekannt, dass Hamburg die jüngst wieder angelaufenen Mülltransporte nach Deutschland gestoppt hat, weil Spuren radioaktiven Materials in den sogenannten „Ecoballe“, den zu großen runden Ballen zusammengeschnürten Müllpaketen gefunden worden waren. …..

„Von 22 Angestellten der kommunalen Müllentsorgung waren zehn Camorristi“, zitiert „Espresso“ ein abgehörtes Telefonat, in dem Landolfis Freund und engster Mitarbeiter, Raffaele Chianese, spricht. Die Camorristi bekämen ein Gehalt, arbeiteten aber nicht für die Müllentsorgung.

Tja, und hier kommt der ZUSAMMENHANG mit unserem Problem hier zwischen Großlohe und Stapelfeld:

Können uns die Besitzer der MVA Stapelfeld, die EEW (EON Energy from Waste) GENAU erzählen, woher der von ihnen aus Italien importierte Müll stammt und ob diese Geschäfte KEINESFALL über die Camorra laufen? Ob überhaupt alles legal und umweltfreundlich abläuft?

Können uns die Betreiber der MVA Stapelfeld GARANTIEREN, dass unter dem zu verbrennenden Müll KEINERLEI GIFTSTOFFE sind!

Wir durften ja oben lesen, wie man aus Giftmüll ungefährlichen Restmüll macht!

Irgendwie ist das Alles nicht sehr beruhigend, zumal uns ja gerade hier in Großlohe im Zusammenhang mit der gerade erst bekannt gewordenen Müllkippe immer wieder erzählt wird, daß das Alles völlig ungefährlich sei, obwohl auch die überhaupt nicht wissen, was da eigentlich unter der Erde liegt!

Und auch die MAZ berichtete erst im November 2016

http://www.maz-online.de/Brandenburg/Abfallskandal-Gestaendnisse-widerrufen

Neue Müllgesetze riefen Kriminelle auf den Plan

Neue Umweltgesetze hatten vor rund zehn Jahren das althergebrachte Deponieren von Müll praktisch untersagt. Abfälle mussten getrennt und wiederaufbereitet oder verbrannt werden. Das eröffnete den Müllpanschern ungeahnte Verdienstmöglichkeiten: Sie sammelten den Müll ein, kassierten von den Produzenten hohe Gebühren für die vermeintlich fachgerechte Entsorgung oder Recycling, verscharrten den Unrat aber einfach in der Landschaft – den Großteil des gezahlten Geldes sackten sie selbst ein.

Am Schluß noch ein aktuelles Filmchen zum Problem:

http://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/In-Brandenburg-tuermen-sich-riesige-illegale-Muellhalden-article17129276.html

Dreckiges Geschäft der Müllmafia

In Brandenburg türmen sich riesige illegale Müllhalden

03.03.16 – 01:34 min

In Brandenburg türmt sich der Müll. Seit der Wende werden in dem Bundesland mindestens 140 Mülldeponien aufgehäuft. Dort lagern auch gefährliche Schadstoffe. Und das letztlich zum Schaden der Steuerzahler. Denn die Betreiber sind mit den Gewinnen auf und davon – die Deponien aber müssen irgendwann teuer geräumt werden.

Und jetzt heißt es TIEF DURCHATMEN! Ist doch alles so schön gesund hier!