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Kann man HALBSCHWANGER sein? Oder: Wie unterminiere ich erfolgreich den Widerstand der Bürger.

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Wie ich schon des Längeren und Breiteren geschrieben habe, ist das Wort BÜRGERBETEILIGUNG zwar eines der beliebtesten in Kreisen der Politik, der Beamten und Investoren, aber kaum ein anderes repräsentiert eine größere Farce als eben dieses.

Kaum ein anderer Begriff zeigt, wie unsere Politiker mit mehr als nur gespaltener Zunge die Bürger belügen, daß die Schwarte kracht.

Für die gilt der alte Spruch in bester Tradition:

„Der Machthaber muß seine Untergebenen so schnell über den Tisch ziehen, daß er die dabei entstehende Reibungshitze als Nestwärme empfindet.“

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Wir von ‚Kein Rahlstedt 131‘ haben dieses ja nun schon bis zum Erbrechen erleben dürfen und müssen, wie diese Herren uns ohne rot zu werden mit Lügen zupflastern, wobei sie offensichtlich der Überzeugung sind, das STETER TROPFEN nun einmal DEN STEIN HÖLT!

Und irgendwie scheinen sie recht zu haben, denn deren SIRENENGESÄNGE lullen immer mehr Bürger ein! Dazu Versprechungen von einer, wie auch immer gearteten AUFWERTUNG DER NATUR im Bereich der GROSSEN HEIDE, ein Bonscherchen hier (Radwege) und eines dort (biologisches Erdbeerfeld oder Apfelbäume etc.) und schon ist die Masse der Bürger offensichtlich zufriedengestellt und verhält sich, ganz im Sinne der Politiker und der Investoren RUHIG!

Ich zitiere mal Wikipedia, die uns das Sprichwort ‚Gebt dem Volk Brot und Spiele‘ erklärt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Panem_et_circenses

Der Ausdruck panem et circenses (lat. [ˈpaːnẽː ɛt kɪrˈkẽːseːs]) (Akkusativ von panis et circenses) stammt vom römischen Dichter Juvenal[1]. Er bedeutet „Brot und Zirkusspiele“. Juvenal kritisierte in seiner Satire, dass das römische Volk in der Zeit des Prinzipats, entmachtet von den Kaisern Augustus, unter dem die Wahlen der Magistrate zur bloßen Formalität verkamen, und Tiberius, der sie völlig dem Volk entzog und dem Senat übertrug, sich nicht mehr für Politik interessiert und nur noch diese beiden Dinge gewünscht habe: Brot und Spiele. Stattdessen wird in der wissenschaftlichen Literatur die Ansicht vertreten, bereits in der Zeit der späten Republik hätten die Wähler panem et circenses erwartet und sich, auf diese Weise bestochen, zur entsprechenden Stimmabgabe bei den Magistratswahlen verleiten lassen.

Auch Fronto[2] berichtet von Kaiser Trajan, dieser habe Massenunterhaltungen besonders gepflegt, in der festen Meinung, „dass das römische Volk insbesondere durch zwei Dinge, Getreide und Schauspiele, sich im Bann halten lasse“ (populum Romanum duabus praecipue rebus, annona et spectaculis, teneri). Dion von Prusa[3] wirft den Einwohnern Alexandrias vor, sie seien nur noch auf Brot und Wagenrennen fixiert.

Heutige Bedeutung

Der Ausdruck bezeichnet auch heute noch die Strategie politischer (oder industrieller) Machthaber, das Volk mit Wahlgeschenken und eindrucksvoll inszenierten Großereignissen von wirtschaftlichen oder politischen Problemen abzulenken.

Dies kritisiert aber gleichzeitig auch eine abgestumpfte Gesellschaft, deren Interesse über elementare Bedürfnisse und „niedere Gelüste“ nicht hinausgeht. Die massive Ausweitung der Sportberichterstattung führt z.B. dazu, dass wichtige politische oder gesellschaftliche Fragen in den Massenmedien in den Hintergrund gedrängt werden.

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Es kommt dann allerdings auch noch die Karte ANGST dazu, denn viele Menschen befürchten, sie könnten Nachteile haben im Job oder der Familie! Und DAS, wo wir doch angeblich MEINUNGSFREIHEIT haben!? Überall haben wir doch wunderschöne Demokratie!?

WIR, also eigentlich nahezu ALLE Beteiligten unserer Bürgerinitiative, haben es persönlich erlebt, wie es mit der ‚Bürgerbeteiligung‘ bestellt ist und wie das funktioniert (oder eben auch nicht). Und wenn man das SELBER gesehen hat, sollte man auch daraus seine persönlichen Konsequenzen gezogen haben!

DAS gilt auch für die Naturschutzverbände!

Die erste Phase der Politiker und Investoren war, die Führung der damaligen Bürgerinitiative bei Jebens, dem Investor, zum Kaffee einzuladen, was dann auch die erhoffte Wirkung zeigte und diese Riege aus dem Verkehr zog.

Da sich aber flugs eine neue Truppe fand, mußte man sich etwas Neues einfallen lassen, denn diese war weniger empfänglich für solche Sirenengesänge. Dachte ich jedenfalls.

Unsere Politiker und die Verwaltung haben nun eine Karte aus dem Ärmel gezogen, mit der sie dachten und denken, uns einlullen und umstimmen zu können:

Das Projekt GROSSE HEIDE, bei dem die Bürger angeblich mitbestimmen dürfen und können, wie der kleine Bereich rund um den Victoria- und den Minerwa-Park gestaltet werden kann.

Da verspricht man uns herrliche Wege rund um die ‚Parks‘, auf denen es Apfelbaumflächen oder Kinderspielsplätze geben könnte. Dazu ein besserer Bodenbelag, damit man dort auch Radfahren und Scaten kann! Und die Pferdchen dürfen auch lang hoppeln. Diese sollen sogar einen eigenen Weg bekommen. Dazu käme dann auch wieder der längst verschollene interkulturelle Garten und ein biologisches Erdbeerfeld. Und wir werden zu allem Überfluß noch mit etlichen künstlich angelegten Biotopen umzingelt!

Und irgendwie scheint die Rechnung des Senats oder des Bezirksamtes auch aufzugehen.

Schon in der Frühphase des TOLLERORT-Projektes gab es tragischer Weise ernstgemeinte Vorschläge, die teilweise sogar aus der MITTE unserer eigenen Widerstandsbewegung kamen.

Nach dem Motto: Wenn wir das Projekt schon nicht verhindern können, dann müssen wir eben das Beste draus machen! Was für eine Einstellung!? Da kann man sich dann auch gleich einspannen lassen, wenn man von Anfang an derart defätistisch denkt!

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Vor allem die Radwege und deren tatsächlich teilweise bedauernswerter Zustand auf der Stapelfelder Straße haben es diesem Bürger Stapelfelds offensichtlich angetan. Obwohl er sich ja auch für Spielgeräte für die lieben Kleinen und Verkehrsberuhigungen in Stapelfeld selbst einsetzt.

In neuere Dokumenten hat er nichts gegen die Gewerbegebiete an sich, solange es zu diesen Sachen auch noch eine Umgehungsstraße um Stapelfeld geben wird.

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Und tatsächlich! In den letzten Tagen hatte man das Gefühl, daß diese Hoffnungen auch auf Gehör stießen. Jahrelang haben die Forderungen und die Beschwerden der Rahlstedter Bürger nichts genützt und der Radweg war in einem gottserbärmlichen Zustand, jetzt plötzlich aber ist ein Wunder geschehen!

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Schon vor ein paar Tagen sah ich diese mysteriösen Zeichen da und tippte auf geplante Aktivitäten in Sachen Neuanlage des Radweges in Richtung Stapelfeld.

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Und was geschah? Ein Wunder! Ein Bautrupp war da und reparierte den Radweg.

Es geschehen eben doch noch Zeichen und Wunder! Steht schließlich schon in der Bibel.

Aber hier mußte es auch dem Gläubisten klar werden, daß dieses eben KEIN WUNDER, sondern eiskalte Kalkulation von Politik, Verwaltung und Investor war und ist! Wobei ich mich frage, WER diese Arbeiten bezahlt hat? So wie die Gutachten auch schon der Investor? Woher hätte die Stadt sonst das Geld, das sie bisher so viele Jahre angeblich nicht hatte?

Man versucht über diese Schiene auch dem gestandensten Gegner vorzuführen, was für elementare Vorteile doch dieses Gewerbegebiet haben würde, und welche nahezu unglaubliche Entlastung des zu erwartenden Verkehrs es über das RADFAHREN geben könnte und selbstredend auch würde!

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Überhaupt schreitet die INSTRUMENTALISIERUNG der Bürger mit Riesenschritten voran und wird auch schon von staatlicher Seite genutzt!

http://www.hamburg.de/wandsbek/grosse-heide/

Wir freuen uns über die eingegangenen BEITRÄGE . In zwei Workshops werden mit Menschen aus örtlichen Interessen- und Nutzergruppen nun Ziele und Maßnahmen für den Landschaftsaufbau Große Heide entwickelt. Die Hinweise aus der Online-Beteiligung fließen dort ein. …..

Die Beteiligten haben Orte in der unter Beiträge dargestellten Karte markiert und Ihre Anregung kurz erläutert. Einen Überblick über die Ergebnisse finden Sie im Download-Bereich.

Die Online-Beteiligung umrahmt eine Veranstaltungsreihe zum Landschaftsaufbau „Große Heide“, welche am 20.01.2017 mit einer Informationsveranstaltung startete (Dokumentation unter Downloads). Es folgen zwei Workshops mit einem begrenzten Kreis von Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Interessen- und Nutzergruppen vor Ort. Beim Analysenworkshop am 31. März 2017 wurde ein Zielsystem für den Landschaftsaufbau „Große Heide“ aus den Bereichen Naturschutz, Naherholung und Landwirtschaft diskutiert und Wechselwirkungen zwischen den Zielen – Harmonien und Konflikte – identifiziert. Die Matrix mit dem Zielsystem finden Sie unter Downloads. Auf dieser Basis wird beim zweiten Workshop ein Konzept mit Maßnahmen bearbeitet. ……

WIE KANN ES EIGENTLICH SEIN, DASS SICH VIELE BÜRGER DERART FÜR DUMM VERKAUFEN LASSEN?

Und ich persönlich muß leider gestetehn, daß ich es überhaupt nicht leiden kann, wenn man mich für dumm verkaufen will, was aber offenbar viele Bürger nicht interessiert, aus welchem Grund auch immer.

Gerade hier im Falle des B-Planes Rahlstedt 131 sehen wir, wie das so geht zwischen Politik und Bürgern.

Was ist Politik

Das Schlimme aber ist, daß viele Bürger das offensichtlich wirklich so empfinden!

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Für die Gläubigen unter uns:

Schon Jesus sagte: „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.“

Das bedeutet im Falle ‚Kein Rahlstedt 131‘: JEDER muß eine Entscheidung treffen, auf welcher Seite er steht und mit welchen Mitteln er diese unterstützen kann und will! Aber es kann und DARF keine halben Sachen mehr geben!

Weitere Artikel von mir, die schon die Farce der Bürgerbeteiligung zum Thema hatten, die sich aber auch mit dem Problem STAPELFELD und der dortigen ‚Beteiligung‘ befaßten.

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/05/31/vom-maerchen-erzaehlen-luegen-und-schleimen-beamte-und-politik-in-hoechster-erklaerungsnot/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/04/03/die-luege-zu-einer-buergerbeteiligung/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/03/30/arschkriechen-in-der-stadtteilversammlung-grosslohe/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/02/06/die-spd-luegt-wie-gedruckt/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/01/27/tollerort-ein-ort-der-traenen/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/01/21/bund-stormarn-nennt-das-treffen-gestern-eine-farce/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2016/12/19/nun-duerfen-wir-alle-endlich-mitbestimmen/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2016/12/07/der-senat-die-bezirksversammlung-wandsbek-und-die-maer-von-der-buergerbeteiligung/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2016/09/30/wie-stehen-die-stapelfelder-buerger-zu-dem-geplanten-gewerbegebiet/

 

Das Stader TAGEBLATT hat über uns und den Victoria Park etwas verfaßt!

Dazu habe ich natürlich umgehend einen Leserbrief geschrieben! Es wäre gut, wenn hier ALLE IMMER nach solchen Artikel ihre Kommentare abgeben würden!

Da der Artikel für Viele nicht lesbar ist, setze ich den hier mal in vollem Wortlaut rein.

Bemerkenswert an dem Artikel ist noch, daß das Gewerbegebiet erheblich größer eingezeichnet wurde, als es derzeit eigentlich sein sollte!

https://www.tageblatt.de/lokales/hamburg_artikel,-Gewerbegebiet-ohne-Grenzen-_arid,1300403_pmcount,5.html

Hamburg

12.06.2017, 08:00

Gewerbegebiet ohne Grenzen

Tageszeitung-Gewerbegebietzeichnung

HAMBURG/STAPELFELD. Im Osten Hamburgs bahnt sich ein bemerkenswertes Novum bei der norddeutschen Zusammenarbeit an. In Rahlstedt und im benachbarten Stapelfeld (Kreis Stormarn) planen Hamburg und Schleswig-Holstein das bundesweit erste länderübergreifende Gewerbegebiet.

Während die meisten Politiker von einem „Leuchtturmprojekt“ schwärmen, hält sich die Begeisterung bei Bürgern am Ort des Geschehens in engen Grenzen. „Wir lehnen das Gewerbegebiet entschieden ab. Es bringt mehr Verkehr, mehr Lärm und zerstört Naturflächen“, sagt der Rahlstedter Jörn Napp. Mit der Initiative „Kein Rahlstedt 131“ kämpfen er und Hunderte Mitstreiter gegen das Pilotvorhaben. Allerdings wird immer klarer: Ihre Chancen stehen schlecht.

Die Nachbarländer wollen auf bisherigen landwirtschaftlichen Flächen zwei Gewerbeparks von zusammen 46 Hektar einrichten: zwei Drittel in Hamburg, ein Drittel in Stapelfeldt. Hamburgs Senat verweist auf eine hohe Nachfrage von Unternehmen im Bezirk Wandsbek, der Kreis Stormarn auf seinen notorischen Mangel erschlossener Flächen. Das gemeinsame Vorgehen soll Synergien bei Erschließung, Kosten und Marketing heben. Zudem könnte Rahlstedt/Stapelfeld zum Vorreiter werden. Auch im Bereich Norderstedt/Langenhorn sowie südlich der Elbe gibt es Überlegungen für grenzüberschreitende Wirtschaftszonen.

Regierungen treiben Planungen voran

Auch deshalb treiben die Landesregierungen die Planungen unbeirrt voran. Ein von Napp gestartetes Bürgerbegehren im Bezirk Wandsbek haben die Behörden für unzulässig erklärt. Begründung: Das Projekt genieße stadtweite Bedeutung, Wandsbek müsse die entsprechende Senatsanweisung zur Realisierung umsetzen. Punkt. Napp erwägt nun eine Klage als Privatmann.

Die Behörden ficht auch das nicht an. Bei einer Infoveranstaltung in Rahlstedt ließen sie jetzt ein Verkehrsgutachten vorlegen, das die Folgen des Ausbaus als verträglich für umliegenden großen Wohngebiete einstuft. Demnach wird das Gewerbegebiet rund 9000 zusätzliche Autofahrten pro Tag erzeugen. Verkehrsgutachter Philipp von Werder: „Wenn die Sieker Landstraße wie geplant vierspurig ausgebaut wird, kann die Region die Mehrbelastung abfangen.“

Viele Rahlstedter reagierten ziemlich empört. Sie klagten über schon jetzt zu lange Staus und gefährliche Raserei. „Und vom zusätzlichen Autolärm ist überhaupt nicht die Rede“, ärgerte sich ein Anwohner. Bezirksvertreter kündigten an, ein Lärmgutachten folgen zu lassen.

Andere Bedenken kamen bei der Verkehrsveranstaltung gar nicht erst zur Sprache. Umweltschützer warnen vor massiver Naturzerstörung in dem Landschaftsschutzgebiet. Laut Nabu leben in der Neu-Rahlstedter Feldmark viele, teils seltene Tiere. Darunter die in Hamburg stark gefährdete Haselmaus.

Beim Infoabend war das Meinungsbild entsprechend eindeutig. Bei einer Probeabstimmung sprachen sich von mehr als 100 Anwesenden gerade einmal vier für das neue Stück Gemeinsamkeit im Norden aus.

Der Versuch verdient Respekt

Ein Kommentar von Markus Lorenz

Boomtown Hamburg platzt aus allen Nähten. Die Stadt steuert auf die Schallmauer von zwei Millionen Einwohnern zu, womit sich der Konkurrenzkampf um Wohn- und Gewerbeflächen weiter verschärft. Der Versuch eines gemeinsamen Gewerbegebiets mit Schleswig-Holstein verdient deshalb Respekt. Wenn es im Stadtstaat an Platz für großflächige Angebote an die Wirtschaft fehlt, kann ein Wurmfortsatz auf dem Gebiet der Nachbarländer ein Ausweg sein. Geteilte Kosten machen das bundesweit beispiellose Konstrukt obendrein am Markt attraktiv. Dass betroffene Anwohner in Rahlstedt und Stapelfeld von der neuen Dimension norddeutscher Zusammenarbeit wenig beglückt sind, wenn sie dafür mehr Verkehr und Lärm ertragen müssen, ist ebenso verständlich wie letztlich unvermeidlich. Wo immer größere Bauprojekte geplant werden, feiert das St. Florians-Prinzip fröhliche Urständ. Das ist legitim – macht Behörden und Planern im Übrigen aber auch klar, wie wichtig eine möglichst schonende Umsetzung ist. Am Ende aber dürfen derlei Bedenken nicht die Oberhand gewinnen. Ein gemeinsames Gewerbegebiet in Hamburgs Osten kann für die arg beengte Metropole ein Befreiungsschlag sein und für beide Länder ein wirtschaftlicher Gewinn.

 

Leserbrief von mir:

13.06.2017  18.17 Uhr

Erst einmal meinen Dank dafür, daß Sie unsere Bürgerinitiative erwähnt und auch die Probleme erkannt haben, die sich vor Ort ergeben.

Herr Lorenz allerdings zeigt in seinem Kommentar, daß er sich nur auf den ‚Argumenten‘ bewegt, die der Senat vorgegeben hat.

Dazu wäre es gut, wenn er sich einmal in die Dokumentenlage einarbeiten würde, denn gerade ZWEI Argumente scheitern an den eigenen öffentlichen Papieren und Untersuchungen:

Das ist der angebliche Bedarf an Gewerbeflächen und die benötigten und zu erhaltenden Arbeitsplätze!

Wir hier in Großlohe kämpfen nicht nur um den Erhalt der Natur und unserer Naherholungsgebiete, sondern schlicht gegen die Willkür der Verwaltung und der Politiker! Es kann und darf nicht sein, daß es immer die Problemstadtteile sind, die die Opfer zu tragen haben! Wo bleiben denn Blankenese oder Wedel?

Ihre EIGENEN Untersuchungen und eine Kleine Anfrage der FDP von 2016 zeigen ganz klar, daß es genügend Gewerbeflächen in Wandsbek gibt. Selbst eine Untersuchung der Metropolregion Hamburg weißt KEINEN Bedarf aus. Es gibt reichlich Flächen innerhalb von Hamburg, die frei sind oder nach einer Sanierung als Gewerbegebiete genutzt werden könnten!

Es werden auch keine neuen Arbeitsplätze entstehen, wie es sich drastisch am Beispiel des existierenden Merkurparks gezeigt hat.

Dort wurden in den 90ern 6000 Arbeitsplätze versprochen! Bis heute arbeiten dort insgesamt etwa 1000 Menschen, von denen maximal 100 neu entstanden sind.

Auf die neuen Gewerbegebiete bezogen (und es handelt sich hier um den GLEICHEN INVESTOR Jebens!) werden 2500 Arbeitsplätze versprochen. Danach können wir davon ausgehen, daß höchsten eine Handvoll davon tatsächlich neu entstehen werden, denn die meisten Firmen wollen sich nur vergrößern und bringen ihre Arbeitnehmer mit!

Die Firmen, die dorthin umziehen wollen, hinterlassen andernorts Industriebrachen, wie zum Beispiel eine, die von Reinbek da hinziehen möchte!

Der EINZIGE Grund, warum der Hamburger Senat dieses Projekt ohne Rücksicht auf Verluste durchdrücken möchte ist, die RECHTLICHE LAGE zu sichern und als Modell durchzusetzen!

Weiterhin verstehe ich wirklich nicht, warum es so toll sein soll, wenn Hamburg ‚endlich‘ die 2 Mio. Einwohnermarke überschreitet? Sollte das etwa Größenwahn sein?

Und die Leidtragenden dieser Politik sind nicht nur die Haselmaus und die Einwohner von Großlohe, sondern ALLE im Umfeld Hamburg!

Darunter vor allem die Bauern, die nun langsam aber sicher im Umfeld von Hamburg keine Existenzfähigkeit mehr haben.

Aber ein Land ohne Bauern, das sollten SIE in Stade wissen, ist kein lebenswertes Land mehr!

 

Das ENDE der GRÜNEN !

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Tja, Freunde, DAS ENDE IST NAH!

Erst mal meinen Dank an die Partnerseite ‚Rahlstedt131.de‘, die diese aktuelle Umfrage gefunden hat.

Sie beweist den allgemeinen Trend der GRÜNEN, immer mehr zu einer SPLITTERPARTEI zu werden. Schon in NRW und SH haben sie sich bei den letzten Wahlen nahezu halbiert, und wenn man dieser Umfrage glauben darf, dann steht denen auch in Hamburg dieses Ergebnis bei der nächsten Bundestagswahl bevor!

Auch wenn es BUNDESTAGSWAHLEN sind und keine Landtagswahlen, ist es doch einfach ein Faktum, daß die Wähler, die mit der Politik der GRÜNEN in Hamburg unzufrieden sind, diese ganz sicher auch nicht im Bund wählen werden!

Die GRÜNEN haben (und hatten es eigentlich schon immer) ein verdammt großes Imageproblem!

Man glaubt ihnen ihr Eintreten für die Umwelt (was ja eigentlich ihr Ur-Feld sein sollte) nicht mehr. Sie führen große Sprüche im Mund, aber wenn sie an der Regierung sind, agieren sie schlimmer als die CDU oder gar die FDP!

Deshalb empfinden ja viele Bürger die GRÜNEN einfach nur noch als eine GRÜN GESTRICHENE FDP!

Poster Grüne Betonpartei

 

Presseschau vom 10.6.2017 !

In der heutigen Ausgabe des Wochenblattes MARKT hatten wir wieder einen wirklich guten Artikel, der auch dem dämlichsten Politiker oder Beamten zeigen sollte, daß es hier KEINE ZUSAMMENARBEIT mit der Bevölkerung gibt!

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Das LÜGEN von SPD und GRÜNEN nimmt kein Ende!

Poster Grüne Betonpartei

https://www.buergerschaft-hh.de/ParlDok/dokument/56600/fl%C3%A4chenmanagement-und-entwicklung-f%C3%BCr-gewerbe-und-industrie-fortsetzen.pdf

Hier fragen die SPD und die GRÜNER der Bürgerschaft den Senat, wie es mit dem Flächenmanagement in Hamburg steht!

Wie bigott ist DAS denn?

Sie handeln King Olaf in voreilendem Gehorsam, um ihre netten Pöstchen zu erhalten!

Echt drastisch!

Dazu mal bei Herrn Buschhüter auf seine Webseite gehen und dort vor allem die Kommentare lesen!

http://www.buschhueter.de/viktoriapark-und-minervapark-informationsveranstaltung-zum-thema-verkehr/

Wie oft wollen die uns eigentlich noch erzählen, daß ein BIOTOP einen Schutz gegen Irgendetwas darstellt? AM Buchenkamp zerstören die gerade 4 davon!

Und wenn die Zeit kommt, und der Senat eine Notwendigkeit dazu gekommen sieht, wird auch dieses Jebensche Biotop schlicht und ergreifend platt gemacht!

Es lebe die Metropolregion Hamburg! Es lebe der Ring 3!

Zitat:

Ein prominentes Beispiel ist das interkommunale Gewerbegebiet, das in Rahlstedt
und Stapelfeld geplant wird und ein Modellprojekt für die gesamte Metropolregion
darstellt. Die Planung war über vier Jahre unter Führung des Bezirksamts Wandsbek
mit Hamburger Fachbehörden, der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn,
dem Kreis Stormarn, der Gemeinde Stapelfeld und der Landesplanung Kiel weiter-
entwickelt worden. Im April 2016 wurde das Bebauungsplanverfahren Rahlstedt 131 durch einstimmigen Beschluss des Wandsbeker Planungsausschusses gestartet, um die bauplanungsrechtlichen Grundlagen für den Hamburger Teil (Viktoriapark) eines grenzüberschreitenden Gewerbegebiets mit der Gemeinde Stapelfeld zu schaffen.
Parallel dazu hat auch die Gemeinde Stapelfeld im Juni 2016 das Planverfahren für
ihren Teil des Gewerbegebiets begonnen. Auf Hamburger Seite sollen 26,5 ha, auf
Stapelfelder Seite 13 ha Gewerbeflächen entstehen, geeignet für Handwerk, Produk-
tion und wissensorientiertes Gewerbe. Logistik als verkehrsintensives Gewerbe ist
explizit ausgeschlossen.
Um verkehrliche Auswirkungen in den umliegenden Durchgangsstraßen feststellen
und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können, wird ein Verkehrsgutachten
erstellt. In zahlreichen Gesprächen mit Anwohnerinnen und Anwohnern wurden
bereits Bedenken und Wünsche aufgenommen und beschlossen: zum Beispiel eine
ökologische und energieeffiziente Bebauung, die Sicherung der Knicks – auch auf
dem geplanten Gewerbegebiet – und vor allem Beteiligungsprozesse, insbesondere
zu den Fragen der Gestaltung des Landschaftsraums und zur Abwicklung des Ver-
kehrs.

Neben der regulären Beteiligung der Öffentlichkeit nach Maßgabe des Baugesetzbuchs läuft zurzeit ein breit angelegter Workshop-Prozess zu naturräumlichen Ausgleichs- und Aufwertungsmaßnahmen.

Betrachtet werden sollen nach Vorstellungen von SPD und GRÜNEN die weitreichenden Grünflächen zwischen Großlohe und Stapelfeld für die Aufwertung des Natur- und Landschaftsraums, die Erholung und landwirtschaftliche Flächen zur Entwicklung der Großen Heide. Außerdem wurde festgelegt, dass der Investor mit einem städtebaulichen Vertrag verpflichtet wird, im Grünstreifen zwischen der Wohnbebauung und dem entstehenden Gewerbegebiet eingesetzlich geschütztes Biotop zu entwickeln. Mit diesem neu entstehenden Biotop,das von der Behörde für Umwelt und Energie anerkannt und geführt werden soll, wird außerdem verhindert, dass der Ring 3 durch die Feldmark verlängert werden kann.

Die Umsetzung aller ökologischen Maßnahmen wird eng mit den Naturschutzverbänden abgestimmt.

Die Ausweisung der Fläche südlich der Stapelfelder Straße als Gewerbegebiet geht
auf eine Entscheidung des CDU-Senats von 2007 zurück. Damals war ausdrücklich
noch ein Logistik-Gewerbegebiet vorgesehen,das von der SPD kritisiert wurde. SPD
und GRÜNE haben die alten Pläne nun verändert: arbeitsplatzintensives Gewerbe
statt verkehrsträchtiger und flächenzehrender Logistik. Der darauf folgende entscheidende Beschluss des Bezirks für das Planverfahren zu den neuen Gewerbeflächen wurde noch einstimmig gefasst und die Rahlstedter-CDU „begrüßte“ die Planung und „hob die Bedeutung des Projekts als Modellversuch hervor“ (Sitzungsprotokoll 12.04.2016). Doch inzwischen will die Bezirks-CDU die Gewerbefläche trotz aller ökologischen Begleitmaßnahmen verhindern und bekämpft sie öffentlichkeitswirksam. Im September ist Bundestagswahl. Obwohl einst größter Befürworter des neuen Gewerbegebiets, bestreitet die Rahlstedter-CDU heute den Bedarf an neuen Gewerbeflächen. Der Hafen würde nicht mehr so boomen wie früher.
…….
4. dafür Sorge zu tragen, dass die Bebauungsplanung für das länderübergreifende
Gewerbegebiet Rahlstedt/Stapelfeld („Viktoriapark/Minervapark“) fortgesetzt wird. …

Presseschau vom 2. Juni 2017!

Das Stormarner Tageblatt bringt einen wirklich sehr guten Artikel über die lächerliche Vorstellung am 30.5.2017, bei der uns dieses unsägliche ‚Gutachten‘ erklärt werden sollte!

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Verkehrsplaner Phillipp von Werder erläuterte den gut 100 Teilnehmern der Informationsveranstaltung das Gutachten      Fotos: Birgit Maurer

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Jörn Napp von der Bürgerinitiative ‚Rahlstedt 131‘ zeigte eine eigene Darstellung der bereits vorhandenen Lärmbelästigung entlang der betroffenen Straßen

(Anmerkung von mir: Wir bemerken unser neues LOGO, das hier zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wurde!)

https://www.shz.de/lokales/stormarner-tageblatt/strassen-schon-jetzt-ueberlastet-id16959431.html

Stapelfeld : „Straßen schon jetzt überlastet“

vom 2. Juni 2017

Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Zahlreiche Anwohner protestieren gegen das Verkehrsgutachten für ein neues, länderübergreifendes Gewerbegebiet.

Im Grenzgebiet zwischen Hamburg-Rahlstedt und Stapelfeld (Kreis Stormarn) wird ein gemeinsames Gewerbegebiet geplant. Grundlage ist ein gemeinsamer Kooperationsbeschluss (2015). Die Stapelfelder Gemeindevertreter erklärten im April ihre Absicht zur Zusammenarbeit. Anschließend an den schon bestehenden „Merkurpark“, der zwischen Sieker Landstraße (L  222) und Stapelfelder Straße liegt, sollen der „Victoriapark“ auf Hamburger Gebiet und der „Minervapark“ auf Stormarner und Hamburger Gebiet entstehen. Dazu werden die B-Pläne Rahlstedt 131 und Stapelfeld 16 derzeit vorbereitet. Bisher überwiegend landwirtschaftlich genutzte Flächen sollen für die neuen Gewerbeflächen südlich und nordöstlich der Stapelfelder Straße genutzt werden.

Nun wurde das Verkehrsgutachten vorgestellt. Viele Zahlen, Statistiken, Berechnungen und Prognosen stellte der Ingenieur Philipp von Werder (wfw nord consult) vor, doch die im Gutachten als beherrschbar vorhergesagten Verkehrsmehrbelastungen stießen bei den zahlreich erschienenen Anwohnern auf Empörung: „Die Straßen sind schon jetzt überlastet“, „Die Lärmbelästigung wird unerträglich“, war in zahlreichen Varianten zu hören. Besonders Bewohner des Wiesenredders fühlten die wahre Verkehrslage verkannt und sprachen von „Schleichwegen“, die auch von Lkw genutzt würden, und Geschwindigkeitsübertretungen. Die gefühlte Verkehrsbelastung übersteigt offensichtlich die gemessene.

Mit dem Ausbau der Sieker Landstraße und der Stapelfelder Straße auf jeweils vier Spuren, Kreisverkehren an Knotenpunkten, zwei entlastenden neuen Planstraßen, die die beiden Hauptsstraßen verbinden, einem Ringverkehr im Victoriapark und zusätzlichen Abbiegerspuren wollen die Verkehrsplaner dem gefühlt jetzt schon vorhandenen Verkehrsinfarkt entgegen wirken.

Prognostiziert werden auf der 46,9 Hektar großen Gesamtfläche der beiden neuen Areale 9060 Fahrten pro Tag, davon 940 Lkw. Im Minervapark mit 20,4 Hektar, davon 14,5 Hektar auf Stapelfelder Gebiet, wird mit 3940 Fahrten pro Tag, davon 419 Lkw, gerechnet. Maßnahmen wie Jobticket des HVV, Schaffung von mehr Ladesäulen für E-Fahrzeuge sowie Anpassungen des ÖPNV sollen zusätzliche Entlastung bringen. Diese Maßnahmen sind auf frühere Anregungen der Anwohner zurückzuführen. Die fühlten sich jedoch trotzdem nicht Ernst genommen.

Der Hamburger Senat würde das Projekt „durchboxen“, egal, was die Bürger wollen, so der Tenor vieler Wortbeiträge. Die Bürgerinitiative „Rahlstedt 131.de“ hat in einer Broschüre ihre Bedenken dargestellt. Sie zweifelt die grundsätzliche Richtigkeit der Messmethoden beim Verkehrsaufkommen und die Richtigkeit von Prognosen grundsätzlich an und wehrt sich gegen die Vernichtung von Natur. Auch die Notwendigkeit weiterer Gewerbeparks wird grundsätzlich bezweifelt. Besonders pikant: Das jetzt überplante Gebiet war einmal Ausgleichsfläche für den Merkurpark. Timo Wedemann-Korte vom Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung rechnet mit dem Beginn des B-Plan-Verfahrens Mitte 2018 und einem Erschließungsbeginn nicht vor 2019. Stapelfelds Bürgermeister Jürgen Westphal sieht die Planungen als positive Entwicklung für die Gemeinde an. Man müsse allerdings die Verkehrsbelastung im Auge behalten und wie die Auffahrten zur Autobahn gestaltet werden müssen. Das alles soll jetzt in Fachgesprächen und den Ausschüssen beraten werden.

Vom Märchen erzählen, Lügen und Schleimen! Beamte und Politik in höchster Erklärungsnot!

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Gestern war es mal wieder soweit. In der Grundschule Neurahlstedt gab es eine vom Bezirksamt gesponserte Veranstaltung aus der Werbekiste der Metropolregion Hamburg zum Thema ‚Neues Verkehrsgutachten zum B-Plan Rahlstedt 131‘!

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‚Am 30. Mai ist Weltuntergang! Wir leben nicht mehr lang! Wir leben nicht mehr lang!‘

So lautete mal eine Zeile eines berühmten deutschen Schlagers aus den 50ern.

Ganz so weit war es gestern noch nicht, aber so wie damals schon mit den Gefühlen der Menschen gespielt und GELD gemacht wurde, so war das ein ganzes Stück weit auch gestern der Fall.

Auch dazu hören wir uns gerne noch einen weiteren deutschen Schlager von 1947 an, der uns fragt: ‚Wer soll das bezahlen?‘ Irgendwie passen die Texte von Damals auf das HIER und HEUTE wie die berühmte Faust auf’s Auge.

Selten darf man als Bürger derart drastisch und live erleben, wie wir von der Verwaltung und der Politik eingeschleimt und verarscht werden sollen! Wobei ich mal dahingestellt lasse, ob das zumindest gestern geklappt hat. Wahrscheinlich eher wohl nicht. Aber ich bin schon sehr gespannt auf das ‚Protokoll‘ dieser Veranstaltung.

Immerhin wurde Eines klar wie die berüchtigte Kloßbrühe: Der EINZIGE, der sich an diesem Projekt gesundstoßen wird, ist der Ortsheilige JEBENS, der uns mit diesen GÖTTLICHEN Gewerbeparks beglücken will! Immerhin dürfte der Grundstückspreis von derzeit etwa 25 Euro pro Quadratmeter auf ca. 300 steigen. Kein schlechtes Geschäft, wenn man mich fragt.

Die Leidtragenden sind WIR, die Bürger, egal, ob sie in Großlohe oder Stapelfeld wohnen! Die Zeche dürfen letztlich WIR bezahlen!

Etwa 120 Personen ‚drängelten‘ sich im Saal.

‚Beglückend‘ war der geradezu umwerfende Auftritt des Stapelfelder Bürgermeisters Jürgen Westphal. Eine lächerliche Begrüßungsfloskel, die uns allen zeigte, von was für einem Schwachmaten (MEINE ganz ureigenste Meinung) dieser Ort tatsächlich regiert wird!

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Während des Restes der Veranstaltung sah er meist gelangweilt irgendwo gegen die Decke! Wie eigentlich nahezu alle der ‚Honoratioren‘ in der ersten Reihe des Saales, wenn wir mal von dem bemerkenswerten alten Herrn absieht, der sich neben Westphal niedergelassen hatte und die Amtsträger mit seinen Zwischenfragen ein wenig aus der Ruhe brachte.

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Dann aber ging es los.

Wer möchte, kann von mir gerne das Sprachprotokoll anfordern, das allerdings etwa 2 Stunden lang ist!

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Die Veranstaltung wurde recht ordentlich von Herrn Markus Birzer geleitet, wobei ich mich allerdings frage, warum das ein sicherlich von Steuergeldern bezahlter (oder hat auch hier Herr Jebens die Rechnung übernommen?) Mann aus einem ‚Politik-Beratungs-Büro‘ machen mußte? Gab es da im Bezirksamt Niemanden, der das hätte machen können? Und überhaupt: WOZU braucht unsere Politik eigentlich ein BERATUNGSBÜRO, um POLITIK zu machen?

Zu allererst begann die Veranstaltung wieder mit dem Stehauf-Männchen-Spiel: Ein paar Fragen an die Anwesenden, zu denen jeder aufstehen sollte, wenn es auf ihn zutraf.

Zum Beispiel: Wer kommt aus Großlohe? Wer aus Stapelfeld? Wer ist AMTLICH anwesend etc.pp.

Vor allem die letzte Frage, wer denn AMTLICH anwesend sei, ereugte den ersten Lacherfolg des Abends, denn es waren immerhin etwa 20 Personen von den 120 anwesenden! Blieben also nur noch etwa 100 übrig.

Und dazu möchte ich dann gleich, weil es so passend war, eine spätere Aufforderung Wolfgang Tredes hinzufügen, denn dieser erfrechte sich die Anwesenden zu fragen, wer denn von ihnen FÜR und wer denn GEGEN den Victoria-Park sei.

Ganze 4 Personen waren dafür, der überwältigende Rest GEGEN den B-Plan!

Mann, war das peinlich! Ich hoffe sehr, daß das im Protokoll auch erwähnt wird!

Hier ein Bild, wie der SPD-Mann Rieken sich FÜR den B-Plan ausspricht!

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OK, dieser Mann weiß es wohl nicht besser, aber er symbolisiert eben in klassischer Weise den Politiker und Beamten, wie er sich uns gegenüber verhält.

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Herr Weedemann-Korte war der Mann der Stunde des Bezirksamtes Wandsbek. Wenn man sich dessen Beiträge oder Antworten zu den Fragen anhörte, bekam man nun wirklich auch die letzten Hoffnungen auf eine funktionierende Demokratie ausgetrieben. Von irgendeinem Gefühl für die Sorgen und Nöte der Bürger war bei ihm noch nicht einmal ansatzweise etwas zu spüren! Pure SCHNODDERICHKEIT! Man könnte es allerdings auch NAIVITÄT nennen.

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Und dann kam die Reihe an Herrn von Werder, von Nord-Consult (?), der uns dann die nahezu unglaublichen Ergebnisse dieses genialen Verkehrsgutachtens zu verklickern versuchte.

Erst einmal gibt es hier von der Seite http://www.hamburg.de die Präsentation dieses Vortrages. Wer möchte kann sich das gerne ansehen, aber ich will HIER jetzt nicht näher darauf eingehen, außer auf ein paar wenige Höhepunkte oder ‚Neuigkeiten‘, die ich in meinem Artikel über den Planungsausschuß noch nicht berücksichtigen konnte, weil der dort Vortragende eben diese nicht beantworten konnte.

Dazu gehörten ja die SCHLEICHWEGE und die Kreuzung ‚Oldenfelder Stieg‘ und ‚Meiendorfer Straße‘ etc.

Bei letzterem Thema stellte sich heraus, daß es DAFÜR ein weiteres ‚Gutachten‘ geben würde, das ‚unabhängig‘ von diesem hier erstellt würde. Und der Insider bemerkte voller Erstaunen, daß dieses auch wieder von einer notorisch bekannten Firma käme, nämlich ARGUS! Diese Firma hatte auch schon den Vorgänger dieses Gutachtens erstellt.

Herr von Werder betonte, daß man selbstverständlich alle Daten miteinander austauschen würde! Ach ja? Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich!

Irgendwie scheint die Stadt nur zwei Firmen zu haben, die in der Lage sind, ein ’neutrales Verkehrsgutachten‘ zu erstellen!?

Für Alle, die sich jetzt erst einmal die Powerpoint-Präsentation antun möchten:

http://www.hamburg.de/contentblob/8845364/1766205776ae297ac10af014fcfda446/data/download-pdf-rahlstedt-131-praesentation.pdf

Auf der gleichen Seite kann man sich dann auch noch die ganzen Anhänge runterladen, aus denen man, laut Herrn von Werner ersehen könne, wie sorgfältig man gearbeitet habe!

Ich laß das Alles mal hier weg und kümmere mich noch kurz um die ‚Schleichwege‘, bei denen neben der Straße ‚Am Friedhof‘ beim Hotel Eggers vor allem der Wiesenredder das Problem darstellte, das, nach Ansicht des Vortragenden in Wirklichkeit gar keins war!

Da man derzeit keine eigenen Zahlen habe, sei man auf die Zahlen zurückgekommen, die 2016 von der Rahlstedter Polizei erstellt wurden, die auf Grund einer Bürgerbeschwerde tätig geworden sei.

Dabei sei Folgendes herausgekommen:

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Obwohl die Anwohner Stein und Bein schworen, daß die Zustände dort händeringend seien, und daß selbst 40-Tonner dort verdammt schnell durchrasen, und auch der Straßenzustand darauf hindeuten würde, daß der Verkehr dem eigentlichen Bedarf nicht entspräche, war man zu der Überzeugung gekommen, daß sich 97% der durchfahrenden Wagen an die Regeln halten würden.

Das rief zwar ein wenig Empörung im Saal hervor, aber der verantwortliche Beamte schwor, daß die Polizei nicht nur mit High-Tech-Schrott ausgestattet sei, sondern auch mit funktionierenden Geräten.

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Man hatte extra 2 Beamte angefahren, um die Seriösität der Messungen zu unterstreichen. Allerdings erzielten die Erklärungen bei den Anrainern des Wiesenredders wenig Überzeugungskraft, denn die wurden und werden täglich mit diesen Problemen konfrontiert. Vor allem auch die Grundschule dort, wie eine Zuhörerin, die dort arbeitet, glaubhaft erklärte!

Nach dem Vortrag gab es dann die übliche Fragestunde.

Ich hatte die ‚Ehre‘ als Erster ranzukommen. Ich stellte fest, daß es bemerkenswert sei, daß in keinem dieser Verkehrsgutachten die Lärmbelästigung angesprochen würde. Dazu zeigte ich dem Publikum diese eindrucksvolle Grafik, die auch ihre Wirkung keinesfalls verfehlte!

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Ich erklärte, daß diese Zahlen zwar von 2012 wären, aber sicherlich immer noch aktuell seien. Sie zeigten einen 24-Stunden-Durchschnitt, was bedeuten würde, daß zu den Spitzenzeiten die Werte direkt an der Straße, darunter auch die Stapelfelder Straße unter Umständen bis auf 100 DB steigen könne! Immerhin liege sie schon im Durchschnitt bei etwa 80 DB an der Straße!

Daraufhin erzählte uns Herr Wedemann-Korte, daß er über das Problem des Verkehrslärms bescheid wisse, und man in der Stadt auch schon versuchen würde, dieses zu verringern. Allerdings sei das in dem Falle der neuen Gewerbeparks kein Problem, da sich der Verkehr VERDOPPELN müsse, um überhaupt einen hörbaren Unterschied hervorzurufen! Und in einer Großstadt müsse man nun mal damit leben, daß es laut sei!

Als ich sagte, daß die Planer und Befürworter hier ziemlich sicher NICHT an der Stapelfelder Straße oder der Sieker Landstraße wohnen würden, sondern vielleicht im ruhigen Alstertal, erntete ich Applaus!

Danach kamen eben viele Fragen noch zum Wiesenredder, wobei die Anwohner der Meinung waren, daß dort massenweise NICHT-Anwohner aus Rahlstedt unter den Durchfahrenden seien, sondern alle möglichen mit Autonummern aus der Umgebung. Das bewirkte, daß man von Seiten der Behörde vorschlug, doch sich mal die Autonummern zu notieren, damit man feststellen könne, wieviele der Durchfahrenden tatsächlich NICHT aus Rahlstedt seien.

Dabei vergißt der gute Mann, daß da natürlich nicht alle Autos mit HH-Nummern dort im Viertel auch tatsächlich ansässig sein müßten, sondern vielleicht einfach eine Abkürzung nach Billstedt etc. fuhren! Und DAS ist ja nun ein wenig schwierig zu erkennen, ändert aber nichts an dem Durchfahrtereignis!

Aus Stapelfeld kamen leider nur sehr wenige Fragen, eine Dame aber, die selbst als Bäuerin tätig ist, erklärte, daß es schon heute oft unmöglich sei, mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug vom Hof auf die Straße zu kommen. Wobei auch das Alles natürlich kein wirkliches Problem darstellen würde, jedenfalls nach Meinung des Gutachters und Herrn Weedemann-Kortes.

Und auch die Frage, ob man denn diese Flächen wirklich benötigen würde, wurde von Herr W-K mit den üblichen Gebrauchsfloskeln abgewiegelt! Ja, man würde sie brauchen, und dabei woanders entstehende Gewerbebrachen würden sich schon regeln lassen.

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Natürlich war auch unser SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Buschhüter vor Ort und machte fleißig Aufnahmen, die er uns dann auf seiner Webseite sicherlich als ‚rege Bürgerbeteiligung‘ präsentieren wird.

Einen kleinen Wehrmutstropfen warf dann aber auch noch der CDU-Mann Weiske (allerdings nicht als Politiker, sondern als BÜRGER) rein, denn er erklärte uns Anwesenden, daß dieses Alles sowieso nur eine Farce sei, weil man ja, dank der Anweisung des Senats, noch nicht einmal ansatzweise irgendein Stimmrecht habe. Weder die Bürger, ja noch nicht einmal das gewählte Bezirksparlament!

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Am Ende bedankte sich dann noch Herr Klein, seines Zeichens der Vorsitzende des gemeinsamen Planungsausschusses bei den Anwesenden für die tollen und wichtigen Anregungen und die Mitarbeit, was mich dazu führte, ihm lautstark klar zu machen, daß er NIEMALS etwas von einer wie auch immer gearteten Mitarbeit oder Bürgerbeteiligung zu reden!

Hamburger Behörde für Umwelt und Energie bestätigt es: Sie interessiert sich NICHT für Umweltschutz!

Nun haben wir es endlich schriftlich: Unsere Behörde für UMWELTSCHUTZ interessiert sich einen DRECK um eben diesen!

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AW: Neues Verkehrsgutachten für Großlohe: Fehlende Zahlen zur Lärmbelästigung!

 

30.05.2017 um 13:48 Uhr

Keßler, Claudia

Sehr geehrter Herr Napp,

ich bitte Sie dringend, meine E-Mailadresse aus Ihrem Verteiler zu streichen. Für das Verfahren sind federführend die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und das Bezirksamt Wandsbek zuständig.

Mit freundlichen Grüßen

Claudia Keßler

Behörde für Umwelt und Energie

Amt für Naturschutz, Grünplanung und Energie

Abteilung Naturschutz – NGE 316 –

Neuenfelder Str.19, 21109 Hamburg

Telefon: 428 40 2158

Fax:       428 40 3552

www.hamburg.de/naturschutz

 

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Meine Antwort an diese Dame:

30.5.2017

16.15 Uhr

Sehr geehrte Frau Keßler.

Das werde ich nicht tun.
Ich weiß ja nicht, wofür bei Ihnen ‚Abteilung für Naturschutz‘ oder ‚Amt für Naturschutz‘ steht, wenn Sie der Meinung sind, daß Naturschutz Sie nichts angeht!?
Man sollte nicht die Verantwortung für ein Naturdesaster von sich auf Andere abwälzen!
JEDER in der Hamburger Verwaltung oder in der Politik HAT eine grundsätzliche Verantwortung für das, was da geschieht! Egal, wer da ‚federführend‘ ist!
In unserem Fall dürfte das eines der größten GEPLANTEN UMWELTVERBRECHEN werden, das in Norddeutschland vor sich geht. DIESES sollte also durchaus in Ihr Gebiet fallen!
Und IHR NAME steht auf dem Gefälligkeitsgutachten vom Dezember 2015!
Also sind SIE GANZ PERSÖNLICH für dieses Verbrechen mitverantwortlich!

Ich werde Ihre Stellungnahme mal an die lokale Presse weiterreichen, denn sie ist schon typisch für die Rücksichtslosigkeit unserer Politiker und der Verwaltung gegenüber den Bürgern dieser Stadt, aber auch gegenüber der Natur, die uns Allen erst ein lebenswertes Dasein hier ermöglicht!

Jörn Napp
Bachstückenring 5
22149 Hamburg
Tel: 01755825443

Unsere Parteien stellen sich jetzt schon zur Bundestagswahl! UNSERE ANTWORT darauf: SPD und GRÜNE unter 5%!

RundblickRahlstedt260517ParteienZurBundestagswahl

Ok, hier geht es nur um ‚Sicherheit‘ und ‚Verkehr‘, ist ja aber trotzdem auch für unser derzeitiges Problem relevant.

Bemerkenswert ist vor allem, das ausgerechnet DIE GRÜNEN für eine Stärkung der Polizei sind, was sie mir ihrer Sklavenhalterpartei SPD gemeinsam haben. Während ihrer Amtszeit in Hamburg haben sie die Polizeikräfte geschwächt und haben gnadenlos auf Demonstranten eingeschlagen.

Und in unserem Fall unterstützen sie auch noch, wie ich das sehe, KORRUPTION, was ja auch irgendwo etwas mit ‚Sicherheit‘ zu tun hat.

Und die lächerlichen Vorschläge mit den Elektroladesäulen auf den geplanten Gewerbeparks zeigen überdeutlich, wes Geistes Kind die SPD und DIE GRÜNEN sind!