Der Bienen Not – oder: Sollten die GRÜNEN lernfähig sein ?

Nachtrag:

Dazu auch ein gerade in der Hamburger Morgenpost erschienener Artikel:

https://www.mopo.de/im-norden/wildblumen-an-jeder-strassenecke–standpunkt–lasst-hamburg-summen-und-brummen–32630896

20160721_133713

Es ist inzwischen eine allgemeine Weisheit, daß es nahezu keine Insekten oder Spinnen mehr gibt (übrigends gibt es auf diesem Globus mehr Arachniden als Insekten!).

Innerhalb von nur etwa 30 Jahren (1 einzige Generation!) ist die Gesamtbiomasse dieser Tiere um etwa 75 bis 80% zurückgegangen!

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/20997.html?fbclid=IwAR0AL5LqfDSO4uuFMAtgkLYwI-dfMfqvPrxzx0aeK0hvpx0ytlda5_InMYA

Die meisten Menschen werden denken: ‚Gott sei Dank! Keine Mücken mehr!‘, aber das ist sehr kurz gedacht, denn auch diese (nicht nur die niedlichen Bienchen!) werden dringend benötigt als Lebensgrundlage für Vögel und viele andere Tiergattungen.

Der wohl erste wirkliche Umweltschutzjournalist Horst Stern hat das mal drastisch den BAMBY EFFEKT genannt, weil man mit schnuckeligen Tieren (auch Bienchen gehören dazu!) mehr Aufmerksamkeit erregt, als mit Mücken oder häßlichen Spinnen!

https://www.zeit.de/kultur/film/2019-01/sterns-stunde-horst-stern-gestorben

Auch Umweltorganisationen arbeiten mit diesem ‚Effekt‘, um Spenden locker zu machen:

https://antivictoriapark.wordpress.com/tag/sammlungsbetrug/

https://antivictoriapark.wordpress.com/tag/haselmaus/

Neuerdings aber tut sich was im Staate Hamburg: Plötzlich erscheinen hier und da Flächen, die als ‚Blühwiesen‘ deklariert wurden und naturnah bleiben sollen!

Was passiert, wenn man schon eine winzig kleine Fläche einfach sich selbst überläßt, kann man überall am Straßenrand sehen.

Man braucht gar nicht nachzuhelfen und bekommt schon eine kleine ‚Blühweise‘ einfach von der Natur geschenkt!

Ohne jede Arbeit oder Investition!

BluehwieseAmStrassenrand-20190418_104350

Bisher scheinen Offizielle, durchaus auch bei der Hamburger Wohnungsgesellschaft SAGA, immer noch zu denken, daß kurzgeschorene Rasenflächen ‚ordentlich‘ aussehen, und lassen diese dann selbst bei Trockenheit und Hitze absäbeln!

Das sieht dann so aus (gerade erst dieses Wochenende fotografiert):

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Der Erfolg?

Es entstanden KOSTEN (Gartenbaubetrieb und seine Arbeiter) und die Rasenfläche ist KAPUTT! Steppe!

Bisher jedenfalls!

Inzwischen fängt auch die SAGA an nachzudenken und die eine oder andere Fläche versuchsweise in Blühwiesen umzuwandeln oder einfach nur nicht mehr zu mähen, wie wir hier in Großlohe sehen können.

20190526_135153

Ganz rechts wurde gemäht, der Rest aber unberührt gelassen.

Meine Anregung, auch bei uns im Bachstückenring ein paar Rasenflächen zu Blühwiesen umzuwandeln, stieß bei der SAGA-Verwaltung in Rahlstedt auf durchaus offene Ohren, denn auch dort ist die Erkenntnis, etwas tun zu müssen, inzwischen angekommen!

Allerdings will man erst einmal in Rahlstedt-Ost einen Versuch machen, wo eine solche ziemlich große Wiese angelegt werden soll.

Aber im nächsten Jahr wird man wieder daran arbeiten. Versprochen!

Wie mir allerdings eine Dame dort erzählte, gibt es auch massenweise Bürger und Anwohner, die sich dann beschweren, wenn nicht gemäht wurde, weil das so UNORDENTLICH aussehen würde!?

Leider sterben Dummköpfe wohl nie aus!

Aber es gibt auch in Rahlstedt-Großlohe inzwischen weitere Flächen, die zu Blühwiesen deklariert und tatsächlich auch umgewandelt wurden.

Ob das speziell auf Anregung der GRÜNEN in Wandsbek geschah, weiß ich nicht, aber ich habe inzwischen das unruhige Gefühl, daß die GRÜNEN hier wegen des Victoria-Parks ein mächtig schlechtes Gewissen haben und jetzt versuchen, wenigstens im Kleinen wieder etwas zu reparieren, was sie im Großen zerstört haben!

Gruene-Bienenkoenigreich-Karrikatur2019

Aber wenigstens gibt es einen ganz kleinen hellen Fleck, der uns hoffen läßt, daß die dort vielleicht doch zwar spät aber immerhin begriffen haben, daß es SO nicht weitergehen kann!

Bisher haben sie in Hamburg alles daran gesetzt, die Umwelt zu vernichten, da wird es höchste Zeit, wenigstens bei den Blühwiesen gegenzusteuern, was wenig Energie und Geld kostet, also leicht zu machen ist!

Im sogenannten B-Plan ‚Rahlstedt 134‘ wurde ein Fläche direkt an der Stellau (links im Wäldchen) zu einer Blühwiese umgewandelt und blüht inzwischen auch wunderschön und zieht massenweise Insekten an.

Blumenwiese1

So sah die Wiese bei Anlagebeginn im Frühjahr 2018 aus, und so ist sie heute:

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Und auch im Bereich unseres kleinen Großlohe-Parks gibt es jetzt nahe der Schule eine Fläche, an der man schön sehen kann, wie viel besser so etwas aussieht, als wenn es platt auf Streichholzlänge gemäht ist!

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Nicht wirklich groß, aber immerhin ein Anfang!

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Auf https://www.hamburg.de/wandsbek/bluehwiesen/  gibt es inzwischen sogar eine Karte, in der diese neuen Blühwiesen eingetragen sind.

Diese hier ist als Nr. 4 eingetragen und die aus Rahlstedt 134 ist die Nummer 5.

BluehwiesenWandsbek2019

Und auch ein paar Meter weiter gibt es Ansätze im Kleinen.

Hierbei werden einfach Straßenränder zunächst mal mit Holzpfählen gesichert und dann sich selber überlassen. Ob da auch was gesät wurde, ist derzeit nicht zu sehen.

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Aber auch das ist wenigstens ein Anfang, wenn auch natürlich noch lange nicht genug!

Nachtrag von heute abend: Leider mußte ich feststellen, daß man auch diese kleinen Flächen inwischen abgemäht hat.

Wohl zu früh gefreut!?

Wie hübsch das letztlich am Straßenrand aussehen kann, sieht man auf diesem Foto, das ich auf Facebook fand, wobei der Autor leider unkannt ist:

BluehwieseAmStrassenrand

Es ist schließlich eine alte, wenn auch ohne Pause mißachtete Weisheit, daß dort, wo sich die Natur wohlfühlt, auch der Mensch erheblich besser lebt!

Vielleicht wachen ja selbst die Hamburger GRÜNEN endlich auf und erinnern sich daran, daß fette Diäten NICHT das sind, weshalb sie in diese Ämter gewählt wurden, denn bisher ist die Umweltbilanz der GRÜNEN, dort, wo sie in der Regierung sitzen, wie denen vom NABU und dem BUND bestätigt wurde, extrem schlecht!

https://schleswig-holstein.nabu.de/politik-und-umwelt/umweltpolitik/umweltbilanz-2012-2015/index.html

https://schleswig-holstein.nabu.de/politik-und-umwelt/umweltpolitik/umweltbilanz-2012-2015/18565.html

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/01/12/nabu-bund-u-a-muessen-jetzt-aktiv-werden-und-klagen/

 

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