Gegendarstellung des Bezirksamtes Wandsbek zu Rahlstedt 134

Blumenwiese2

Zu meinem Beitrag ‚Rahlstedt 134: Der Betrug geht weiter‘ hat mir Herr Weedermann-Kortes vom Bezirksamt Wandsbek eine Gegendarstellung geschickt, die ich selbstverständlich gerne veröffentliche, wozu ich allerdings nach dem Hamburger Presserecht auch verpflichtet bin.

Seine Darstellung klingt in diesem Zusammenhang auch glaubhaft. Aber ich werde die Entwicklungen weiter beobachten. Immerhin hat alleine die Planierung der Fläche einige Wochen in Anspruch genommen.

 

WG: Rahlstedt 134 – Und der Betrug geht weiter!

Von: Weedermann-Korte, Tim

03.07.2018 um 16:56 Uhr

 

Sehr geehrter Herr Napp,

ich habe ihren Blogeintrag vom Sonntag, den 1. Juli zum Anlass genommen, mich in der Sache bei den zuständigen Kollegen vom Management des Öffentlichen Raumes zu erkundigen. Einen „Betrugsfall“ konnte ich dabei nicht feststellen.

Bei der von Ihnen beschriebenen und fotografierten Fläche handelt es um eine der Flächen, die im Rahmen des Beschlusses der Bezirksversammlung „Mehr Natur in die Stadt“ vom 26.01.2017 im Bezirksbereich zu einer Blühfläche zu entwickeln ist. Die Fläche wurde hierfür bis Ende Mai entsprechend vorbereitet, planiert und angesät. Ziel der Maßnahmen ist eine langfristige Entwicklung einer Blühwiese.

Aufgrund der anhaltenden sehr trockenen Witterung, hat sich jedoch das Auflaufen des Saatgutes und Durchgrünen der Fläche verzögert und wird je nach Witterung auch noch andauern. Ein Bewässern der Fläche ist nicht geplant und ökologisch auch nicht sinnvoll. Das Bezirksamt geht davon aus, dass sich die Blühwiese in den nächsten Monaten hier zur Freude aller – wenn leider etwas verzögert  noch entwickeln wird.  

Ich hoffe damit den Sachverhalt für Sie weiter aufgeklärt zu haben. Es wäre schön, wenn Sie Ihre Überschrift dann umformulieren würden.  

Mit freundlichem Gruß
Timo Weedermann-Korte
__________________________________________

Bezirksamt Wandsbek
Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung
Abteilungsleitung Bebauungsplanung
Am Alten Posthaus 2, 22041 Hamburg
Fon: 428 81 – 3034, Fax: 427 90 – 9396
E-Mail: Timo.Weedermann-Korte@Wandsbek.Hamburg.de

http://www.hamburg.de/wandsbek/bebauungsplaene/
http://www.hamburg.de/planportal/

 

Meine Antwort darauf:

 

  • Von: Jörn Napp
    04.07.2018 um 10:20 Uhr

    An: Weedermann-Korte, Timo

Sehr geehrter Herr Weedermann-Korte.

Erst mal meinen Dank für die schnelle Antwort.
Man darf feststellen, daß provokante Formulierungen unserer Verwaltung doch immer mal wieder auf die Sprünge helfen.
Ich werde dazu mit Ihrer Mail eine Fortsetzung schreiben, in der Sie das dann ja vermittels der Mail klarstellen!
Weiterhin freue ich mich, daß Sie offensichtlich meine Blogbeiträge lesen.
Das allerdings sollte dann auch dazu beitragen, Ihnen, dem Bezirksamt, der Bezirksversammlung und dem Senat klarzumachen, daß es im Fall Rahlstedt 131 und 134 KEINERLEI tatsächliche Bürgerbeteiligung gab oder gibt.
Wie Sie wohl auch mitbekommen haben, haben ALLE Umweltverbände die Zusammenarbeit aufgekündigt, weil sie, genauso wie wir, festgestellt haben, daß sie NICHTS bewirken können, sondern nur instrumentalisiert werden! Sie haben dazu sicherlich deren Schreiben vom 9.4.18 an das Bezirksamt gelesen.
Die Planungen zu 131 sind nun wirklich mehr als nur peinlich, und selbst Herr Senator Kerstan hat auf der HCU-Tagung festgestellt, daß die Planungen dazu extrem schief gelaufen sind (habe ich aufgenommen)!
Das Vertrauen in die Politik und die Verwaltung ist jedenfalls in unserem Viertel zutiefst untergraben, eigentlich nicht mehr vorhanden!
Und Sie haben mir auch noch nicht berichtet, wie SIE die sogenannten Gutachten tatsächlich überprüft haben? Wozu Sie eigentlich verpflichtet gewesen wären.
Und dann ist da noch die Aussage Herrn Graefes zur EXISTIERENDEN HASELMAUS im Bereich 134! Ich habe diese Aussage auf der ÖPD aufgenommen, sie ist also dokumentiert.
Ist sie denn nun da oder eben nicht? Im Gefälligkeitsgutachten ist sie nicht mehr da, aber vorher war sie immer dort und ist also auch auf der Fläche von 134 existent.
Damit würde das ‚Gutachten‘ natürlich ad absurdum geführt.

Nun ja, vor allem aber, wie auf der HCU-Tagung ebenfalls festgestellt, wurden trotz hochheiliger Versprechen alle Forderungen zu den Ausgleichsflächen von R 105 NIEMALS umgesetzt, was auch bei 131 kaum Vertrauen weckt, daß der sogenannte Städtebauliche Vertrag je umgesetzt wird!
Sollte es sich herausstellen, daß die Haselmaus tatsächlich DOCH dort lebt, müßte sein Biotop VOR BAUBEGINN fertiggestellt werden, um ihr das Umziehen zu ermöglichen.
Gruß
Jörn Napp

 

Wochenblatt270618LeserbriefZurGrossenHeide

 

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