Die professionelle Lüge von der ‚Großen Heide‘

Wochenblatt180418GrosseHeide

Ich habe mich hier ja schon des Öfteren mit dem Thema Große Heide‘ beschäftigt, aber das Ganze wächst sich langsam zu der peinlichsten Aktion innerhalb des B-Planes 131 der beiden Gewerbegebiete aus.

Die ‚Große Heide‘, die bis vor wenigen Monaten noch Niemand zwischen Großlohe und Stapelfeld kannte, selbst die täglichen Wanderer in diesem Bereich nicht, soll, wenn es nach dem Willen unseres Ortsamtes Wandsbek und der planenden Politiker im Senat geht, das Zauberwort sein, mit dem die Bevölkerung, die KEINESWEGS mit vielen Vorschlägen etc. mitgearbeitet hat, beruhigt und in ihrem Widerstand gezähmt werden soll.

Irgendwo auf einer hunderte von Jahre alten Karte hat man diesen Namen gelesen und umgehend für sich in Anspruch genommen, denn der klingt ja irgendwie nach ‚Lüneburger Heide‘ nur noch größer und viel schöner, weil sie wunderbar aufgewertet werden soll (Spruch von Senator Kerstan von den GRÜNEN)!

Genauso hat man sich das gedacht bei den Planern oder der, wie ich das sehe, Laienspieltruppe des Landschaftsplanungsbüros Jacob!

Irgendwie haben diese Herrschaften offensichtlich das Gefühl, man könne uns mit ein paar lächerlichen Bänken, ein paar Brückchen, einem angeblichen Hundespielplatz und einem rudimentären Erdbeerfeld ruhig stimmen und uns davon überzeugen, daß dieses tolle neue Gewerbegebiet doch viel besser ist, als der Mist, den wir heute haben, denn da sind die Wege oft matschig, manchmal sogar unzugänglich (ein Biotop eben), tolle Apfelbäume (wer erntet die eigentlich später), ein neues kleines Feld mit ÖKÖ-Erdbeeren (wer bewirtschaftet das eigentlich?) und so Manches mehr wird uns versprochen und Alles als ‚Aufwertung der Natur‘ deklariert!

Und diese Bezeichnung wird nicht etwa nur von SPD-Politikern im Munde geführt, sondern auch von den GRÜNEN!

Eigentlich gerade von denen, denn, wie Herr Schweim es so niedlich-sandkistennaiv auf seinem ‚Grünschnack‘ verbreitete, blutet ihm das Grüne Herz, wenn er an das Gewerbegebiet denkt. Aber hier, im Gebiet der Großen Heide darf er mal so richtig die ökologische Sau rauslassen! Hier wird NATUR PUR erstellt, wo eigentlich schon immer Natur war. Mal von dem Rohr abgesehen, durch das die Stellau unterhalb des Rahlstedter Schwimmbades fließt.

Tja, selbst unsere Müllkippe soll nun endlich mal schön gemacht werden, damit man da am Sonntag seinen Spaziergang machen kann.

Und die Ponys der Reiterhöfe dürfen dann munter auf gut gepflegten Wegen traben, rechts und links von wunderbaren Gewerbegebäuden des neuen Prämium-Gebietes umgeben.

Und Frau Jacob scheut sich nicht, uns immer wieder zu erzählen, daß hier auch neue Naturschutzflächen angepflanzt werden, Biotope, die ganz sicher ‚bis zur nächsten Eiszeit‘ sein werden.

Das vorher auf dem auch von ihr geplanten Gelände der Gewerbegebiete diverse Biotope plattgemacht werden, verschweigt sie lieber im Zusammenhang mit der ‚Großen Heide‘, denn das sind ja, wie man sich da oben ausdrückt, zwei völlig unterschiedliche Planungsgebiete.

Das Schönste aber an all diesen wunderbaren Plänen ist, daß erstens nahezu NIEMAND von der Bevölkerung da mitgearbeitet oder irgendwelche Vorschläge gemacht hat, wenn wir mal von zwei oder drei Schwachmaten absehen, sondern daß bis heute NIEMAND weiß, wer das bezahlen soll, zumal viele der Flächen weder im Besitz der Stadt Hamburg noch in dem von Jebens oder der WAS sind, sondern privaten Menschen oder Bauern gehören, die dafür ganz sicher kein Geld geben werden. Wozu auch?

Man sucht jetzt also händeringend Finanzquellen, damit wenigsten ein ganz kleines Bißchen irgendwann einmal dann auch entsteht.

Ähnlich wie bei dem B-Plan Rahlstedt 105, das dem Merkur-Park entsprach, wird es wohl so kommen, daß die Gewerbehütten längst stehen, die Umsetzung der versprochenen Ausgleichsgebiete aber nie 100%ig kommen wird.

Deswegen kann man jetzt wohl diese früheren Ausgleichsflächen einfach mit abreißen und verspricht den Bürgern neue, für die erstens keine Flächen da sind, zweitens aber auch kein Geld!

Die ‚Große Heide‘ ist die größte Lüge, die uns die Planer bisher verkaufen wollten! Aber sie wird auch zu einem Symbol der Lügen an uns allen werden.

 

Weitere Beiträge zum Thema:

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https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/07/14/die-farce-grosse-heide-der-anfang-vom-ende/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2018/04/16/das-buero-jacon-beschwert-sich-bei-mir/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2018/04/12/der-naechste-hammer-b-plan-rahlstedt-134/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2018/04/06/die-grosse-luege-vom-schutz-der-biotope/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/07/06/brachiale-manipulation-der-menschen-durch-spd-und-gruene/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/05/17/die-luege-um-die-ausgleichsflaechen-vom-merkur-und-victoria-park/

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https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/03/30/die-luege-ueber-die-ausgleichsflaechen/

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