ILLEGALES Abholzen auf dem Flurstück 900 !? Gibt es dafür Unterstützung aus der Politik?

Flurstueck900-Bild4

Hier sehen wir das besagte Flurstück 900, um das es bei diesem Artikel geht.

Der Besitzer läßt hier UNTER DEN AUGEN DER BEHÖRDE massiv abholzen, obwohl es sich hier um eine geschützte Fläche handelt!

Zunächst einmal die Lage dieser Fläche direkt am Wiesenredder.

Flurstueck900-GoogleEarth

Wir sehen, daß es nördlich der Fläche 900 ein größeres Biotop gibt mit der Nr. 20.

An der Stellau selber ist zwar kein Gebiet als Biotop registriert, aber die Größe der abgeholzten Bäume macht diese sicherlich schutzwürdig.

Wir baten vor einigen Monaten die SAGA, doch bitte einen Baum vor unserer Wohnung (nach Nord-Osten) ein wenig zu kürzen, damit wir auch in den Sommermonaten noch etwas Sonne bekommen, aber das wurde abgelehnt mit der Begründung, daß dieser Baum unter Schutz stehen würde!

Und mal rein theoretisch gesehen, ist Hamburg natürlich top in der Erhaltung der Artenvielfalt und der Biotope. Hier eine Schrift zur Selbstbeweihräucherung:

http://www.hamburg.de/contentblob/3809296/91944b054c2e229293cb55341cec8d3e/data/broschuere-gruene-vielfalt-qualitaet-der-stadt.pdf

Aber wie beim Victoria-Park gelten die Schutzbestimmungen immer nur für die kleinen Bürger, nicht aber für Politiker und Beamte.

Im Fall des Flustücks 900 ist das seltsam, weil der Besitzer wohl weder das Eine noch das Andere ist. Trotzdem konnte er unbehelligt von den Schutzvorschriften viele Bäume fällen lassen!?

2018 Baumhecke+Biotope jpg

Und so sieht das jetzt da aus:

Flurstueck900-2

Flurstueck900-Abholzungen

Sieht schon etwas triste aus, wenn man mich fragt.

Der Kampf um die Zerstörung auch des Biotops 20 geht nun schon seit vielen Jahren, denn auch hier hat der Staat keine Skrupel, Teile zu opfern, wenn es um seine Interessen geht!

Schon 2013 hat sich ein besorgter Bürger an die (damalige) BSU gewandt und diese Antwort bekommen, die sich allerdings NUR auf die Biotopflächen bezieht:

Flurstueck900-Nutzungsmoeglichkeiten

Damals sollte direkt vor der Schule am Bachstückenring ein großer Teil des Biotops plattgemacht werden, um dort eine Reihe von Einfamilien-Reihenhäusern hinzustellen.

Aus einer Mail des Bürgers an mich:

Damit Du die Tragweite der Mißachtungen der Gesetze  sehen kannst. Oliver Schweim, Hr. Wisocki und der damalige Chef der PW 38 , Herr Siebensohn, sind als Zeugen zu benennen.

Seit 2011 geht der Kampf mit dem Eigner und Pächter unter Zuhilfenahme der o.g. Personen.

Wie wir ja im Fall des Victoria-Parks sehen, haben weder die GRÜNEN noch die SPD irgendwelche Skrupel, ein Biotop plattzumachen.

Biotop20-IllegaleBebauung

Bebauungs-Steinhagenweg-Grosslohe

Und das ist offensichtlich noch nicht das Ende der Biotop-Vernichtung, denn der B-Pläne Rahlstedt 5 (Ursprünglich NUR als Gewerbegebiet geplant von 1963 und 2008 geändert) und Rahlstedt 120 (2003 bis 2008) erlauben eine weitere Bebauung westlich der Reihenhäuser, die auch schon zu Rahlstedt 120 gehörten!

B-PlanRahlstedt120

Planzeichnung von Rahlstedt 5 von 1963):

Rahlstedt5-Bauplan1963

Und die Begründung dafür lesen wir hier:

http://daten-hamburg.de/infrastruktur_bauen_wohnen/bebauungsplaene/pdfs/bplan_begr/Rahlstedt5.pdf

Und die Daten von Rahlstedt 120 finden wir alle hier:

http://daten-hamburg.de/infrastruktur_bauen_wohnen/bebauungsplaene/pdfs/bplan/rahlstedt120.pdf

http://daten-hamburg.de/infrastruktur_bauen_wohnen/bebauungsplaene/pdfs/bplan_begr/Rahlstedt120.pdf

Dazu ein Kleine Anfrage (Drucksache 19/6716) des Rahlstedter Lokalpolitikers Buschhüter von 2010: mit den Antworten des Senats.

Man muß berücksichtigen, daß damals noch die SPD in der Opposition war. (K)ohle von Beust (CDU) war Oberbürgermeister und regierte mit Hilfe der GRÜNEN schon damals!

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Die neue Straße an der Zirkuswiese soll ‚Steinhagenweg‘ heißen.

http://www.heimatecho.de/artikel/535

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http://www.buergerschaft-hh.de/ParlDok/dokument/30113/wohnungsbauentwicklungsfl%c3%a4che-zirkuswiese-gro%c3%9flohering-ii-.pdf

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Das Grundstück wird nicht im Rahmen des Eigenheimprogramms angeboten, sondern durch Ausschreibung an einen Bauträger vergeben, um eine schnellere Realisierung der Gesamtmaßnahme zu erzielen. Die Ausschreibung für das Grundstück befindet sich derzeit in der behördeninternen Abstimmung. Die Durchführung der Ausschreibung soll nach gegenwärtigem Stand im 3. Quartal 2010 erfolgen und voraussichtlich im September 2010 abgeschlossen werden.
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Und noch eine Kleine Anfrage (Drucksache 20/792) des Herrn Buschhüters und azu noch eine Presseerklärung:

Zirkuswiese Großlohe: Wohnungen werden endlich gebaut

Dienstag, 05.07.2011

Schon lange wird daran gearbeitet: Neue Wohnungen am Großlohering. Im Mai 2003 hatte der damalige CDU-Senat die Zirkuswiese in sein so genanntes Sofortprogramm Wohnen aufgenommen. „Über acht Jahre später wurde hier jedoch noch keine einzige neue Wohnung errichtet. Dieses Vorhaben steht damit beispielhaft für das Versagen der CDU-geführten Vorgängersenate in der Wohnungsbaupolitik“, sagt der Rahlstedter Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter. Der SPD-Senat hat sich dagegen zum Ziel gesetzt, jährlich 6.000 neue Wohnungen zu bauen. In den letzten Jahren wurden durchschnittlich nur 3.500 Wohnungen gebaut.

Auf der ehemaligen Zirkuswiese stehen die Bauarbeiten für 25 neue Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser nun bald bevor. Durch eine Kleine Anfrage an den neuen Senat erfuhr Buschhüter, dass bis Ende dieses Jahres die sogenannte Hochbaureife durch notwendige Erschließungsmaßnahmen auf dem Areal hergestellt sein soll. Zurzeit werden Kaufvertragsverhandlungen nach der im IV. Quartal 2010 erfolgten Ausschreibung mit einem Bieter geführt, der das beste Angebot vorgelegt hatte, so der Senat weiter. „Mit einer Bebauung könnte dann im nächsten Jahr begonnen werden, die jahrelange Bummelei hätte dann endlich ein Ende“, sagt Buschhüter. Noch im Juli soll auch mit den erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen begonnen werden. Als Biotopentwicklungsmaßname wird hinter der Wohnungsbaufläche ein größeres Stillgewässer mit „Feuchtbiotopmosaik“ entstehen.

Und noch eine kleine Anfrage zum Thema mit den Antworten des Senats:
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Die Planungen für die Ausgleichsmaßnahmen sind abgeschlossen, die Ausschreibung für die Erschließungsarbeiten wurde am 15. Juni 2011 submittiert. Aktuell erfolgt im zuständigen Bezirksamt die Prüfung der Ausschreibungsergebnisse mit voraussichtlicher Auftragsvergabe Anfang Juli 2011. Der Baubeginn wird dann voraussichtlich Mitte Juli 2011 sein. Die Bauzeit für die Herstellung der Ausgleichsfläche und des Rückhaltebeckens wird circa acht Wochen betragen. Nach der endgültigen Herstellung der Ausgleichsfläche folgt dann die laufende Betreuung und bedarfsweise Durchführung von Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen.
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Auch hier war es schon bemerkenswert, WOHER man eine Ausgleichsfläche nehmen wollte und konnte!
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Aber die abgeholzten Bäume auf Flurstück 900 hätten sicherlich auch unter Schutz gestanden, schon wegen ihrer schlichten Größe!

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Oder sollte ich das so verstehen (letzter Absatz des Schreibens), daß hier sogar die Behörde selber die Genehmigung zum Holzen gegeben hat?

Der Begriff ‚Pflegearbeiten‘ wäre allerdings für diese Tat ein ziemlicher Euphemismus!

Vielleicht möchte man jetzt endlich nach so vielen Jahren diesen B-Plan endlich in die Tat umsetzen, denn schließlich braucht man ja Platz für die 10.000 Wohnungen jährlich?

Aber wir lernen mal wieder, daß der Begriff BIOTOP keinesfalls schutzwürdig ist, wenn die höhere Politik ihre Schlickgriffel auf die Flächen legen will!

Bei den Beispielen Rahlstedt 5 und Rahlstedt 120 könnten die theoretisch jeden Tag mit den Buldozern anfahren und Alles plattmachen, denn rechtlich ist alles abgeschlossen!

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