Ring 3: Und die FARCE geht in die Verlängerung! Alte Pläne neu entdeckt!

Stapelfeld-Umgehungsstrasse0617

Gerade fand ich beim Recherchieren diesen einfach wunderbaren Artikel des Hamburger Abendblattes Stormarnausgabe von 2001!

JAWOHL! 2001!

Und JETZT PLÖTZLICH finden die Stapelfelder dieses Projekt GUT? Darf man fragen, warum das so ist?

Also dürfen wir feststellen, daß eine veränderte Trassenführung des RING 3 schon damals angedacht wurde!

http://www.abendblatt.de/archiv/2001/article204835025/Vierspurig-durch-Stapelfeld.html

05.06.01

Rahlstedter CDU fordert: Hamburger Plan zur Verlängerung des Rings 3 stößt auf Widerstand

Vierspurig durch Stapelfeld

Von MATTHIAS POPIEN Stapelfeld – Wird die Alte Landstraße, die Verbindung von Rahlstedt zur A 1, bald zur vierspurig ausgebauten Verlängerung des Hamburger Rings 3? Die CDU Rahlstedt hat dies angeregt – und damit Bewegung in die seit Jahren festgefahrene Debatte um den Lückenschluss zwischen dem Ring 3 und den Autobahnen 1 und 24 gebracht. Die Folgen dieses Ausbaus hätten allerdings die Stapelfelder zu tragen. Ottmar Tschendel von der Stapelfelder CDU zum Vorschlag seiner Kollegen: „Das finden wir gar nicht gut.“

Tschendel befürchtet eine noch stärkere Lärmbelästigung der Dorfbewohner. „Die Autobahn ist schon jetzt sehr deutlich zu hören, wenn der Wind aus Osten kommt“, sagt der Gemeindevertreter, der noch nicht einmal besonders nah an der Autobahn wohnt. Er – und viele andere Stapelfelder – wären von einem Ausbau der Alten Landstraße (B 435) doppelt betroffen. „Dann fahren die Laster erst auf der B 435 an uns vorbei und dann noch einmal auf der A 1 in Richtung Hamburg, um zum Beispiel über die geplante Autobahnabfahrt Barsbüttel und die K 80 auf die Berliner Autobahn zu kommen.“

Eben der Verkehrslärm ist auch der Grund für die Rahlstedter CDU, von der bislang immer im Gespräch gewesenen Trassenführung abzuweichen. Geplant ist seit den Siebzigerjahren, die Straße Höltigbaum, mit der der Ring 3 in Hamburg endet, in gerader Linie zur A 1 in Höhe Barsbüttel zu verlängern und dort mit der K 80 zu verbinden, die zur A 24 führt. Damit wäre es möglich, Hamburg im Norden relativ zügig zu umfahren.

Mittlerweile wächst in Rahlstedt der Widerstand gegen eine solche Trassenführung – eben wegen des zu erwartenden Verkehrslärms. Er würde die Bewohner der Siedlung Großlohe treffen. Zweites Argument der CDU: Im Bereich der Trasse gibt es inzwischen ein Naturschutzgebiet – das Stapelfelder Moor. Und es gibt ein Wirtschaftsargument gegen die alte Straßenführung. „Mit der Errichtung des Merkur-Parks und der Industrieansiedlung auf der ehemaligen Schießsportanlage am Höltigbaum in Rahlstedt befindet sich eine nunmehr vollständig veränderte Ausgangslage vor Ort“, heißt es in einer Pressemitteilung der Rahlstedter CDU. Das Bürgerschaftsmitglied Karl-Heinz Warnholz (CDU) ergänzt: „Ein etwa drei Kilometer langer vierspuriger Ausbau der Alten Landstraße bis zur A 1 bei Stapelfeld bietet nicht nur für den Stadtteil Rahlstedt eine bessere Anbindung an die Autobahn, sondern wird auch den neu angesiedelten Betrieben im Osten Rahlstedts gerechter.“

Was den Hamburgern gefällt, muss den Schleswig-Holsteinern nicht unbedingt ins Konzept passen. Weil das so ist, blieb der Lückenschluss im Norden der Hansestadt – für den nun mal eine länderübergreifende Planung notwendig ist – über Jahrzehnte nur ein Traum der Verkehrsplaner. Und auch der Rahlstedter Vorschlag ist mit dem Manko behaftet, den Nachbarn den Verkehr aufzuhalsen, den man selbst nicht haben möchte.

In Stapelfeld ist die Ablehnung deshalb ziemlich deutlich. „Dafür wird es bei uns keine Mehrheit geben“, sagt die Gemeindevertreterin Rosemarie Karius (GSB). „Wir haben ja schon eine Straße, die von Rahlstedt zur Autobahn führt. Es ist also nicht so, dass man von dort nicht zur A 1 kommen könnte. Für einen Ausbau der Straße gibt es nicht den geringsten Grund.“

Im Übrigen würde dies auch dem Entwicklungsgutachten Stormarn widersprechen. „Wir wollen nicht, dass Hamburg und Stapelfeld zusammenwachsen. Stapelfeld ist laut Gutachten so genannter Achsenzwischenraum. Wenn wir die Straße ausbauen würden, dann würden sicher auch bald die Flächen links und rechts bebaut werden, und dann hätte Hamburg uns geschluckt. Das will hier keiner“, so Rosemarie Karius.

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