Kann man HALBSCHWANGER sein? Oder: Wie unterminiere ich erfolgreich den Widerstand der Bürger.

Gestern schreibt Wolfgang auf ‚Kein Rahlstedt 131‘, daß es KEINE ZUSAMMENARBEIT mit TOLLERORT oder JACOB von unserer Seite geben wird.

DAS sollte er dann bitte auch stringent durchsetzen!

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Wie ich schon des Längeren und Breiteren geschrieben habe, ist das Wort BÜRGERBETEILIGUNG zwar eines der beliebtesten in Kreisen der Politik, der Beamten und Investoren, aber kaum ein anderes repräsentiert eine größere Farce als eben dieses.

Kaum ein anderer Begriff zeigt, wie unsere Politiker mit mehr als nur gespaltener Zunge die Bürger belügen, daß die Schwarte kracht.

Für die gilt der alte Spruch in bester Tradition:

„Der Machthaber muß seine Untergebenen so schnell über den Tisch ziehen, daß er die dabei entstehende Reibungshitze als Nestwärme empfindet.“

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Wir von ‚Kein Rahlstedt 131‘ haben dieses ja nun schon bis zum Erbrechen erleben dürfen und müssen, wie diese Herren uns ohne rot zu werden mit Lügen zupflastern, wobei sie offensichtlich der Überzeugung sind, das STETER TROPFEN nun einmal DEN STEIN HÖLT!

Und irgendwie scheinen sie recht zu haben, denn deren SIRENENGESÄNGE lullen immer mehr Bürger ein! Dazu Versprechungen von einer, wie auch immer gearteten AUFWERTUNG DER NATUR im Bereich der GROSSEN HEIDE, ein Bonscherchen hier (Radwege) und eines dort (biologisches Erdbeerfeld oder Apfelbäume etc.) und schon ist die Masse der Bürger offensichtlich zufriedengestellt und verhält sich, ganz im Sinne der Politiker und der Investoren RUHIG!

Ich zitiere mal Wikipedia, die uns das Sprichwort ‚Gebt dem Volk Brot und Spiele‘ erklärt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Panem_et_circenses

Der Ausdruck panem et circenses (lat. [ˈpaːnẽː ɛt kɪrˈkẽːseːs]) (Akkusativ von panis et circenses) stammt vom römischen Dichter Juvenal[1]. Er bedeutet „Brot und Zirkusspiele“. Juvenal kritisierte in seiner Satire, dass das römische Volk in der Zeit des Prinzipats, entmachtet von den Kaisern Augustus, unter dem die Wahlen der Magistrate zur bloßen Formalität verkamen, und Tiberius, der sie völlig dem Volk entzog und dem Senat übertrug, sich nicht mehr für Politik interessiert und nur noch diese beiden Dinge gewünscht habe: Brot und Spiele. Stattdessen wird in der wissenschaftlichen Literatur die Ansicht vertreten, bereits in der Zeit der späten Republik hätten die Wähler panem et circenses erwartet und sich, auf diese Weise bestochen, zur entsprechenden Stimmabgabe bei den Magistratswahlen verleiten lassen.

Auch Fronto[2] berichtet von Kaiser Trajan, dieser habe Massenunterhaltungen besonders gepflegt, in der festen Meinung, „dass das römische Volk insbesondere durch zwei Dinge, Getreide und Schauspiele, sich im Bann halten lasse“ (populum Romanum duabus praecipue rebus, annona et spectaculis, teneri). Dion von Prusa[3] wirft den Einwohnern Alexandrias vor, sie seien nur noch auf Brot und Wagenrennen fixiert.

Heutige Bedeutung

Der Ausdruck bezeichnet auch heute noch die Strategie politischer (oder industrieller) Machthaber, das Volk mit Wahlgeschenken und eindrucksvoll inszenierten Großereignissen von wirtschaftlichen oder politischen Problemen abzulenken.

Dies kritisiert aber gleichzeitig auch eine abgestumpfte Gesellschaft, deren Interesse über elementare Bedürfnisse und „niedere Gelüste“ nicht hinausgeht. Die massive Ausweitung der Sportberichterstattung führt z.B. dazu, dass wichtige politische oder gesellschaftliche Fragen in den Massenmedien in den Hintergrund gedrängt werden.

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Es kommt dann allerdings auch noch die Karte ANGST dazu, denn viele Menschen befürchten, sie könnten Nachteile haben im Job oder der Familie! Und DAS, wo wir doch angeblich MEINUNGSFREIHEIT haben!? Überall haben wir doch wunderschöne Demokratie!?

WIR, also eigentlich nahezu ALLE Beteiligten unserer Bürgerinitiative, haben es persönlich erlebt, wie es mit der ‚Bürgerbeteiligung‘ bestellt ist und wie das funktioniert (oder eben auch nicht). Und wenn man das SELBER gesehen hat, sollte man auch daraus seine persönlichen Konsequenzen gezogen haben!

DAS gilt auch für die Naturschutzverbände!

Die erste Phase der Politiker und Investoren war, die Führung der damaligen Bürgerinitiative bei Jebens, dem Investor, zum Kaffee einzuladen, was dann auch die erhoffte Wirkung zeigte und diese Riege aus dem Verkehr zog.

Da sich aber flugs eine neue Truppe fand, mußte man sich etwas Neues einfallen lassen, denn diese war weniger empfänglich für solche Sirenengesänge. Dachte ich jedenfalls.

Unsere Politiker und die Verwaltung haben nun eine Karte aus dem Ärmel gezogen, mit der sie dachten und denken, uns einlullen und umstimmen zu können:

Das Projekt GROSSE HEIDE, bei dem die Bürger angeblich mitbestimmen dürfen und können, wie der kleine Bereich rund um den Victoria- und den Minerwa-Park gestaltet werden kann.

Da verspricht man uns herrliche Wege rund um die ‚Parks‘, auf denen es Apfelbaumflächen oder Kinderspielsplätze geben könnte. Dazu ein besserer Bodenbelag, damit man dort auch Radfahren und Scaten kann! Und die Pferdchen dürfen auch lang hoppeln. Diese sollen sogar einen eigenen Weg bekommen. Dazu käme dann auch wieder der längst verschollene interkulturelle Garten und ein biologisches Erdbeerfeld. Und wir werden zu allem Überfluß noch mit etlichen künstlich angelegten Biotopen umzingelt!

Und irgendwie scheint die Rechnung des Senats oder des Bezirksamtes auch aufzugehen.

Schon in der Frühphase des TOLLERORT-Projektes gab es tragischer Weise ernstgemeinte Vorschläge, die teilweise sogar aus der MITTE unserer eigenen Widerstandsbewegung kamen.

Nach dem Motto: Wenn wir das Projekt schon nicht verhindern können, dann müssen wir eben das Beste draus machen! Was für eine Einstellung!? Da kann man sich dann auch gleich einspannen lassen, wenn man von Anfang an derart defätistisch denkt!

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Vor allem die Radwege und deren tatsächlich teilweise bedauernswerter Zustand auf der Stapelfelder Straße haben es diesem Bürger Stapelfelds offensichtlich angetan. Obwohl er sich ja auch für Spielgeräte für die lieben Kleinen und Verkehrsberuhigungen in Stapelfeld selbst einsetzt.

In neuere Dokumenten hat er nichts gegen die Gewerbegebiete an sich, solange es zu diesen Sachen auch noch eine Umgehungsstraße um Stapelfeld geben wird.

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Und tatsächlich! In den letzten Tagen hatte man das Gefühl, daß diese Hoffnungen auch auf Gehör stießen. Jahrelang haben die Forderungen und die Beschwerden der Rahlstedter Bürger nichts genützt und der Radweg war in einem gottserbärmlichen Zustand, jetzt plötzlich aber ist ein Wunder geschehen!

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Schon vor ein paar Tagen sah ich diese mysteriösen Zeichen da und tippte auf geplante Aktivitäten in Sachen Neuanlage des Radweges in Richtung Stapelfeld.

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Und was geschah? Ein Wunder! Ein Bautrupp war da und reparierte den Radweg.

Es geschehen eben doch noch Zeichen und Wunder! Steht schließlich schon in der Bibel.

Aber hier mußte es auch dem Gläubisten klar werden, daß dieses eben KEIN WUNDER, sondern eiskalte Kalkulation von Politik, Verwaltung und Investor war und ist! Wobei ich mich frage, WER diese Arbeiten bezahlt hat? So wie die Gutachten auch schon der Investor? Woher hätte die Stadt sonst das Geld, das sie bisher so viele Jahre angeblich nicht hatte?

Man versucht über diese Schiene auch dem gestandensten Gegner vorzuführen, was für elementare Vorteile doch dieses Gewerbegebiet haben würde, und welche nahezu unglaubliche Entlastung des zu erwartenden Verkehrs es über das RADFAHREN geben könnte und selbstredend auch würde!

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Überhaupt schreitet die INSTRUMENTALISIERUNG der Bürger mit Riesenschritten voran und wird auch schon von staatlicher Seite genutzt!

http://www.hamburg.de/wandsbek/grosse-heide/

Wir freuen uns über die eingegangenen BEITRÄGE . In zwei Workshops werden mit Menschen aus örtlichen Interessen- und Nutzergruppen nun Ziele und Maßnahmen für den Landschaftsaufbau Große Heide entwickelt. Die Hinweise aus der Online-Beteiligung fließen dort ein. …..

Die Beteiligten haben Orte in der unter Beiträge dargestellten Karte markiert und Ihre Anregung kurz erläutert. Einen Überblick über die Ergebnisse finden Sie im Download-Bereich.

Die Online-Beteiligung umrahmt eine Veranstaltungsreihe zum Landschaftsaufbau „Große Heide“, welche am 20.01.2017 mit einer Informationsveranstaltung startete (Dokumentation unter Downloads). Es folgen zwei Workshops mit einem begrenzten Kreis von Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Interessen- und Nutzergruppen vor Ort. Beim Analysenworkshop am 31. März 2017 wurde ein Zielsystem für den Landschaftsaufbau „Große Heide“ aus den Bereichen Naturschutz, Naherholung und Landwirtschaft diskutiert und Wechselwirkungen zwischen den Zielen – Harmonien und Konflikte – identifiziert. Die Matrix mit dem Zielsystem finden Sie unter Downloads. Auf dieser Basis wird beim zweiten Workshop ein Konzept mit Maßnahmen bearbeitet. ……

WIE KANN ES EIGENTLICH SEIN, DASS SICH VIELE BÜRGER DERART FÜR DUMM VERKAUFEN LASSEN?

Und ich persönlich muß leider gestetehn, daß ich es überhaupt nicht leiden kann, wenn man mich für dumm verkaufen will, was aber offenbar viele Bürger nicht interessiert, aus welchem Grund auch immer.

Gerade hier im Falle des B-Planes Rahlstedt 131 sehen wir, wie das so geht zwischen Politik und Bürgern.

Was ist Politik

Das Schlimme aber ist, daß viele Bürger das offensichtlich wirklich so empfinden!

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Für die Gläubigen unter uns:

Schon Jesus sagte: „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.“

Das bedeutet im Falle ‚Kein Rahlstedt 131‘: JEDER muß eine Entscheidung treffen, auf welcher Seite er steht und mit welchen Mitteln er diese unterstützen kann und will! Aber es kann und DARF keine halben Sachen mehr geben!

Weitere Artikel von mir, die schon die Farce der Bürgerbeteiligung zum Thema hatten, die sich aber auch mit dem Problem STAPELFELD und der dortigen ‚Beteiligung‘ befaßten.

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/05/31/vom-maerchen-erzaehlen-luegen-und-schleimen-beamte-und-politik-in-hoechster-erklaerungsnot/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/04/03/die-luege-zu-einer-buergerbeteiligung/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/03/30/arschkriechen-in-der-stadtteilversammlung-grosslohe/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/02/06/die-spd-luegt-wie-gedruckt/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/01/27/tollerort-ein-ort-der-traenen/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/01/21/bund-stormarn-nennt-das-treffen-gestern-eine-farce/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2016/12/19/nun-duerfen-wir-alle-endlich-mitbestimmen/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2016/12/07/der-senat-die-bezirksversammlung-wandsbek-und-die-maer-von-der-buergerbeteiligung/

https://antivictoriapark.wordpress.com/2016/09/30/wie-stehen-die-stapelfelder-buerger-zu-dem-geplanten-gewerbegebiet/

 

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