Presseschau vom 2. Juni 2017!

Das Stormarner Tageblatt bringt einen wirklich sehr guten Artikel über die lächerliche Vorstellung am 30.5.2017, bei der uns dieses unsägliche ‚Gutachten‘ erklärt werden sollte!

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Verkehrsplaner Phillipp von Werder erläuterte den gut 100 Teilnehmern der Informationsveranstaltung das Gutachten      Fotos: Birgit Maurer

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Jörn Napp von der Bürgerinitiative ‚Rahlstedt 131‘ zeigte eine eigene Darstellung der bereits vorhandenen Lärmbelästigung entlang der betroffenen Straßen

(Anmerkung von mir: Wir bemerken unser neues LOGO, das hier zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wurde!)

https://www.shz.de/lokales/stormarner-tageblatt/strassen-schon-jetzt-ueberlastet-id16959431.html

Stapelfeld : „Straßen schon jetzt überlastet“

vom 2. Juni 2017

Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Zahlreiche Anwohner protestieren gegen das Verkehrsgutachten für ein neues, länderübergreifendes Gewerbegebiet.

Im Grenzgebiet zwischen Hamburg-Rahlstedt und Stapelfeld (Kreis Stormarn) wird ein gemeinsames Gewerbegebiet geplant. Grundlage ist ein gemeinsamer Kooperationsbeschluss (2015). Die Stapelfelder Gemeindevertreter erklärten im April ihre Absicht zur Zusammenarbeit. Anschließend an den schon bestehenden „Merkurpark“, der zwischen Sieker Landstraße (L  222) und Stapelfelder Straße liegt, sollen der „Victoriapark“ auf Hamburger Gebiet und der „Minervapark“ auf Stormarner und Hamburger Gebiet entstehen. Dazu werden die B-Pläne Rahlstedt 131 und Stapelfeld 16 derzeit vorbereitet. Bisher überwiegend landwirtschaftlich genutzte Flächen sollen für die neuen Gewerbeflächen südlich und nordöstlich der Stapelfelder Straße genutzt werden.

Nun wurde das Verkehrsgutachten vorgestellt. Viele Zahlen, Statistiken, Berechnungen und Prognosen stellte der Ingenieur Philipp von Werder (wfw nord consult) vor, doch die im Gutachten als beherrschbar vorhergesagten Verkehrsmehrbelastungen stießen bei den zahlreich erschienenen Anwohnern auf Empörung: „Die Straßen sind schon jetzt überlastet“, „Die Lärmbelästigung wird unerträglich“, war in zahlreichen Varianten zu hören. Besonders Bewohner des Wiesenredders fühlten die wahre Verkehrslage verkannt und sprachen von „Schleichwegen“, die auch von Lkw genutzt würden, und Geschwindigkeitsübertretungen. Die gefühlte Verkehrsbelastung übersteigt offensichtlich die gemessene.

Mit dem Ausbau der Sieker Landstraße und der Stapelfelder Straße auf jeweils vier Spuren, Kreisverkehren an Knotenpunkten, zwei entlastenden neuen Planstraßen, die die beiden Hauptsstraßen verbinden, einem Ringverkehr im Victoriapark und zusätzlichen Abbiegerspuren wollen die Verkehrsplaner dem gefühlt jetzt schon vorhandenen Verkehrsinfarkt entgegen wirken.

Prognostiziert werden auf der 46,9 Hektar großen Gesamtfläche der beiden neuen Areale 9060 Fahrten pro Tag, davon 940 Lkw. Im Minervapark mit 20,4 Hektar, davon 14,5 Hektar auf Stapelfelder Gebiet, wird mit 3940 Fahrten pro Tag, davon 419 Lkw, gerechnet. Maßnahmen wie Jobticket des HVV, Schaffung von mehr Ladesäulen für E-Fahrzeuge sowie Anpassungen des ÖPNV sollen zusätzliche Entlastung bringen. Diese Maßnahmen sind auf frühere Anregungen der Anwohner zurückzuführen. Die fühlten sich jedoch trotzdem nicht Ernst genommen.

Der Hamburger Senat würde das Projekt „durchboxen“, egal, was die Bürger wollen, so der Tenor vieler Wortbeiträge. Die Bürgerinitiative „Rahlstedt 131.de“ hat in einer Broschüre ihre Bedenken dargestellt. Sie zweifelt die grundsätzliche Richtigkeit der Messmethoden beim Verkehrsaufkommen und die Richtigkeit von Prognosen grundsätzlich an und wehrt sich gegen die Vernichtung von Natur. Auch die Notwendigkeit weiterer Gewerbeparks wird grundsätzlich bezweifelt. Besonders pikant: Das jetzt überplante Gebiet war einmal Ausgleichsfläche für den Merkurpark. Timo Wedemann-Korte vom Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung rechnet mit dem Beginn des B-Plan-Verfahrens Mitte 2018 und einem Erschließungsbeginn nicht vor 2019. Stapelfelds Bürgermeister Jürgen Westphal sieht die Planungen als positive Entwicklung für die Gemeinde an. Man müsse allerdings die Verkehrsbelastung im Auge behalten und wie die Auffahrten zur Autobahn gestaltet werden müssen. Das alles soll jetzt in Fachgesprächen und den Ausschüssen beraten werden.

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