Der KREUZZUG GEGEN DIE UNGLÄUBIGEN von Wysocki und Jebens!

Ergänzung:

Leider vergaß ich zu erwähnen, daß es eine ‚wunderschöne‘ Grafik gab, auf der die GRÜN-gefärbten Ausgleichsgebiete des Merkurparks in GRAUE umgewandelt wurden, die dann die genutzte Fläche des Victoria-Parks repräsentierten!

DAS ergab ein paar nette Fragen aus dem Publikum, daß das GRÜN gegen GRAU ausgetauscht wurde!

Diese Fragen bewirkten lautes Klatschen der Anwesenden!

Leider liegt mir diese Grafik nicht vor, denn dieser Flächennutzungsplan scheint noch nicht der Öffentlichkeit zugänglich zu sein!?

Nun zu dem Beitrag!

Gestern, am 11.Mai im Jahre des Herrn 2017, stellten sich die Herren Wysocki (SPD-Bürgerschaftsabgeordneter) und Jebens (Immobilienhai und Investor beim Victoria- und Minerva-Park) heldenhaft den Horden der Ungläubigen!

Wo? In der Dankeskirche in Rahlstedt Ost! Wobei man die Wahl dieses Ortes bewundern muß, da dieser größte Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit versprach.

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Immerhin waren etwa 50 Bürgerinnen und Bürger erschienen, die nun gespannt den Ausführungen der Herren harrten und absolute Ehrlichkeit erwarteten. Saßen die Politiker doch direkt unter dem riesigen Kreuz vor dem Altar, auf dem auch noch eine aufgeschlagene Bibel lag! Das einzige Manko war die Temperatur, die aber schnell der Stimmung im Saal entsprach: Verdammt frostig!

Aus den Reaktionen der Anwesenden konnte man getrost entnehmen, daß wahrscheinlich kein Einziger diese vorgestellten Pläne gut fand! Außer natürlich den Organisatoren, was sich von selbst versteht. Allerdings muß man sagen, daß nur etwa 5 oder 6 der Hörer tatsächlich aus Rahlstedt Ost kamen. Der Rest war aus Großlohe, Stapelfeld und der direkten Umgebung des B-Planes!

Tja, der Herr Wysocki. Er führte recht souverän durch diese Veranstaltung und stotterte kaum. Allerdings legte er sich auch nie so wirklich fest, wenn es denn um ernste Fragen der Anwesenden ging. Der einzige Moment, wo er eindeutig die Contenance verlor war, als ich ihm und Herrn Jebens meinen Korruptionsverdacht vortrug, der dann auch noch durch Traute vertieft wurde. Danke, Traute!

DA war er beleidigt und meinte, wir sollten doch, wenn wir denn Beweise hätten, dieses vor Gericht bringen und dort entscheiden lassen. Nun ja, Herr Wysocki. Ich denke, ich habe da schon einige Beweise (Indizien) ausgegraben, die zumindest ein sehr fragwürdiges Licht auf das Verhalten von Politik und Verwaltung werfen!

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Dann aber war Herr Jebens am Zug, wobei er noch durch den Bauplanungs’fachmann‘ Schwormstede unterstützt wurde. Dieser Mann dürfte DER TEFLONMENSCH par exellence sein. Schwabbelig und eher hilflos, wie wir es schon früher beim beobachten konnten.

Ich will jetzt nicht Alles wiederholen, was Jebens absonderte, denn das kennen wir Alle bis zum Erbrechen! Interessant aber war, daß er die Zahl der im Merkurpark arbeitenden Menschen mit etwa 1300 angab, was zwar doppelt so hoch ist, wie wir bisher annahmen (etwa 600), aber immer noch erheblich nierdriger als damals die beim ‚Rahlstedt 105‘ versprochenen 6000 (Aussagen Wysockis vor ein paar Monaten).

Aber es war wirklich mal wieder sehr unterhaltsam, wie er unermüdlich sich selber und sein über-korrektes SELBSTLOSES HANDELN zum Wohle der Bürger und des Hamburger Staates betonte!

EIN WIRKLICHER MESSIAS! EIN HEILIGER! Passend zur Lokalität! DER MANN kann gar nichts Übles planen! DAS wurde nun auch dem letzten Dummerchen klar! Nein! Geld spielt da wirklich keine Rolle, sondern NUR und ausschließlich das Wohl der Stadt und ihrer Bürger! Vor Allem aber denen von Großlohe!

NEIN! ER würde nicht woanders hingehen! NEIN, er ginge nicht ins Ausland! JA, seine Ausgleichsflächen seien NUR IM UMFELD des Gewerbegebietes gelegen! Und sie seien von ihm gekauft worden, um sie auf ewig den Menschen dort zu erhalten!

Immerhin gab er zu, daß die Müllkippenfläche nicht von ihm gekauft wurde. Irgendwie seltsam, da er doch sonst jeden Quadratmeter kaufte, auf den er seine Hand legen konnte?

Als er uns dann noch die nahezu unglaublichen NATURVORZÜGE des Merkurparks vor unsere blinden Augen hielt, mußte man sich eine Träne der Rührung aus den Augenwinkeln wischen!

Er wohne dort IM PARADIES! DAS hat er wörtlich gesagt!

Nun ja, auf einer anderen Veranstaltung hatte uns sein Architekt ja den Victoria-Park als WUNDERLAND angepriesen, aber ein PARADIES ist ja noch ein paar Stufen höher!

Tut sich natürlich NUR die Frage auf, was dieser Mann unter einem solchen versteht? Ich persönlich nehme an, daß er jeden Tag sein Bankkonto betrachtet und sich wohlfühlt, denn ein ‚landschaftliches‘ dürfte das kaum sein, obwohl er uns im Brustton der Überzeugung erklärte, wie naturnah doch eben dieser Park sei!

20 m Knickbreite! Genug für die vielen wilden Tiere, die sich dort heimisch fühlen würden! OK, manchmal müßten die Knicks ja beschnitten werden. DAS sei gesetzlich vorgeschrieben.

Fachmännisch benutzte er Begriffe, wie ‚Auf den Stock setzen‘ (er sei ja Landwirt!), was auch umgehend mindestens dreimal von Wysocki wiederholt wurde, um sein grundlegendes Wissen zu unterstreichen.

Wer nicht weiß, was das ist, kann das hier nachlesen:

http://www.lksh.de/landwirtschaft/umwelt/umwelt-und-naturschutz/knickpflege/

Da holzt man die Knicks alle paar Jahre ab, um sie regenerierungsfähiger zu halten. Das ist sogar gesetzliche Vorschrift. Und Jebens betrichtete tränenrührig, daß er eben dieser Pflicht gerade jetzt nachgekommen sei, weshalb er viel Kritik von Durchwanderern habe einstecken müssen.  Denn die Menschen wüßten das nicht und beschuldigten ihn der Zerstörung der Natur, obwohl er doch GERADE DAS GEGENTEIL täte, denn im Merkurpark wäre die Natur in jeder Hinsicht bestens aufgehoben!

Wysocki unterstrich noch einmal, daß es in Norddeutschland nahezu keine Flächen mehr gäbe, die nicht vom Menschen beeinflußt sei, was diesen aber nicht geschadet habe. Er vergaß dabei zu erwähnen, daß das NATURSCHUTZGEBIET LÜNEBURGERHEIDE durch Landwirtschaft zu einem solche wurde, was man wohl bei Einrichtungen, wie es der Merkurpark ist, kaum behaupten kann.

Da man meiner abermaligen Einladung zu einem Sonntagsspaziergang nicht folgen mochte, kann man den HIER virtuell selber nachholen, wobei bei den Fotos die Knicks noch nicht ‚auf den Stock gesetzt‘ waren, sondern im naturnahen Originalzustand waren, sommers wie winters!

https://antivictoriapark.wordpress.com/2017/04/20/spaziergang-durch-das-premium-gewerbegebiet-merkur-park/

Am besten aber wurde es, als Jebens doch tatsächlich behauptete, es gäbe INNERHALB DES MERKURPARKS MEHR WILDTIERE als außerhalb rundherum! DAS habe eine UNTERSUCHUNG ergeben!

Immerhin gäbe es zum Beispiel massenweise Kaninchen dort, die innerhalb dieses ‚Parks‘ keiner Pest zum Opfer gefallen seien, wohl aber unmittelbar daneben! Er vergißt gerne, daß Kaninchen es sogar mitten in der Großstadt gut finden, aber er erwähnte nicht Tiere wie den Feldhasen oder gar die kleine Haselmaus! Ob die sich da auch so gut akklimatisiert haben, erzählte er nicht.

Leider berichtete er nicht, welche Untersuchung das gewesen sein soll!? Aber ich werde dazu mal die Naturschutzverbände befragen!

Für mich ist diese Behauptung gleichzusetzen mit den tollen Geschichten, die Einem professsionelle Märchenerzähler, wie es die früher mal gab, berichteten! Wir kennen ja ‚Jägerlatein‘ oder ‚Taxigarn‘, aber dieses hier ist ‚Politlatein‘ im besten Sinne! Er wiederholte auch noch mal die Geschichten von Anglern an seinen Teichen (dürfen die das eigentlich, wenn es sich dabei um BIOTOPE handelt?), und massenweise Spaziergängern und Reitern, die die Wege des Parks denen drumherum eindeutig vorzögen! Klar, denn die sind ja nicht ganz so holperig.

Interessant war, daß Herr Jebens auf meine Frage der Finanzierung der Gutachten und der Gutachterfirmen erklärte, er MÜSSE alle diese Untersuchungen selber bezahlen, die Auswahl der Gutachter aber übernehme die Stadt! Auf der Seite http://www.hamburg.de kann man nachlesen, daß diese die Gutachterfirmen tatsächlich aussuchen würde, allerdings stimmt es mich da nachdenklich, warum eigentlich die Firmen in den ’städtischen‘ Gutachten und denen von Jebens DIE GLEICHEN sind? Und die PFLICHT zu zahlen ist, soweit ich das sehe, nirgends ausdrücklich festgeschrieben, denn der § 11 des BauGB gibt das nur sehr begdingt her, weshalb es ja die ‚Globalen Richtlinien‘ gibt, von denen aber ausgerechnet die, die eine finanzielle Beteiligung der Begünstigten vorschreibt, 2010 ausgelaufen ist und, laut offizieller Hamburg-Seite, nicht verlängert wurde, trotz des ausdrücklichen Wunsches ausgerechnet DER LINKEN 2012!

Während der Veranstaltung wurde Herr Wysocki nicht müde, immer wieder das Wort ‚BÜRGERBETEILIGUNG‘ im Munde zu führen, wobei er sicherlich auch diese Veranstaltung später als eine solche zitieren wird. Aber vor Allem das ‚Projekt GROSSE HEIDE‘ hatte es ihm angetan. Dort würden etwa 50 Menschen AKTIV an der Gestaltung dieser Flächen mitwirken! Allerdings vergißt er zu erwähnen, daß auf diesen Veranstaltungen die Meisten ebenfalls gegen die Planungen waren! Und die paar DUMMBATZEN, die offenbar sich nicht entblöden, tatsächlich mit denen zusammenzuarbeiten, rechtfertigen so eine Behauptung ganz sicher nicht.

Diese Veranstaltung gestern Abend hat ihm hoffentlich gezeigt, daß die absolute Mehrheit der Bewohner diese Planungen keineswegs unterstützt.

Denn ALLE FRAGEN waren sehr kritisch bis ablehnend! Vor allem der Verkehr machte den Meisten große Sorgen, was Herr Wysocki begriff, ddas Thema aber auf die ÖPD am 30.5. verschieben wollte.

Frau Buck, die am Wiesenredder wohnt, erzählte zum Beispiel über die vielen LKWs, die dort sich durchquetschten oder sogar parkten und dabei die Fußwege kaputt machten.

Auf dem Rückweg entstandt dann dazu dieses Foto meinerseits. Der vordere LKW steht auf dem Fußweg, und der hintere hatte die Grünstreifen neben der Parkbucht völlig kaputt gefahren!

Wiesenredder-LKWParkplatz

Auch der Ring 3 war ein Thema, als der Bauer Gertz (ich hoffe, ich schreibe ihn richtig), der nach eigenen Äußerungen ein ‚Grenzgänger‘ sei, weil seine Flächen sowohl in Hamburg als auch in Schleswig-Holstein liegen würden) Stein und Bein schwor, daß man ihm bei Reparaturarbeiten an den Hochspannungsmasten erzählt habe, daß hier eben doch die Verbindungsstraße entlangführen soll!

Er berichtete, und das war mir neu, obwohl es meine Vermutungen ja nur bestätigte, daß es DREI PLÄNE für einen ‚Ring 3‘ gäbe. Der auf Hamburger Gebiet sei ja offenbar gestorben, aber die auf Stormarner wohl nicht!

Er fragte Wysocki, wie er dazu stehen würde? Dieser berichtete stolz, daß der Ring 3 AUF HAMBURGER GEBIET tot sei! Ob er auch auf STORMARNER GEBIET endgültig erledigt sei, mochte er nicht sagen. Könne er ja auch nicht!

Dabei sitzen doch Hamburger und Stormarner GEMEINSAM in der Planungskomission! DA sollten die doch Bescheid wissen, wenn man mich fragt!

SO, nun zum Fazit dieser Veranstaltung:

Sie brachte absolut nicht Neues, was wir von ‚Kein Rahlstedt 131‘ nicht schon wüßten, aber auch der Wunsch, die Akzeptanz bei der Bevölkerung zu mehren, dürfte gnadenlos in die Hose gegangen sein. Das wird ihn aber nicht daran hindern, diese als ‚ZUSAMMENARBEIT MIT DER BEVÖLKERUNG‘ zu verkaufen! Aber selbst unter dem Kreuz und vor der Bibel sind Lügen wohl kein Problem für solche Leute!

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