Spaziergang durch das Premium-Gewerbegebiet Merkur-Park !

Da ja Herr Buschhüter meinen Vorschlag für einen geruhsamen Sonntagsspaziergang durch das ‚Premium‘-Gewerbegebiet Merkurpark leider nicht angenommen hat, was mich eigentlich wundert, da er doch eben diesen immer über den grünen Klee lobt und uns als ‚Erlebniswelt‘ anpreist, habe ich mir überlegt, daß man doch dem Bürger Gelegenheit geben sollte, selber einmal durch dieses tolle naturnahe Gewerbegebiet zu laufen, ohne sich dabei die Füße kaputt zu machen.

Alle Fotos, die es hier zu sehen gibt, stammen von mir selber und wurden im Sommer 2016 und jetzt im März 2017 aufgenommen. OK, zwei oder drei Ausnahmen, die von anderen Medien stammen, gibt es auch.

Zunächst aber möchte ich Herrn Jebens, dem Immobilienhändler und Besitzer des Merkurparks gratulieren, für dieses einfach umwerfende Erlebnis.

Und dann möchte ich noch den Busenfreund des guten Jebens, den SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Ole Thorben Buschhüter von dessen eigener Webseite zitieren:

http://www.buschhueter.de/die-gewerbeflaeche-viktoriapark-gut-fuer-mensch-und-natur/#comment-524

Mit dem benachbarten Merkurpark haben wir in Rahlstedt bereits ein Gewerbegebiet, das für seine Gestaltung vielfach gelobt wurde. Dies wird auch die Messlatte für die Gewerbegebietsentwicklung östlich davon und südlich der Stapelfelder Straße sein. Hamburg als wachsende Stadt braucht nicht nur mehr Wohnungen für seine Bürgerinnen und Bürger, sondern auch Arbeitsplätze und gesunde Landschafts- und Naturräume. Das eine geht nicht ohne das andere.

Wie recht dieser Mann doch hat!

Und dann noch mal aus dem Hamburger Abendblatt über den geplanten Victoria-Park, der aber sich den Merkurpark zum Vorbild nehmen soll.

http://www.abendblatt.de/hamburg/wandsbek/article209230243/Buerger-protestieren-gegen-neues-Gewerbegebiet-bei-Rahlstedt.html

Das Konzept von Investor und Grundstückseigentümer Klaus-Peter Jebens sieht vor, wie im schon bestehenden Merkurpark nebenan mit gepflegten Knicks, offenen Wassergräben, langen Spazierwegen, Gründächern und Tiefgaragen unter den Häusern vor allem hochwertiges und finanzkräftiges Gewerbe anzulocken.

Tja, das mit den ‚langen Spazierwegen‘ wollen wir dann ja mal selber ausprobieren und uns dabei an den ‚gepflegten Knicks‘ und der ‚Dachbegrünung‘ erfreuen.

Merkur-Park_Uebersichtskarte

Natürlich beginnen wir unseren gemütlichen abenteuerlichen Spaziergang am Eingang zum Park, wo noch wenige Meter vorher ein großes Schild verkündet, daß es hier noch viele freie Gewerbeflächen, Büros und Lagehäuser gibt. Und das seit über 10 Betriebsjahren! Aber vielleicht ist den Interessenten dieses Gebiet ja einfach zu PREMIUM?

DSCF3203

Und nun stehen wir staunend und ergriffen vor dem Eingang dieses WUNDERLANDES!

20160706_193400

Auf der Spitze der Säule der römische Gott Merkur, der Namensgeber dieses Areals, der der Gott der Kaufleute war, allerdings ebenfalls der der DIEBE, was aber immer gerne nicht erwähnt wird!

Auf der linken Seite (hier nicht zu sehen) befindet sich ein großer Küchenaustatter und rechts ein Laden für die kleinen Mini-Machos unter uns. Da verkauft man teure Sportwagen, die auf jeden Fall alle ein unbedingtes Symbol für Umweltschutz sind. Klar!

Auch die nahezu überwältigende Bepflanzung (wir befinden uns im Sommer) läßt uns ehrfürchtig erstaunen!

Am Kreisel angekommen, wenden wir uns nach rechts, denn dort soll es viel besonders beeindruckende Natur und Architektur geben.

Und wirklich, als der Merkurring gerade nach links schwenken will, stehen wir staunend vor dem BIOTOP A. Eine wirklich wildromantische Anlage, die unser gestreßtes Auge erfreut.

20160706_193802.jpg

20160706_193843.jpg

Welch ein TRAUM! Hier dürfen wir endlich, ganz wie man es uns versprochen hat, die Natur völlig neu erleben! Allerdings für ein Biotop sieht das Ganze eigentlich etwas zu ordentlich aus, aber es wurden uns ja auch GEPFLEGTE BIOTOPE versprochen!

Hier noch mal ein Blick jetzt im März 2017 auf die gleiche Fläche! Da muß sich doch ein Haselmäuschen einfach wohl und zuhause fühlen, oder?

20170413_131610.jpg

Endlich dürfen die lieben Kleinen erleben, was Natur in ihrer ureigensten Bedeutung ist! Richtig AUFGEWERTET, wie es uns der Herr Senator Kerstan (GRÜNE) persönlich versprochen hat.

Und auch im Falle der geradezu überwältigenden Premium-Architektur kommen wir voll auf unsere Kosten.

Oder die herrlichen Alleen aus einheimischen Gehölzen, in deren Schatten wir uns bei sommerlicher Hitze laben können.

Beim Spazierengehen sehen wir zwischen den beeindruckenden Büro- und Gewerbegebäuden auch mal kurz den naturnahen Knick C und erkennen sogar ein spielendes glückliches Häschen, das uns beweist, wie wirklich wunderbar dieser Park ist!

An der zweiten Kurve des Süd-West-Endes des Merkurringes erwartet uns jetzt aber ein wirklich überwältigendes Naturerlebnis! Ein ECHTER KNICK! Wow! So sollte ein Knick immer aussehen! Auf der Karte sehen wir ihn als ‚Naturnaher Knick B‘.

Wir gehen noch ein wenig näher heran, um uns dieses unglaubliche Schauspiel eines wirklich echten unverfälschten Knicks nicht entgehen zu lassen!

20160706_193620

OK, wir wollen ja nicht kleinlich sein, und das DHL-Zentrum rechts und ein anderes Lieferzentrum links übersehen, denn der wasserdurchlässige Belag der Park- und Rangierflächen der LKWs sind eben das Non-Plus-Ultra des Naturschutzes, da da ja keine Flächen wirklich versiegelt werden. Herr Schweim, von den GRÜNEN in Wandsbek besteht ja immer auf so einem Belag. Klar. Und Häschen und Haselmäusen werden die neuen Spiel- und Auslaufflächen natürlich große Freude bereiten. Ist doch schließlich spannend, so zwischen LKWs und Containern herumzuhoppeln.

Wir erkennen sofort, wie hier pfleglich mit der Natur umgegangen wurde und sich alle die Viecher, die vor der Bebbauung da nur gehaust haben, sich jetzt wie im Paradies fühlen müssen. Genau DAS haben die sich immer gewünscht, auch wenn diese dummen Tiere das vorher noch nicht gewußt haben.

Hier dieses herrliche Stück Natur noch einmal aus der Perspektive derer, die da öfters mit einem Hubschrauber drüber flattern.

BORIS-HH5-MerkurParkKnick

Jetzt aber kommen wir zum absoluten Höhepunkt unseres Spazierganges: Das Premium-Architektur-Gebäude der Firma Meyle. OK, die Brachfläche davor soll angeblich von ihr schon mal vorsorglich angekauft worden sein, wurde aber selbstredend in absolut naturnahem Zustand belassen, wobei man sein Hauptaugenmerkt natürlich auf den Knick in der Mitte gelenkt hat zum Nachweis, wie gut man es doch mit der Natur meint. Da stören ein paar Schrottautos doch nicht, denn diese sind doch in Wirklichkeit nichts Anderes als Insektenhotels, vor allem die netten Trabbies.

Im rechten Bild, links neben den Trabbies sehen wir in aller seiner Pracht den naturnahen Knick A. Wie ruht doch unser Auge wohlwollend auf diesem Prachtexemplar eines gepflegten Knicks. Da wurden Maßstäbe gesetzt, wie man mit streng unter Naturschutz stehenden Knicks umgehen muß, um der Natur sogar weiter zu helfen, endlich das zu sein, was sie schon immer vorhatte zu werden, nur ohne die Hilfe der Hamburger GRÜNEN und der SPD nicht konnte.

Im zweiten Bild sehen wir schon mal, etwas näher kommend, das Meyle-Gebäude. Gespannt starren wir auf dieses nahezu unglaubliche Architekturwunder, denn immerhin preist eine OFFIZIELLE Schrift des Umweltsenators Kerstan dieses so überschwenglich an, weil es ein ‚begrüntes‘ Dach sein Eigen nennt.

GEO-PortalHamburg-Merkurpark-Dachbegruenung

Aus  der Perspektive der Piepmätze sieht das Ganze dann so aus und lädt natürlich seltene Tier- und Vogelarten (Aussage der GRÜNEN) ein, sich dort einzunisten!

OK, wenn wir uns das so aus der Froschperspektive betrachten, haben wir ein kleines Problem, aber da sollten wir schon den GRÜNEN Vordenkern unbedingten Glauben schenken, daß DAS der Fortschritt im Umweltschutz ist!

Und weiter geht es unermüdlich auf den ruhmreichen Spuren unserer unermüdlichen Naturschützer der Hamburger SPD und den GRÜNEN! Buschhüter und Schweim strolchen hier nahezu jedes freie Wochendeende herum, um endlich mal ihren Streß  durch mühselige und renitente Gruppen abbauen zu können und sich in ihrer Arbeit bestätigt zu sehen.

Hinten, am Ende dieser wundervollen Straße mit den ebenfalls so unglaublichen  PREMIUM-Häusern, kommt aber nun ein weiterer Hammer, von dem Herr Jebens nicht müde wird, uns Allen zu versichern, daß DAS hier der absolute Magnet für die Erholung suchende Bevölkerung Großlohes sei.

Wir nähern uns mit Riesenschritten dem Biotop B, nicht ohne vorher aber noch auf diese idyllische Ecke einen langen zufriedenen Blick werfen zu dürfen!

Ok, ok, im Winter sieht so etwas natürlich nicht ganz so überzeugend aus, aber wir haben ja auch schon im Sommer einen Blick drauf geworfen, Einfach unglaublich!

Aber auch hier wollen wir uns noch einen näheren Blick gönnen, denn unser Erschauern vor soviel AUFGEWERTETER NATUR, so nennen die GRÜNEN das, ist einfach riesig.

20160706_194858Herr Jebens erzählte uns sogar, daß im Sommer die Menschen darauf sogar BOOT FAHREN würden, was mich in sofern erstaunte, daß ich bisher noch nicht wußte, daß Biotope, die unter strengem Naturschutz stehen, mit Booten befahren werden dürfen. Aber zum Wohl der Bevölkerung sollte man das selbstredend erlauben.

Nun sind wir am Ende des Rundganges um den Merkurring angekommen, aber wir erlauben uns noch ein wenig, dieses Premium-Gewerbegebiet auch von außen zu betrachten, um einen Eindruck zu bekommen, wie herrlich es sich doch in die umgebende Natur einpaßt.

Gleich neben der repräsentativen Einfahrt finden wir das, was wir natürlich immer brauchen: Eine ARAL-Tanke und einen McDoof! Aber auch noch einen nahezu perfekten Grünzug, der das später geplante Minerva-Gebiet vom Merkurpark trennen wird.

20170413_131401.jpg

Und nun werfen wir zum krönenden Abschluß noch einen Blick von Süden her, von der Stapelfelder Straße, auf dieses Weltwunder der Architektur und des Naturschutzes, von all den Arbeitsplätzen, die da entstehen sollen, mal ganz zu schweigen.

Links der romantische Spazierweg entlang des wunderbar erhaltenen Knicks C.

Und dann noch das hier: Also dieser Blick überzeugt auch den letzten Zweifler. Und sogar die Reiter vor dem Herrn ziehen diesen Weg natürlich allen anderen irgendwo im Unterholz vor.

Von der kleinen Müllhalde direkt neben dem naturnahen Knick C (rechts) wollen wir nicht reden, so etwas kann ja mal vorkommen. Irgendwo muß man ja mit dem Müll auch hin!

20160617_160113.jpg

Und zum Schluß vergleichen wir noch einmal, was da kommen soll: Links sehen wir einen Weg in der Gegend, so wie er heute ist. Natürlich ohne jeden Spaßfaktor für Tier und Wanderer. Aber recht sehen wir, wie es werden wird, wenn der Victoria-Park endlich kommt.

Gibt es da noch Zweifel, was wir vorziehen würden? NEIN!

Bitte, lieber Herr Jebens, vertrauen Sie der Entschlußkraft eines Buschhüters oder Schweim, und geben Sie uns so schnell wie irgend möglich diese WUNDERWELT in weiterer Ausführung, der dann die Namen tragen wird: Victoria- und Minerva-Park! EINFACH GÖTTLICH!

Advertisements

Ein Gedanke zu “Spaziergang durch das Premium-Gewerbegebiet Merkur-Park !

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s