Der GEHEIME DEAL um die Müllkippe ?

GrosseHeide

Die erste der zwei Veranstaltungen der obskuren Firma TOLLERORT, die unmittelbar mit dem Landschaftsplanungsbüro Jacob liiert ist, hat ein paar bemerkenswerte Ergebnisse zutage gebracht, die unbedingt näher beleuchtet werden müssen.

Dazu kommt auch noch eine Neuigkeit, die aus dem neuen Verkehrs-‚Gutachten‘ stammt, nämlich daß man dort vorschlägt, den Victoria-Park (tatsächlich mal mi ‚c‘ geschrieben, da im Auftrag des guten Jebens), GRÖSSER zu machen, als ursprünglich vorgeschlagen! Wohingegen der Minerva-Park etwas kleiner werden soll (?).

Victoria soll etwa 4 ha größer und Minerva etwa 3 ha kleiner werden. Alles in Allem also ein PLUS von 1 ha! WARUM das so ist, erscheint merkwürdig, denn die bisherigen Grenzen waren eigentlich bisher durch Wege, Straßen oder Landesgrenzen festgelegt.

Natürlich könnte das Problem der nichtvorhandenen ‚Ausgleichsflächen‘ da eine Rolle gespielt haben, aber dazu liegen noch keinerlei nähere Informationen vor.

Und dazu kamen dann noch die der Öffentlichkeit gegenüber gemachten Äußerungen über die angebliche Größe der ‚Großen Heide‘, die inzwischen zu dem Lieblingsbegriff der Politik und dem Bezirksamt Wandsbek geworden ist. Hört sich auch irgendwie niedlich an, oder? Irgendwie nach ‚Lüneburger Heide‘ oder so! So schön beruhigend.

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Und hier beginnt es jetzt spannend zu werden, wenn man sich die ‚Ergebnisse‘ dieser umwerfenden Bürgerbeteiligungs-Veranstaltung in Stapelfeld betrachtet.

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In dem Verkehrsgutachten sieht noch Alles genauso aus, wie wir es gewöhnt sind. Und auch die Planstraße A stößt genau dort auf die Alte Landstraße (L 222), wo sie von Anfang an hinsollte, natürlich deswegen, weil diese genau auf der Landesgrenze entlang läuft. Hier sehen wir als kleinen Bonbon noch, wie wenig Bürgerbeschwerden ernst genommen werden, obwohl man auf der ÖPD versprochen hatte, dieser Bürgerforderung  nachzugehen und sie zu berücksichtigen.

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Die Besitzer dieses kleinen Guthauses, das inzwischen ein Hotel sein soll, hatten sich nämlich auf der ersten ÖPD darüber beschwert, daß ihr Grundstück erheblich leiden würde, wenn dort diese neue Straße genau vor ihrem Haus auf die L 222 treffen würde. Sicherlich keinesfalls unberechtigt.

Wir wollen uns jetzt aber nicht so sehr mit der Planung für die neuen Gewerbegebiete beschäftigen oder der Bewältigung des zusätzlichen Verkehrs (das habe ich woanders abgehandelt), sondern mit der Fläche, die unser Bezirksamt Wandsbek, das Landschaftsplanungsbüro Jacob und TOLLERORT uns als Super-Ausgleichsfläche anpreisen. So eine Art ‚Heide-Park‘ für Arme. Auch darüber und den Schmu, der dahinter steckt, habe ich schon ausfürlich geschrieben.

In diesem Artikel möchte ich auf die Flächen das Augenmerk richten, die uns inzwischen als MÜLLKIPPEN bekannt geworden sind, deren Gefährlichkeit aber allenthalben abgestritten wird! Auch das wurde schon erwähnt.

Direkt neben dem Kleingartenverein 590, der selber auf Altlasten liegt.

Wie wir ebenfalls derzeit wissen, steht dieses Gelände zum Verkauft. Zu einem Schnäppchenpreis von 16,- €/ qm.

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Nach unseren Recherchen handelt es sich um eine ehemalige Müllkippe auf den Grundstücken nördlich und südlich der Stellau mit den Nummern 1338 und 1339.

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Diese Anzeige steht da schon seit längerer Zeit, aber bisher hatte NIEMAND ein Interesse daran, selbst ein Herr Jebens nicht, der doch sonst jeden Quadratmeter aufkauft, auf den er seine Finger legen kann. In der Anzeige wird, ohne das Problem des Mülls da unter der Erde anzusprechen, auf die geradezu unglaublichen Wertsteigerungen hingewiesen im Falle einer genehmigten Bebauung. Trotzdem liegt dieses Gebiet seit vielen Jahren brach (Näheres dazu in weiteren Artikeln hier im Blog). Warum, ist eigentlich offensichtlich, denn das Risiko für einen privaten Käufer dürfte nicht unerheblich sein, da Niemand weiß, was da tatsächlich vergraben liegt.

Jetzt aber betrachten wir uns die ‚Ergebnisse‘ dieses ‚Workshops‘ (Neudeutsch) in Stapelfeld, und da erkennt man, daß die Firma TOLLERORT, die ja im Auftrag des Bezirksamtes Wandsbek handelt, deren Vertreter auch dort waren, daß es plötzlich ‚Nutzungsmöglichkeiten‘ gibt! Oder auch nicht.

Zunächst werfen wir aber noch einen kleinen Blick auf die ‚Arbeit der Bürger, wo wieder in lächerlicher Kindergartenmanier die Meinung oder die Vorschläge festgestellt werden sollen. Auch hier wieder mit ‚Pünktchenkleben‘ etc.

Hier das Bord mit ein paar Fragen, von denen man wohl gerne die Meinung der Teilnehmer erfahren wollte. Allerdings dürfte den Veranstaltern das Ergebnis kaum gefallen haben, denn, bis auf wenige Ausnahmen (wer das wohl war?) plädierten die Teilnehmer dann doch lieber dafür, die Natur und die Landwirtschaft genau so zu lassen, wie es heute ist!

Allerdings müssen wir natürlich feststellen, daß es sich hier NUR um den Bereich ‚Große Heide‘ handelt, der eben nicht die Fläche des Gewerbeparks beinhaltet. DAS wurde man auch bisher nicht müde, immer wieder zu erwähnen!

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Man beachte da die nett formulierten Suggestivfragen. Aber nicht umsonst wird TOLLERORT ja überall dort eingesetzt, wo es kritisch um das Wohlwollen der Bürger steht.

http://www.hamburg.de/wandsbek/grosse-heide/

Auf der OFFIZIELLEN Webseite der Stadt Hamburg unter dem Suchbegriff ‚Große Heide‘  kann man sich ein paar Dokumente runterladen, die uns Einblick geben sollen über die tollen Ergebnisse und irgendwie rege Beteiligung der Bevölkerung an diesen ‚Workshops‘!

http://geoportal-hamburg.de/beteiligung_grosseheide/sites/default/files/public/downloads/170405_Ziele_angepasst_nach_Analyse-Workshop_0.pdf

Man ist geradezu gerührt, wenn man die Ziele dieser Bürgerbeteilgung liest. Im ersten Link gibt es die Wünsche und Hinweise der ‚Bevölkerung‘ und im zweiten die Legende dazu! Und jetzt wird es spannend. Auch und vor allem, was unsere beiden brisanten Grundstücke betrifft!

http://geoportal-hamburg.de/beteiligung_grosseheide/sites/default/files/public/downloads/170330_Inhaltliche_Hinweise_-_Auftaktveranstaltung_Online-Beteiligung_Stellungnahmen.pdf

http://geoportal-hamburg.de/beteiligung_grosseheide/sites/default/files/public/downloads/170330_Legende_Inhaltliche_Hinweise_-_Auftaktveranstaltung_Online-Beteiligung_Stellungnahmen_0.pdf

Screenshot (1423)

Interessant sind hier auf dem Gebiet der Müllkippe die Punkte 12, 13 und 14 in GRÜN.

Daß die meisten Teilnehmer ganz offensichtlich für den Erhalt der Gesamtfläche einschließlich der Gewerbegebiete waren, wird es wohl auch in Zukunft einen argumentativen Spagat der Behörde und der Politik erfordern, auf dessen Lösung ich ja schon mehr als nur gespannt bin.

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Zunächst wird der Erhalt des Ist-Zustandes der Fläche gefordert. Das dürfte aber keinesfalls im Interesse des derzeitgen Besitzers sein, der es ja gerne verkaufen möchte, und erst recht nicht in dem des zukünftigen Käufers! Denn was soll man mit einer Fläche anfangen, die zwar billig aber unbenutzbar ist? Und aus lauter Menschenfreundlichkeit wird er sicherlich nicht erlauben, da ein Naherholungsgebiet einzurichten, an dem er nicht profitiert.

Aber HALT! Es gäbe da doch eine Lösung!

Punkt 13 erwähnt HAMBURG! Man zählt dort offensichtlich diese Fläche zum HAMBURGER GRÜNLAND, obwohl sie doch bis heute in Privateigentum ist?

Und unsere Politiker werden ja nie müde, uns im Falle von leerstehenden Gewerbeflächen zu verklickern, daß man keine Verfügungsmöglichkeiten über Flächen habe, die in Privatbesitz sind.

Und im Punkt 14 fordert man sogar, nach gründlicher Untersuchung der Problemfläche, DIESE unbedingt der Öffentlichkeit zugänglich zu machen!

Wie gesagt: Der derzeitige Besitzer wird das kaum ohne größere Gegenleistungen tun.

Tja, was könnte man aus solchen Äußerungen schließen? Ich wage mal, dieses zu tun!

Der HAMBURGER SENAT braucht das neue Gewerbegebiet und will es unbedingt durchsetzen! Klar. Das ist inzwischen allgemeiner Stand der Erkenntnis. Ebenso weiß man aber in der Politik und Verwaltung, daß es inzwischen immer mehr Büger gibt, die diese Pläne keinesfalls prickelnd finden, ja diese sogar vehement ablehnen! Und DESWEGEN muß nun ein weiterer Bonscher her!

Zwei hatte man ja schon den Bürgern zum Fraß vorgeworfen: Den vor Jahren abgelehnten Interkulturellen Garten und das Erdbeerfeld, wenn auch in stark verkleinerter Form, wieder aufleben zu lassen.

Jetzt aber kommt eben diese doch recht große Fläche ins Victoria-Monopoly!? Immerhin nahezu 50.000 qm! Und das auch noch NATUR PUR! Dem Anschein nach jedenfalls.

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Alles Grün (jedenfalls im Sommer), dichter Baumbestand und brachliegende Flächen, auf der sich Natur nur so tummelt!

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Noch ein Blick von der Seite südlich der Stellau nach Norden hin. Die schwarzen Wolken, die über der Müllkippe liegen, könnten als Symbol dienen.

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DAS MUSS UND KÖNNTE ERHALTEN BLEIBEN!

Nur wie?

Indem man dem derzeitigen Besitzer (vielleicht kann man ja bei der vorhandenen Problematik den Preis noch etwas drücken?) diese Fläche ABKAUFT!

800.000,- €! Was ist eine solche lächerliche Summe, wenn man sich dafür ein tolles Interkommunales Gewerbegebiet einhandeln kann?

Und das Ganze setzt man dann auf die allgemeine Rechnung, die für den B-Plan ‚Rahlstedt 131‘ eh dem Steuerzahler aufgemacht werden wird!

In einem solchen Fall bräuchte man keine Erlaubnis mehr von einem PRIVAT-BESITZER einholen, der bei Nichtverkauf natürlich niemals sein Einverständnis für eine derartige ‚Nutzung‘ geben würde! Jetzt wäre ja die Stadt selber der Besitzer!

Und der derzeitige Besitzer würde sich, verständlicherweise, die Hände reiben.

BINGO! Warum ist man eigentlich nicht schon früher auf diese glorreiche Idee gekommen?

Und sollte man doch noch bei einer Nutzung den Boden überprüfen müssen, so beauftragt man dafür eine der erprobten GEFÄLLIGKEITSGUTACHTERFIRMEN, die der Stadt, in diesem Falle der BUE, gerne, gegen ein bißchen Kohle versteht sich, attestieren werden, daß der Boden harmlos und die Hochspannungsleitung völlig ungefährlich ist!

Wer würde da schon ein anderes Ergebnis erwarten?

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