Die LÜGE von der LÖSUNG der VERKEHRSPROBLEME !

strasenplanungvictoriaundminervapark-eintragungen

Selbst die kühnsten Verfechter der neuen Gewerbeparks geben zu,  daß so ein Projekt, wenn es denn zu seiner Umsetzung kommt, ein höheres Verkehrsaufkommen nach sich ziehen wird. Klar.

Wir betrachten uns dazu kurz das sogenannte ‚Gutachten‘ vom Dezember 2015, in dem ja dieses Problem durchaus schon angesprochen wird.

http://geoportal-hamburg.de/beteiligung_grosseheide/sites/default/files/public/downloads/Gutachterlicher_Bericht_Gewerbeflaechenentwicklung_HH-Wandsbek_-_Kreis_Stormarn.pdf

Wir wollen uns NUR den Teil ansehen, der sich mit dem Verkehr beschäftigt. Dieser Teil wurde von der Hamburger Firma ARGUS erstellt.

Screenshot (1369)

Hier wird besonders naiv die Leistungsfähigkeit der Sieker Landstraße / Alte Landstraße / L 222 beurteilt. Denn im derzeitigen Zustand mit nur 2 Fahrspuren ist diese Straße heute schon zu mittleren Verkehrszeiten komplett überlastet.

DSCF3385

Auf diesem Foto sehen wir die Alte Landstraße gegen 18.00 Uhr abends in Höhe des Ring 3 und des Merkurparks. Von einer wie auch immer gearteten ‚Leistungsfähigkeit‘ kann wohl kaum jemand mit gutem Gewissen reden.

Dieses Gutachten (durchaus auch bei den anderen Themen) wurde als GEFÄLLIGKEITSGUTACHTEN im Auftrag der Stadt durchgeführt, das zur BERUHIGUNG der betroffenen Bevölkerung erstellt wurde und als Grundlage für den B-Plan ‚Rahlstedt 131‘ dient. Es wurde auf der ÖPD in Großlohe den staunenden Anwohnern vorgeführt.

Erst auf Grund der Bedenken der Bevölkerung hier in Großlohe ergriff die lokale CDU die Chance und forderte ein weiteres Gutachten, das derzeit auch erstellt wird.

CDU-AntragVerkehrsgutachten1

CDU-AntragVerkehrsgutachten2

Zwischendurch hatte wohl eine im Auftrag Herrn Jebens (Merkurpark / Victoria-Park) arbeitende Firma (NORD Consult) den Stapelfeldern die ‚göttlichen‘ Aussichten und die einfach Lösungen des Verkehrsproblems zu verklickern.

einfachgoettlichhttps://www.dropbox.com/s/wmg7zjn3l07gi9b/Stapelfeld230516PraesentationBA-Verkehr.pdf?dl=0

Diese kommen weitgehendst zu den gleichen verharmlosenden Ergebnissen, wie es die Firma ARGUS im Hamburger / Stormarner Gutachten tut, wenn auch hier hauptsächlich mit hübschen Bildchen.

Noch mal aus dem ‚Gutachten‘ vom Dezember 2015:

Screenshot (1366)

Aber inzwischen scheint auch den Stapelfelder Bürgern aufgegangen zu sein, daß sie da als Tanzbär herumgeführt werden und klar betrogen werden sollen! Ihr Problem ist da nicht das neue Gewerbegebiet, sondern das dadurch entstehende zusätzliche Verkehrsaufkommen, denn kaum jemand glaubt ernsthaft, daß Firmen keinerlei Verkehrsaufkommen produzieren werden, denn auch kleine High-Tech-Firmen und andere Edelproduzenten brauchen Anlieferung und Abtransport der Waren und die Arbeitnehmer nutzen auch in der Regel ihr eigenes Auto (Pendlerproblem).

20160724_171837

Und da die L 222 zu bestimmten Zeiten jetzt schon hoffnungslos überlastet ist, würde sich natürlich ein Großteil der Pendler und des LKW-Verkehrs durch das Dorf quetschen. Und deshalb fordert man zusätzlichen Straßenausbau.

Da der Ring 3 derzeit nicht gerne angesprochen wird, fordert man den 4-spurigen Ausbau der L 222, der aber offenbar in Kiel keine Freunde findet, die dafür Geld geben möchten.

Deshalb hatten sich die Stapelfelder kurzzeitig aus dem Beratungsteam zurückgezogen. Inzwischen sind sie aber wieder dabei, allerdings scheint die Finanzierung eines Straßenausbaus immer noch nicht gewährleistet zu sein, wie Zeitungsberichte und Beschwerden der WAS zeigen.

Stapelfeld230117SitzungVerkehrsbelastung

Auch der Ausbau der Auffahrt in Stapelfeld ist keinesfalls in trockenen Tüchern.

Ein Großteil des Verkehrs würde aber auch in Richtung Stadt laufen, da sicherlich viele der Arbeitnehmer schon in Hamburg wohnen. Dafür müßten sie durch den Ortskern Rahlstedt fahren. Auf einer Straße, die heute schon oft komplett überlastet ist und keinesfalls 4-spurig ausgebaut werden kann.

Spätestens ab dem Großlohering wäre der Verkehrskollaps perfekt.

20160614_120726.jpg

Das würde bedeuten, daß der ‚Schleichweg‘ durch den Wiesenredder, der auch jetzt schon unter großem Verkehrsdruck steht, noch höher frequentiert werden würde. Ein Zustand, der für die Anwohner heute schon untragbar ist.

Karte-Verkehrssituation

Hier ein Blick in den Wiesenredder zu einer relativ ruhigen Zeit, auf der Höhe des Schwimmbades rechts.

20160721_131559

Und auch die Lärmbelastung des zunehmenden Verkehrs wird in diesen Gutachten nicht berücksichtigt.

Das GEOPORTAL gibt uns eine gute Ansicht der Lärmbelastung durch Verkehr nur im Bereich Großlohe und Rahlstedt! Das würde ganz sicher nicht geringer werden, wenn die neuen Gewerbegebiete hinzukommen würden.

LaermkarteRahlstedt-Grosslohe191216

Derzeit gibt es eben ein neues Verkehrsgutachten, das genau wie das erste Gutachten für Stapelfeld auch von der Firma ‚Nord Consult‘ durchgeführt wird. Dieses ‚Gutachten‘ ist noch nicht fertig, aber schon im Januar 2017 wurde den Stapelfeldern eine Art ‚Vorwort‘ präsentiert, wahrscheinlich, um die Bürger dort zu beruhigen und ihnen zu zeigen, daß man etwas tun würde!

Bisher konnte ich leider nicht feststellen, ob diese Firma im Auftrag Jebens, der Stadt Hamburg und dem Bezirk Stormarn, oder allen zusammen arbeitet. Es dürfte wahrscheinlich sein, daß sie mal wieder für alle Beteiligten gleichzeitig arbeitet, wie wir das ja schon von dem Landschaftsplanungsbüro Jacob kennen, das ja auch bemerkenswerterweise für den Immobilienhändler Jebens, gleichzeitig aber auch für das Bezirksamt Wandsbek tätig ist.

Eines aber können wir, wie ich das sehe, heute schon feststellen: NEUTRAL und UNABHÄNGIG dürfte so ein Gutachten keinesfalls sein, sondern auch dieses wird wieder zu genau den Ergebnissen kommen, die durch Jebens, Hamburg und Stormarn vorgegeben wurden. Das schafft natürlich großes Vertrauen bei den betroffenen Bürgern in Großlohe!

Hier die Präsentation vom 10. Januar 2017 in Stapelfeld.

https://www.amtsiek.de/allris/___tmp/tmp/45081036623091333/623091333/00088210/10-Anlagen/01/6-VO241AnlageVerkehrsgutachten-Arbeitsstand.pdf

Es ist schon erstaunlich, daß man wohl (ich habe den Vortrag leider nich hören können, aber die Bildchen lassen diesen Schluß zu) tatsächlich zu dem Ergebnis gelangt, daß beide neuen Gewerbegebiete zu KEINERLEI ERHÖHUNG des Verkehrsaufkommens beitragen werden, oder daß diese leicht und mit wenig Aufwand lösbar sein werden. Eine kleine Verschwenkung hier, eine Bushaltestelle mitten auf der Straße da, sollen die Gummilösung des drohenden Problems bringen!

Screenshot (1373)

Es soll sich ja um PROFIS bei dieser Firma handeln, aber solche Vorstellungen und ‚Lösungen‘ sind ungefähr genauso dämlich, wie die Tatsache, daß uns der Architekt Herrn Jebens erzählte, daß der Victoria-Park ein WUNDERLAND werden würde (Originalausspruch dieses Mannes in Gegenwart Herrn Jebens)!

Die Naivität einer angeblich professionell arbeitenden Firma oder der Auftraggeber ist schon erstaunlich. Aber für GELD tut man eben Alles. Ich selber kann mir nicht vorstellen, daß diese ‚Fachleute‘ ihre Ergebnisse tatsächlich selber glauben!

Irgendwie scheint man in Politik und Verwaltung die Bürger für absolut dämlich zu halten! Danke! Aber Fehlschlüsse können tödlich sein!

Fazit:

Auf herkömmliche Weise wird es keine sinnvolle Lösung für den zu erwartenden Mehrverkehr zwischen den neuen Gewerbeparks, der Autobahn A 1 und Rahlstedt geben! Es gäbe eigentlich nur eine einzige Lösung, die aber bis heute heftig bestritten wird: DIE RÜCKKEHR DES RING 3!

Diese wird energisch von den Investoren, vor allem Krieger von Möbel Höffner, den Handelskammern und den Wirtschaftsföderungsgesellschaften gefordert, denn es gibt keine wirkliche Alternative.

Diese dürfte auch die wahrscheinliche Lösung sein, wenn auch auf einer etwas veränderten Trasse und unter einer anderen Bezeichnung!

Wenn man denn  dieses ‚Leuchtturmprojekt‘ durchsetzen möchte, wird es keine andere Lösung geben! Da können die Politiker und die Verwaltung noch so oft beteuern, daß dieses nicht geschehen würde.

Solche Versprechen haben diese schon massenweise inzwischen gebrochen! DESHALB wäre ein wie auch immer geartetes Vertrauen in die Versprechen dieser Herrschaften absolut TÖDLICH!

Dazu einmal diesen Artikel aus dem Blatt ‚Hamburger Wirtschaft‘ vom September 2008 lesen!

https://hamburger-wirtschaft.de/html/hw2008/artikel/12_infrastruktur/08_09_18_stadtverkehr.html

NACHTRAG:

Da es Hinweise gab, daß die Firma ARGUS, die ja schon das Verkehrskonzept des Gutachtens vom Dezember 2015 erstellt hatte, auch in das neue Gutachten involviert sei, habe ich dort mal nachgefragt.

Die Antwort des zuständigen Herrn wirkt nicht wirklich beruhigend, denn er bejat noch verneint meine Frage, sondern weist auf das Bezirksamt hin.

Eben diese habe ich gestern dazu befragt, konnte aber keine Antwort bekommen. Man tat so, als wisse man dieses nicht. Außerdem sei man nicht zuständig dafür in dem tagenden Gremium. Nun ja.

AW: Mögliche Beteiligung an dem neuen Verkehrsgutachten zwischen Rahlstedt und Stapelfeld
05.04.2017 um 13:14 Uhr

Von:  Markus Franke

Guten Tag Herr Napp,

leider kann ich Ihnen dazu keine Auskunft geben und empfehle Ihnen, sich mit derartigen Anfragen direkt an das Bezirksamt zu wenden oder auf der Internetseite des Bezirksamtes entsprechend zu recherchieren.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüße

i.V. Markus Franke

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ARGUS
Stadt- und Verkehrsplanung

Dipl.-Ing. Markus Franke

Fachbereichsleiter Verkehrskonzepte
 
Admiralitätstraße 59, 20459 Hamburg
Tel.: +49 (40) 309 709 – 135
Fax: +49 (40) 309 709 – 199

Homepage: www.argus-hh.de

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