Presseschau vom 19.1.2017

http://www.shz.de/lokales/stormarner-tageblatt/zu-merkur-gesellen-sich-viktoria-und-minerva-id15857041.html

 

von Rolf Blase
erstellt am 16.Jan.2017 | 11:05 Uhr

 

Stapelfeld : Zu Merkur gesellen sich Viktoria und Minerva

vom 16. Januar 2017

Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

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Südlich und östlich des Rahlstedter Merkurparks oben links sollen die neuen Gewerbeflächen entstehen.  Die Erschließungsstraße von der L 222 verläuft auf der Landesgrenze.

Grenzübergreifendes Gewerbegebiet als Leuchtturmprojekt für Zusammenarbeit: Infoveranstaltung

Das erste länderübergreifende Gewerbegebiet hat in Hamburg und Schleswig-Holstein Priorität. Hinter dem Rahlstedter Merkurpark soll auf 25,5 Hektar Hamburger und 13 Hektar Stapelfelder Gebiet der Viktoria- und der Minervapark entstehen – als „Leuchtturmprojekt“ für Zusammenarbeit. Die Bürgerinitiative „Kein Rahlstedt 131“ (nach dem Namen des B-Plans) hatte in drei Monaten fast 1900 Unterschriften gesammelt und wollte ein Bürgerbegehren starten, wurde aber vom Hamburger Senat ausgebremst. Der zog das Verfahren an sich, ließ die Initiative ins Leere laufen und wies den Bezirk Wandsbek an, das Vorhaben „zügig durchzuführen“. Auf Stormarner Seite bemühen sich der Kreis und die die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft um das Projekt, besonders nachdem sich Barsbüttel als weniger geeignet für ein grenzübergreifendes Gewerbegebiet herausgestellt hatte. In trockenen Tüchern ist das aber noch nicht.

Die Gemeinde Stapelfeld hatte das Verfahren ausgesetzt, weil man den alten Zahlen einer Verkehrsprognose aus dem Jahr 2012 nicht traute. Stapelfeld hatte deshalb einen Forderungskatalog ab Kreis, Landrat und WAS geschickt, in dem betont wurde, dass man neue Daten brauche und dass die Gewerbegebietserweiterung nicht zu einer Mehrbelastung der Ortsdurchfahrt führen dürfe. Der Rohentwurf eines Verkehrsgutachtens, der auf Zählungen Ende 2016 beruht, wurde Vertretern der Gemeinde jetzt vorgestellt. Auch wenn die Auswertungen erst im Frühjahr vorliegen werden, zeichnet sich schon jetzt ab, dass ein Ausbau des Autobahnanschlusses, eine neue Verbindung zwischen der L  222 (Alte Landstraße) und der K  107 (Hauptstraße) und zusätzliche Abbiegespuren in Rahlstedt notwendig sind, damit der Verkehr fließt.

Um die landschaftsplanerische Bestandsanalyse für Viktoria- und Minervapark geht es am Freitag, 20. Januar. Um 17.15 Uhr (Einlass ab 16.45 Uhr) laden das Bezirksamt Wandsbek und die Gemeinde Stapelfeld zur ersten Infoveranstaltung ein. In der Grundschule Neurahlstedt (Rahlstedter Straße 190) sollen erste Ideen und Ergebnisse für ein Wegenetz, die ökologische Aufwertung von Flächen und das künftige Landschaftserlebnis vorgestellt werden. Thema wird auch die „Grüne Fuge“ zwischen der Siedlung Großlohe und den Gewerbeflächen sein.

Zudem soll geklärt werden, welche künftigen Nutzer es gibt, denn die sollen den beiden geplanten Workshops ihre Anliegen einbringen können. Auch via Internet wird es ein Angebot zu Information und Beteiligung geben. Die Ergebnisse werden dann im Rahmen einer öffentlichen Abschlussveranstaltung erörtert und fließen als Empfehlungen in die politischen Entscheidungen ein.

Der Viktoriapark würde südlich und östlich bis zur Landesgrenze an den Merkurpark anschließen und dort in den Minervapark übergehen. Die Gutachter haben diese „kompakte“ Variante als beste empfohlen. Die Ausgleichflächen zwischen Merkurpark und Landesgrenze müssen erneut ausgeglichen werden. Dafür gibt es den Begleitplan mit dem schönen Namen „Große Heide“. Im Gutachten heißt es denn auch: „Im Ergebnis wurde ein Konzept erarbeitet, in dem eine gewerbliche Entwicklung empfohlen wird, die jedoch an eine weitgehende Entkoppelung von negativen Wirkungen auf Umwelt, Landschaft, Klima und Nachbarschaft gebunden ist.“

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