Der Senat bin ICH !

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Gestern war ja nun die groß angekündigte Werbeveranstaltung für unseren Oberbürgermeister Olaf Scholz in Meiendorf.

Die war wie erwartet recht gut besucht. Der Saal war voll. Ich denke etwa 2 – 300 Menschen kamen, um Olaf mal selbst zu erleben.

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Zunächst durfte sich der niedliche Buschhüter präsentieren, der ja wohl der Gastgeber war, wenn man das bei so einer Veranstaltung sagen kann, denn das Ganze war natürlich schon ein vorgezogener Wahl-Werbe-Abend für die SPD und KING OLAF!

„L’etat c’est moi! (Der Staat bin ich!)“ sagte einst der absolutistische französische König Ludwig XIV.

„Der Senat bin ICH!“ stellte gestern Abend unser KING OLAF fest! Damit hat er klar vorgegeben, wie die Richtung zu laufen hat: Ausschließlich in die, die ER vorgibt!

Ob das die ‚echten‘ Senatoren gerne hören werden? Man darf das bezweifeln. Aber sie werden trotzdem vor dem OLAF dem GROSSEN den Kotau machen! Versteht sich, denn man möchte ja an den Pfründen bleiben!

Nun aber zurück zum Abend:

King Olaf versprach, wirklich alle Fragen beantworten zu wollen, was er in soweit auch einhielt, als er etwas erwiderte, wenn Jemand fragte.

Danach laberte er uns etwa eine halbe Stunde die Ohren voll mit all den Erfolgen, die die Stadt Hamburg unter seiner Führung vollbracht habe. Wenn man das glauben würde, verstehe ich eigentlich nicht, warum wir überhaupt noch irgendwelche Probleme haben!? Denn eigentlich ALLE sind gelöst oder wenigstens schon angegangen, wobei er dann immer wieder in der Fragestunde darauf hinwies, daß Vieles eben seine Zeit brauche, bevor die Änderungen Wirkung zeigen würden! Damit hat er eigentlich alle kritischen Fragen, wie zum Beispiel die Tatsache, daß die Stadt als Auftraggeber sehr zögerlich ist mit der Begleichung der Rechnungen an die beauftragten Firmen sei. War aber auch schon ein Thema in den Zeitungen, daß ausgerechnet die Öffentliche Hand gerne versucht, Rechnungen so spät wie möglich zu begleichen, was für viele Betriebe große Probleme bedeutet. Er gab sogar zu, daß es bei vielen Projekten inzwischen schwierig sei, ausführende Firmen zu finden!?

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Für uns aber war dieser Abend wichtig, uns und UNSER PROBLEM, den Victoria Park und die weiteren Planungen darzustellen. Das gelang in sofern recht gut, als daß wir in der Lage waren, nahezu JEDEM ANWESENDEN, inklusive der politischen Größen, eines unserer Flugblätter in die Hand zu drücken. Auch hier waren aber leider auch nur die vier Verdächtigen aktiv. Dabei gab es auch ein paar kurze Diskussionen, wobei einige Wenige schon informiert waren, die große Masse aber eigentlich noch gar nichts wußte. Gott sei Dank hatten wir noch viele alte Flugblätter dabei, die bis knapp vor Beginn ausreichten, Erst dann kam Nachschub (siehe unten), von dem allerdings auch noch Einiges unter die Leute kam.

Richtig nett wurde es mit den SPD-Mitgliedern, die zwar oft nicht wirklich informiert, aber voll dafür waren!? Eines dieser Gespräche werde ich gesondert beschreiben.

Gegen Ende seiner Ansprache kam King Olaf natürlich auch auf die Zuwandererfrage zu sprechen, wo er in den glühendsten Farben berichtete, wie toll man doch Alles gelöst habe!

Und dann kam der Hammer! Ausgerechnet als Erste unter den Fragenstellern stand ein kleines Mädchen auf und sprach Olaf an.

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Sie stellte sich vor, berichtete, daß sie 13 Jahre alt sei und zusammen mit ihrer Familie vor etwa 1 Jahr aus Afghanistan nach Hamburg gekommen sei. Die Kleine sprach tatsächlich schon recht ordentliches Deutsch. Sie bedankte sich bei dem Bürgermeister für die liebe Aufnahme und das schlichte HIERSEIN in Hamburg. Sie habe zwar Heimweh, aber sie wünsche sich, daß vor allem ihrem Vater eine gute Arbeit angeboten würde. Wie man auf dem Foto sehen kann, lächelte King Olaf wie ein Honigkuchenpferd. Welcher bemerkenswerter Zufall, daß es gerade so ein Kind in diese Veranstaltung verschlagen hatte! Ihre Eltern waren, soweit ich es sehen konnte, nicht mitgekommen! Ob die SPD für einen sicheren Heimtransport dieses hoffnungsfrohen Kindes gesorgt hat?

Aber auch wir kamen recht ordentlich zu Wort. Immerhin 6 (wenn ich richtig gezählt habe) der Fragen kamen von unserer Seite zum Thema ‚Victoria Park. Man merkte, was natürlich zu erwarten gewesen war, daß sich Olaf auf solche Fragen vorbereitet hatte.

Die Antworten waren allerdings nur diejenigen, die wir schon bis zum Erbrechen von Buchhüter, Wysocki oder Dressel vernehmen durften. Wie zum Beispiel, daß massenweise Gewerbeflächen gefordert werden und man deshalb welche vorhalten müsse. Auf einige der Fragen ging er aber gar nicht erst ein. Redete drum herum und umging so eine Antwort. Zum Beispiel bei Viola (rechts). Viola hatte ihn auf die Kleine Anfrage der FDP vor Kurzem hingewiesen und die dort verzeichneten leerstehenden Gewerbeflächen in Wandsbek.

Darauf hin erklärte uns Olaf, daß es zwei Arten FDP gäbe: Die, die gnadenlos jede Fläche zubetonieren möchte (womit er durchaus recht hat) und die, die sich gerne überall anbiedern möchte. Daß allerdings die Zahlen VOM SENAT, also IHM, kamen, darauf ging er lieber nicht ein. Oder nur in soweit, als er behauptete, viele dieser Flächen gehörten privaten Menschen, was dem Senat keine Zugriffsmöglichkeiten gäbe!

Das, lieber Olaf, mag ja sein, aber wem gehört denn der Victoria Park und als die Gebiete, die derzeit aufgekauft werden? Gehören diese der Stadt? Oder dem Land Schleswig-Holstein? Wieso hat ER denn auf diese Flächen eine Zugriffsmöglichkeit?

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In diesem Zusammenhang ließ Olaf noch eine UNVORSICHTIGE BEMERKUNG fallen: „Die Gewerbeentwicklung wird IM WESENTLICHEN von Schleswig-Holstein‘ durchgeführt.“

Ach ja? Aber im Falle des Victoria Parks liegt nur der erheblich kleinere Anteil auf Stormarner Gebiet! Sollten sich da unsere Vorahnungen, das Ganze sei eben doch erheblich größer als zugegeben, bewahrheiten?

Ich selber sprach ihn auf das Evokationsrecht an, mit dem der SENAT, also ER, die Macht an sich reißen würde, vor allem, wenn es gegen die unteren Schichten der Bevölkerung ginge! In jüngster Zeit gegen unser Bürgerbegehren in Großlohe und die Obdachlosen. Zunächst versuchte er zu erklären, daß DER SENAT (er meinte natürlich SICH) keine Evokation durchgeführt, sondern NUR eine Anweisung erteilt habe, wobei er aber nicht sagte, daß das Resultat das Gleiche sei. In einer Untersuchung zur Hamburger Verwaltung von 2003 wird das Ganze deswegen ja auch durchaus gleichgesetzt, da Beides zur Reglementierung der politischen Organe dienen würde und denen vorschreibe, wie sie abzustimmen haben! In diesem Zusammenhang wies ich auf den Artikel in der Novemberausgabe der Obdachlosenzeitung ‚Hinz & Kunzt‘ hin, in der genau das beschrieben wird, was uns mit unserem Bürgerbegehren geschehen ist!

Der Hinweis, die SPD, also ER, würden die Obdachlosen vernachlässigen, erzürnte King Olaf nun wirklich. Er berichtete, daß die MASSE der Obdachlosen eigentlich gar keine seien, sondern aus anderen Ländern zugewanderte Menschen, die so billig übernachteten und verpflegt würden! Überhaupt würde exzellent für die Obdachlosen gesorgt und es gäbe genügend Unterkünfte für die Wintertage!

Tja, wie sagte der gute Luther es mal: „Allein der Glaube macht stark.“

KING OLAF fühlt sich stark, aber ob er das wirklich ist, werden die nächsten Wahlen zeigen!

Wenn es nach IHM ginge, würde morgen mit dem Baggern auf der Victoria-Fläche begonnen. Das kann ihm gar nicht schnell genug gehen!

Aber wie versteht er dann DIESE ANSAGE von gestern Abend?

„Hamburg wird MEHR Grünflächen und Parks bekommen. Auch in Großlohe! …Ich komme aus Großlohe, deshalb werde ich mich dafür einsetzen.“

Na ja, wenn das nicht klappen sollte, kann er sich auch auf die unwilligen Senatoren berufen, die sich ja explizit für die Verdichtung und Bebauung der Grünflächen ausgesprochen haben! Aber vielleicht meinte er ja die netten Grünflächen, die auf den Dächern der tollen Gewerbehütten gepflanzt werden sollen? Oder dieses dämliche Projekt auf dem Bunker am Heiligen Geist Feld?

Am Ende trat dann ein weiterer Gast auf (wie passend!), der sich im Namen der Anwesenden ganz doll bei Olaf bedankte! Nun ja.

King Olaf! Auch DU hast uns Allen gestern Abend mal wieder drastisch vor Augen geführt, warum die Bürger sich von den Regierungen, den Politiker und den Verwaltungen nicht mehr vertreten fühlen, und deswegen weltweit die Nazis wählen! Nicht, weil sie überzeugt sind, daß diese ihre Probleme lösen können, sondern deswegen, weil man den Machthabern ans Bein pinkeln will!

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